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2010

Spiel um Platz 3: Kolumbien sieht sich als Favorit

Ricardo Rozo, Trainer der kolumbianischen U20-Frauenfußball-Nationalmannschaft, zeigte sich nach dem 0:1 gegen Nigeria im Halbfinale der U20-WM zwar enttäuscht, doch zugleich zuversichtlich, was das kleine Endspiel um den Bronzeplatz am Sonntagmittag (12.00 Uhr, Bielefeld) gegen Südkorea betrifft, das von Bibiana Steinhaus geleitet wird.

„Unsere Einstellung hat gestimmt. Wir haben bis zum Schluss versucht zu gewinnen. Manchmal entscheiden kleine Details, wie das frühe Gegentor. Südkoreas Spielerinnen sind körperlich klein und nicht so physisch stark wie Nigeria. Das liegt uns vielleicht mehr. Wir werden uns optimal vorbereiten und alles geben für die Bronzemedaille.“

Kolumbiens wachsende Fangemeinde Ganz Kolumbien sei weiterhin stolz auf diese Mannschaft. Das werde auch im letzten Spiel für mentale Rückendeckung sorgen. Außerdem hilft die immer größer werdende Fangemeinde in Bielefeld. Immer mehr Gelb-rot-blau gekleidete Menschen machen sich lautstark bemerkbar. Die Zahl der Fahnen wächst von Spiel zu Spiel. Demonstrativ haben sie Kolumbien und ihr Team hoch leben lassen nach der Niederlage gegen Nigeria getreu dem Motto, dann werden wir eben nicht Weltmeister, sondern holen Bronze.

Aggressiver als gegen Nigeria Trainer Rozo nutzt diese Situation und verspricht: „Südkorea ist ein weiterer schwerer Gegner. Da müssen wir 90 Minuten Vollgas geben und aggressiver spielen als gegen Nigeria. Alle sind stolz auf uns. Eine Medaille würde dem Frauenfußball in unserem Land für die weitere Entwicklung und auf dem Weg der Anerkennung ganz besonders nachhaltig gut tun.“

Frust abgelegt Yorely Rincón, die in der 78. Minute gegen Nigeria die Latte traf, hat nach dem Frust des Halbfinales ihr Selbstbewusstsein ebenfalls wieder gefunden: “Natürlich waren wir nach dem Spiel alle niedergeschlagen und mussten uns erst einmal beruhigen. Aber wir denken positiv und wollen unbedingt WM-Dritter werden. Wir treffen auf einen gleichstarken Gegner, aber wir wissen auch, das wir siegen können.“