WM-Quali: die letzten Entscheidungen

Von am 20. August 2010 – 17.23 Uhr 3 Kommentare

England und Italien haben die Playoff-Spiele in der Qualifikation zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 bereits erreicht – ab Samstag entscheidet sich, welche Teams folgen. Insgesamt 29 Partien stehen in den acht Gruppen bis Mittwoch an, in einigen wird sich das Weiterkommen in direkten Duellen entscheiden.

Italien hat als einzige Mannschaft bereits alle Qualifikationsspiele ausgetragen und kann entspannt zugucken. Und auch wenn England sich das Weiterkommen bereits gesichert hat, ist das Spiel gegen Österreich wichtig, um in den Playoffs gesetzt zu sein. Dafür werden die Ergebnisse der Qualifikations-Gruppenphase sowie die der Europameisterschaft 2009 heran gezogen.

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Gruppe 1: Kopf-an-Kopf-Rennen
Unter der Leitung von FIFA-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (Hannover) treffen am Samstag die beiden Führenden der Gruppe, Frankreich und Island, aufeinander. Gewinnen die Französinnen stehen sie bereits ein Spiel vor dem Ende der Gruppenphase als Sieger fest. Bei einer Niederlage entscheidet sich der Ausgang der Gruppe erst am Mittwoch – dann trifft Island auf Estland und Frankreich auf Serbien. Bislang hat die „Équipe Tricolore“ eine beindruckende Qualifikationsphase absolviert. In acht Spielen wurden acht Siege gefeiert – alle „zu null“.

Gruppe 2: Norwegen vor Gruppensieg
Zwei Punkte beträgt der Vorsprung von Norwegen auf Verfolger Niederlande – und das bei noch einem Spiel in der Hinterhand. Angesichts des Restprogramms der Norwegerinnen kann man von der Qualifikation nahezu sicher ausgehen: Am Samstag spielt die Elf von Trainerin Eli Landsem in der Slowakei gegen die Gastgeberinnen, am Mittwoch tritt sie in Mazedonien an.

Julie Fleeting will mit den "Bravehearts" in die Playoffs. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Gruppe 3: Schafft Schottland die Sensation?
Ein wahrer Krimi steht in Gruppe 3 an, Schottland kann aus eigener Kraft den Einzug in die Playoffs schaffen – favorisiert ist allerdings Dänemark nach dem 1:0-Sieg gegen die „Bravehearts“ im Hinspiel. Die Schottinnen müssen am Samstag Griechenland auf eigenem Platz bezwingen (Hinspiel 1:0). Gelingt ihnen das, stehen sie mit einem Sieg gegen Dänemark am Mittwoch in den Playoffs. Den Däninnen würde ein Unentschieden reichen.

Gruppe 4: Polen oder die Ukraine?
Bibiana Steinhaus ist in der Endphase der Qualifikationsrunde erneut aktiv – am Mittwoch leitet sie die Partie zwischen Polen und der Ukraine. Die Ukraine hat allerdings nur dann eine Chance auf ein Playoff-Ticket, wenn sie am Samstag Rumänien bezwingt. Gelingt dies, beträgt der Rückstand auf Polen nur noch zwei Punkte – mit einem Sieg würde sie die Polinnen auf der Zielgeraden also noch abfangen.

Gruppe 5: Alles entschieden
England und Spanien sind mit 19 Punkten gleichauf, dennoch steht England auch bei einer möglichen Niederlage gegen Österreich aufgrund des direkten Vergleichs in den Playoffs. Für die Engländerinnen geht es vor den Toren von Wien am Samstag also nur noch um eine gute Ausgangsposition in den Playoffs. Die Österreicherinnen spielen darüber hinaus am Mittwoch noch gegen die Türkei. Mit einem Sieg wäre der dritte Platz in der Gruppe gesichert.

Gruppe 6: Schweiz so gut wie durch
In der sechsten Gruppe steht eine kleine Sensation ins Haus. Gewinnt die Schweiz am Samstag zu Hause gegen Kasachstan, stehen die Eidgenössinnen in den Playoffs. Verlieren sie, könnten sie von Russland auf der Zielgeraden noch abgefangen werden. Mit drei Punkten Rückstand auf die Schweiz gehen die Russinnen in die verbleibenden zwei Spiele gegen Irland (Samstag) und Kasachstan (Mittwoch).

Gruppe 7: Alles entschieden
Italien ist weiter, Finnland hat den zweiten Platz sicher – in Gruppe 7 stehen keine Entscheidungen auf den vorderen Rängen an.

Gruppe 8: Schweden auf der Pole Position
Gewinnen die Schwedinnen am Samstag einen Punkt gegen Tschechien, ist ihnen der Playoff-Platz nicht mehr zu nehmen. Doch auch wenn sie verlieren, liegen die Vorteile auf ihrer Seite. Denn dann müsste Tschechien am Mittwoch nicht nur Aserbaidschan schlagen, sondern auch auf eine Niederlage der Schwedinnen in Wales hoffen. In Wales sitzt dann mit dem Finnen Jarmo Matikainen ein neuer Nationaltrainer auf der Bank, favorisiert ist dennoch die schwedische Auswahl.

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