U20-WM: DFB-Team zieht ins Halbfinale ein
Die deutsche U20-Frauenfußball-Nationalmannschaft steht bei der WM im eigenen Land im Halbfinale. Gegen Nordkorea feierte das Team einen souveränen Arbeitssieg.
Vor 16 946 Zuschauern kam die DFB-Elf in Bochum zu einem verdienten 2:0 (1:0)-Sieg. Alexandra Popp mit ihrem siebten Turniertreffer (43.) und Sylvia Arnold (69.) erzielten die Treffer für die DFB-Elf, die im Halbfinale an gleicher Stelle auf den Sieger der Partie Mexiko gegen Südkorea treffen wird. Vier Wechsel in der Startformation Bundestrainerin Maren Meinert nahm vier Wechsel in der Startformation vor. Almuth Schult hütete wieder das Tor anstelle von Desirée Schumann, Tabea Kemme ersetzte Steffi Mirlach nach überstandener Oberschenkelverletzung als linke Außenverteidigerin. Kim Kulig und Sylvia Arnold kamen für Turid Knaak und Selina Wagner in die Partie. Erstmals nahm auch Nordkorea in diesem Turnier einen Wechsel in der Anfangsformation vor, Jon Myong Hui kam für Won Un Ha in die Partie, die gefährliche Stürmerin Ho Un Byol musste zunächst wieder einmal mit der Bank Vorlieb nehmen. Respektvoller Beginn Die DFB-Elf versuchte von Beginn an, das Kommando an sich zu reißen, doch der Respekt vor dem Gegner war in diesem K.-o.-Spiel zu spüren. Popp gab einen ersten Warnschuss auf das Tor ab (4.), Dzsenifer Marozsan hatte die Vorarbeit geleistet. Im DFB-Team war es immer wieder Popp, die für gute Szenen sorgten, sie scheiterte allerdings mit einem 25-Meter-Schuss (10.). Doch insgesamt tat sich Deutschland schwer, ein Übergewicht herauszuarbeiten, da die Nordkoreanerinnen die Räume eng machten, und selber gelegentlich bei schnellen Kontern für Gefahr sorgten, zumeist aber mit Schüssen aus der Distanz ihr Glück versuchten.
Zwei diskutable Elfmetersituationen Nordkorea hatte seine beste Aktion, als Marith Prießen einen Ball vor die Füße von Choe Mi Gyong klärte, deren Schuss aber von Kristina Gessat geklärt wurde (17.). Die Asiatinnen hatte ein wenig Glück, dass bei zwei leichten Berührungen gegen Popp (21.) und Kulig (30.) im Strafraum die peruanische Schiedsrichterin Silvia Reyes nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte.
Führung durch Popp Kurz vor der Pause nahm Popp einen weiten Freistoß von Marozsan, der kurz an der Strafraumlinie aufsetzte, volley auf, und beförderte den Ball zur verdienten 1:0-Führung und zum siebten Turniertreffer ins Netz (43.). Ohne personelle Veränderungen ging es in die zweite Halbzeit. Marozsan sorgte aus der Distanz für das erste Ausrufezeichen, doch ihr Schuss ging über das Tor (47.).
Nordkorea in Unterzahl Nach einem Foul an Prießen musste Choe mit einer Gelb-Roten Karten vom Feld, schon zuvor war sie durch ihr rüdes Einsteigen aufgefallen (54.). Die DFB-Elf hätte die Überzahl fast umgehend genutzt, doch Hong lenkte einen Distanzschuss von Hegering mit den Fingerspitzen an den Pfosten (55.). Wieder stand Popp im Mittelpunkt des Geschehens, als sie eine Maßflanke von Tabea Kemme nur knapp am Tor vorbeisetzte (65.). Deutschland drückte nun immer mehr aufs Tempo und wurde schnell belohnt.
Nordkorea anerkennt Überlegenheit Nordkoreas Trainer Choe Kwang Sok erklärte: “Das Spiel heute war sehr wichtig für uns und Deutschland ein sehr starker Gegner. In den Bereichen Kraft und Physis waren wir heute unterlegen, haben aber viel von der deutschen Mannschaft gelernt. Die Gelb-Rote Karte war eine harte Entscheidung und ein Schlüsselmoment für uns. Diese Szene werden wir uns sicherlich nochmal anschauen.”
Im Liveblogging könnt Ihr noch einmal nachlesen, wie das Spiel verlaufen ist.