U20-WM: DFB-Elf will starke Südkoreanerinnen knacken

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Anfang Juni traf die deutsche U20-Frauenfußball-Nationalmannschaft in einem Testspiel in Gießen auf Südkorea. Dort konnte man noch nicht ahnen, dass man sich im Halbfinale der U20-WM am Donnerstag in Bochum (ab 15.30 Uhr live auf Eurosport und im Womensoccer-Liveblogging) wiedersehen würde. Damals gab es einen 3:0-Sieg, doch die DFB-Elf tut gut daran, diesen Erfolg nicht überzubewerten.

„Unser damaliges Team ist mit dem heute überhaupt nicht zu vergleichen“, erklärt Südkoreas Trainer Choi In Cheul. „Natürlich hat auch Deutschland dort noch nicht seine stärkste Formation aufgeboten, aber wir haben eine Menge über das deutsche Spielsystem gelernt. Es wird ein neues Spiel unter ganz anderen Vorzeichen“, verspricht er. Schon nach dem 3:0 kam Bundestrainerin Maren Meinert trotz des klaren Siegs zur Einschätzung: „Spielerisch bietet Südkorea exzellenten Fußball.“ Doch die DFB-Elf spielte noch ohne sein A-Nationalmannschaftstrio Kim Kulig, Alexandra Popp und Bianca Schmidt.

Popp fordert Disziplin
Zudem hat die DFB-Elf einen Lauf, in vier WM-Spielen feierte man vier Siege bei einem Torverhältnis von 13:4. Getragen vom Publikum will man diese Siegesserie nach dem Viertelfinalerfolg gegen Nordkorea nun auch gegen Südkorea fortsetzen. Doch Alexandra Popp, die bereits sieben Mal ins Schwarze traf, warnt: „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, zu denken, dass wir sowieso alle packen. Es ist wichtig, dass wir weiterhin diszipliniert spielen.“ Ihrer Zuversicht tut dies aber keinen Abbruch: „Es passt bei uns im Moment einfach im Zusammenspiel, sowohl vorne als auch hinten. Wir hatten zwischenzeitlich ein paar Durchhänger in unserem Offensivspiel, aber nun haben wir uns definitiv gefunden.“

Mehr Arbeit als gegen Nordkorea
Viel dürfte im Duell mit den starken Asiatinnen auch von einer guten Leistung der Innenverteidigung abhängen. Marith Prießen und Kristina Gessat überzeugten im bisherigen Turnierverlauf mit starken Leistungen. Gessat, die in ihrem Verein FSV Gütersloh 2009 im Mittelfeld agiert, schätzt den Halbfinalgegner stärker ein. „Ich glaube, dass Südkorea im Gegensatz zu Nordkorea noch variabler ist, dass sie nicht nur lange Bälle spielen, sondern auch das Kurzpassspiel beherrschen.“

Gegner nicht ins Spiel kommen lassen
Doch Meinert ist sich sicher: „Wenn man sie unter Druck setzt, das Tempo hochhält, dann kommt man auch zu Torchancen.“ Und auch DFB-Trainerin Ulrike Ballweg, die für Meinert alle vier Spiele der Südkoreanerinnen beobachtet hat, erklärt, welche Strategie erfolgreich sein kann. „Wir müssen unsere Ordnung beibehalten, dürfen keine Räume für ihre Kombinationen bieten, müssen ihr Kurzpassspiel unterbinden.“ Dazu müsse man bei Ballbesitz schnell umschalten, das Tempo hoch halten und mit wenigen Kontakten das Mittelfeld überbrücken. „Und vor allen Dingen die körperliche Überlegenheit nutzen“, so  Ballweg.

Sylvia Arnold (r.) traf zum 3:0 im Testspiel ©Nora Kruse / FF-Archiv

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pinkpantherThorstenlaasee Neueste Kommentartoren
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laasee
laasee

I am very confident that Germany wins. The only area that South Korea may have opportunities is with fast play against Kulig and Priessen. The experience of the A-National players and the Potsdam/Duisburg CL players will be valuable. Germany will be in the Final.

Thorsten
Thorsten

[Zitat]:
Und auch DFB-Trainerin Ulrike Ballweg, die für Meinert alle vier Spieler der Südkoreanerinnen beobachtet hat, ….

Ach is Südkorea mit so einer kleinen Rumpftruppe zur WM angereist!? 😀
Mir kam das in den vergangenen vier spielen immer so vor als wären das mehr 😉

pinkpanther
pinkpanther

@Thorsten: Kim Na Rae, Jung Hae In, Ji So Yun, Lee Hyun Young = 4 Schlüsselspielerinnen, wo ist das Problem?
Die anderen haben sich, ganz asiatischer Disziplin folgend, einfach nur unauffällig untergeordnet 😉

pinkpanther
pinkpanther

Bin echt gespannt, ob unsere Mädels die Südkoreanerinnen knacken können … für mich das vorweggenommene Endspiel 🙂
Deutschland hat sich kontinuierlich gesteigert, Südkorea spielt seit dem ersten Spiel eine überzeugende WM – der knappen Niederlage gegen die USA in einem Spiel, in dem es „nur“ um den Gruppensieg ging, sollte bei der Einschätzung der Mannschaft keine allzugroße Bedeutung beigemessen werden.
Interessant wäre vor allem, wie die deutsche Mannschaft damit zurechtkommt, wenn sie mal in Rückstand geraten sollten (was ich natürlich nicht hoffe) … aber gegen ein weiteres zu Null hätte ich natürlich auch nichts einzuwenden 😉