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2010

Champions League: Duisburg will starkes Glasgow stoppen

Heute Abend ab 18.00 Uhr MEZ kämpft der FCR 2001 Duisburg gegen Glasgow City um den Einzug in die K.-o.-Runde der Champions League. Für die Duisburgerinnen steht gegen den unbequemen schottischen Meister sportlich wie finanziell eine Menge auf dem Spiel.

Ein Sieg ist Pflicht, um sich ohne Wenn und Aber einen Startplatz in der Runde der letzten 32 Mannschaften zu sichern. Als UEFA-Pokal-Sieger 2009 und Champions-League-Halbfinalist des Vorjahres will man ein nicht gerade imageförderndes Aus in der Qualifikation verhindern. Bei einem Remis müsste Duisburg darauf hoffen, als einer der zwei besten Gruppenzweiten weiterzukommen. Rechenspiele, auf die man sich sicherlich nicht einlassen will.

Appell an Duisburger Spielerinnen Wie schnell sich die Dinge negativ entwickeln können, musste gerade der schwedische Vizemeister Umeå IK leidvoll erfahren. Nach einer überraschenden 1:4-Niederlage gegen Zyperns Meister Apollon Limassol LFC steht das Team, ebenfalls Champions-League-Halbfinalist in der vergangenen Saison, vor dem Aus. Wohl auch unter diesem Eindruck sah sich Duisburgs Vorsitzender Dieter Oster dazu veranlasst, an seine Spielerinnen zu appellieren, die Aufgabe mit hundertprozentiger Ernsthaftigkeit anzugehen. „Diese Begegnung ist für uns extrem wichtig; denn es muss unserer sportlicher Anspruch sein, nicht in der Vorrunde auszuscheiden. Genauso wichtig aber ist für den Verein das Weiterkommen auch aus finanzieller Hinsicht; denn dieses Vorturnier kostet uns viel Geld.“

Schottischer Meister echter Prüfstein Die Schottinnen von Glasgow City haben in ihren bisherigen zwei Spielen gezeigt, dass sie einen gepflegten Ball spielen können, auch wenn die beiden Siege gegen Bratislava (4:0) und Newtownabbey (8:0) als Gradmesser nur bedingt geeignet waren. Doch das Team, das in Katharina Lindner, die unter anderem in der Vergangenheit für den 1. FFC Frankfurt spielte, eine deutsche Spielerin in seinen Reihen hat , ist bis in die Haarspitzen motiviert. Denn man will beweisen, dass man zu Unrecht in die Qualifikation geschickt und nicht gesetzt wurde. Und so dürfte gerade in der momentanen Saisonphase Glasgow City ein echter Prüfstein für die Duisburgerinnen werden.

Popp und Grings einsatzbereit Erleichterung herrscht bei den Löwinnen aber, dass sowohl Inka Grings als auch Alexandra Popp zum Einsatz kommen dürften. „Alle Belastungstests wurden ohne Beschwerden absolviert“, so Teamarzt Claus Petsch. Grings erklärt: „Die Schottinnen spielen hier gut, aber unser Anspruch ist, diese Begegnung zu dominieren und auch zu gewinnen.“