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2010

U20-WM: Deutschland gelingt Auftakt nach Maß

Die deutsche U20-Frauenfußball-Nationalmannschaft ist mit einem Sieg in die Weltmeisterschaft im eigenen Land gestartet. Gegen Costa Rica gewann die DFB-Auswahl mit 4:2 – was Erinnerungen an das „Sommermärchen“ von 2006 weckte.

„Daraus kann man sicherlich positive Schlüsse ziehen“, so Bundestrainerin Maren Meinert über die Parallelen mit den Männern, die 2006 bei der WM in Deutschland ebenfalls die Auftaktpartie mit 4:2 gewannen – auch gegen Costa Rica und auch bei bestem Sonnenschein. Svenja Huth gelingt frühe Führung Insgesamt hätte der Sieg der DFB-Elf jedoch deutlicher ausfallen können. Für den Spielverlauf sei der „Sieg nicht hoch genug ausgefallen“, so Meinert, deren Mannschaft bereits in der zweiten Minute durch Svenja Huth mit 1:0 in Führung ging. Nachdem Costa Ricas Torhüterin Priscilla Tapia einen Schuss aufs Tor von Bianca Schmidt nicht hatte festhalten können, stand die Stürmerin vom 1. FFC Frankfurt goldrichtig und verwandelte sicher.

Welches Team der U20-WM war im ersten Spiel am Stärksten?

Deutschland war nach der Führung deutlich überlegen, folgerichtig fiel nur eine Viertelstunde später schon das 2:0 durch Alexandra Popp, die eine schöne Vorarbeit von Huth und Bianca Schmidt mit einem tollen Schuss abschloss.

Doppelt erfolgreich: Alexandra Popp

Costa Rica bleibt dran „Wir wussten, dass auf eine starke Mannschaft treffen würden, die ihre Stärken auch gerade in der Physis hat“, kommentierte Costa Ricas Trainer Randal Chacón, der im Vorfeld der Partie angekündigt hatte, auch gegen den WM-Favoriten auf Sieg spielen zu wollen . Und tatsächlich kam seine Mannschaft trotz 0:2-Rückstand besser ins Spiel, gab sich nicht auf und erzielte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Anschlusstreffer. Deutschlands Torhüterin Almuth Schult verschätzte sich bei einem Freistoß von der linken Seite, Carolina Venegas schloss zum 2:1 ab.

Schult hatte von Meinert den Vorzug vor Desirée Schumann bekommen. Sie sei eine Torhüterin, die mitspiele, urteilt die Bundestrainerin und verkörpere „das moderne Torwartspiel“. Den Fehler der Magdeburgerin wollte Meinert daher nicht allzu hoch hängen, da ihre Mannschaft vor allem auf den Treffer gut reagiert habe. Schon kurz nach der Halbzeitpause stellte Popp in der 53. Minute den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, nur vier Minuten später legte Marina Hegering mit einem sehenswerten Weitschuss das 4:1 nach. Kemme verletzt vom Feld, Schmidt mit rot Die zweite Halbzeit konnte Tabea Kemme nicht mehr mitmachen, die Potsdamerin wurde bereits nach 21 Minuten mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt. Für Kemme kam Stefanie Mirlach ins Spiel.

Auch Schmidt hat das Ende der Partie in Bochum nicht auf dem Feld erleben können. Ausgerechnet die A-Nationalspielerin ließ sich in der 72. Minute zu einer Notbremse hinreißen, den fälligen Strafstoß verwandelte Katharine Alvarado zum 2:4-Endstand. Meinert zufrieden mit dem Auftakt „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie trotz der Hitze viel gearbeitet hat“, lobte die Bundestrainerin, die zwar einige Konzentrationsfehler ihrer Elf beobachtete – doch die Priorität lag beim gewonnenen Auftakt. „Wir haben drei Punkte, das ist toll.“

Auch Costa Ricas Trainer war trotz der Niederlage zufrieden mit seiner Mannschaft, die gut gekämpft habe. „Das war erst der Anfang“, so Chacón – es folgen noch zwei weitere Gruppenspiele. Und so schlecht sieht es für seine Elf nicht aus, nachdem in der darauf folgenden Partie Frankreich und Kolumbien lediglich 1:1 spielten.

Den Spielverlauf der Partie Deutschland gegen Costa Rica könnt Ihr noch einmal im Liveblogging von heute Mittag nachlesen.