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2010

Duisburg zittert sich in die Champions League – Freiburg abgestiegen

Der FCR 2001 Duisburg hat sich mit einem knappen Sieg beim FC Bayern München die Vizemeisterschaft und somit einen Startplatz in der Champions League gesichert. Der SC Freiburg steigt nach einem Remis gegen die SG Essen-Schönebeck in die 2. Frauenfußball-Bundesliga ab.

Ein verwandelter Foulelfmeter der eingewechselten Lena Wermelt (85.) nach Foul von Nina Aigner an Simone Laudehr bescherte den Duisburgerinnen in der Schlussphase einen 2:1 (1:1)-Sieg in einer auf mäßigem Niveau stehenden Partie.

Frankfurts Schlussspurt nicht belohnt Die Führung von Simone Laudehr (7.) hatte Melanie Behringer (44.) kurz vor der Pause mit einem Freistoß ausgeglichen. Duisburgs Torhüterin Ursula Holl verhinderte in der 54. Minute mit einer Glanzparade gegen Behringer den möglichen Rückstand. Der 1. FFC Frankfurt muss sich trotz des 5:1 (1:0)-Siegs beim SC 07 Bad Neuenahr mit dem dritten Platz begnügen. Nationalspielerin Conny Pohlers (22., 51.), Svenja Huth (47.) und Kerstin Garefrekes (55., 68.) bei einem Gegentreffer von Célia Okoyino da Mbabi (58.) sorgten für den nötigen Sieg mit vier Toren Unterschied, doch aufgrund des Duisburger Erfolgs wird Frankfurt auch in der kommenden Saison nicht an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen.

Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg strahlte nach dem Spiel über das ganze Gesicht: “Ich bin einfach nur zufrieden, dass wir den zweiten Platz geholt haben. Wir haben jetzt noch das DFB-Pokal-Finale als Bonus, so dass wir einen Titel und somit unser Saisonziel erreichen können.”

Nervöse zweite Halbzeit Nach der schnellen Führung durch eine feine Einzelleistung der starken Simone Laudehr beschränkte sich Duisburg darauf, das Ergebnis zu verwalten, die Gastgeberinnen waren nur bei Standardsituationen gefährlich. Doch mit der Sprunggelenksverletzung von Luisa Wensing nach Foul von Isabel Bachor und Behringers Ausgleich kurz vor der Pause änderte sich das Bild. “Wir sind dann ein bisschen nervös geworden und wussten später auch, dass uns eine Niederlage die Champions League kosten würde. Aber am Ende haben wir dann doch verdient mit einer Einzelleistung gewonnen”, so Voss-Tecklenburg.

Laudehr holt Elfmeter heraus Denn wenige Minuten vor Spielende drang Laudehr von links in den Strafraum ein, verwickelte Nina Aigner clever in einen Zweikampf, bei dem die Österreicherin am Trikot der Duisburgerin zog. Es folgte der Elfmeterpfiff, eine strenge, aber vertretbare Entscheidung. Wermelt verwandelt sicher zum viel umjubelten Sieg, der noch einmal in den Schlusssekunden in Gefahr geriet, als Vanessa Bürki eine gute Ausgleichschance ausließ.

Verpatzter Abschied Bayern-Trainer Günther Wörle wirkte ob der Niederlage in seinem Abschiedsspiel geknickt. “Ich hätte mir heute einen schöneren Abschied vorgestellt.” Er bemängelte die Leistung des Schiedsrichtergespanns: “Das erste Tor war Abseits, da war die Schiedsrichter-Assistentin nicht auf Ballhöhe und auch der Elfmeter ist diskussionswürdig.” Melanie Behringer zeigte in ihrem letzten Bayern-Spiel auf der linken Angriffsseite ihre Offensivqualitäten und bot eine starke Leistung.

Löwenberg trifft SC ins Herz Der SC Freiburg kam im Möslestadion nicht gegen ein 1:1 (0:1) gegen die SG Essen-Schönebeck hinaus. Nur ein Sieg mit vier Toren Unterschied hätte dem Team aus dem Breisgau den Klassenerhalt gesichert. Daniela Löwenberg sorgte nach einer guten halben Stunde für die Gästeführung (31.), der Ausgleich von Martina Moser (66.) kam zu spät, um das Ruder noch einmal herumzureißen.

Nicht ins Spiel gefunden Freiburgs Trainer Edgar Beck war enttäuscht: “Wir wollten aggressiv draufgehen und in Ruhe die Situationen ausspielen, dazu waren wir in der ersten Halbzeit nie in der Lage, wir haben nie zu unserem Spiel gefunden und unsere Nerven nicht in den Griff bekommen. Erst als quasi alles verloren war, haben wir zu unserem Spiel gefunden und meine Mannschaft hat es dann bis zum Schluss versucht. Für diese super Einstellung möchte ich meinen Mädels noch mal ein Kompliment machen.”

Potsdam nicht zu stoppen Der Deutsche Meister 1. FFC Turbine Potsdam ließ sich auch beim VfL Wolfsburg nicht hängen und feierte einen 3:1 (1:0)-Auswärtssieg. Für die Potsdamerinnen traf Yuki Nagasato bereits früh in der Partie (4.). Martina Müller gelang in der 70. Minute der Ausgleich, ehe Babett Peter (76.) und Isabel Kerschowski (89.) für klare Verhältnisse sorgten.

TeBe schlägt HSV Absteiger Tennis Borussia Berlin verabschiedete sich mit einem versöhnlichen 3:1 (1:1)-Sieg gegen den Hamburger SV. Amanda Feigt brachte Tebe in Führung (16.), Aferdita Kameraj (42.) glich vor der Pause aus. Jana Teodoridis (71.) und Franziska Hagemann (77.) sorgten für den Sieg der Gastgeberinnen.

Jena kommt unter die Räder Der 1. FC Saarbrücken feierte im Duell gegen den FF USV Jena mit einem 5:2 (3:0) einen gelungenen Saisonausklang. Selina Dambier (2., 64.), Maike Trach (12.), Cynthia Uwak (27.) sowie Christina Arend (57.) trafen für die Saarländerinnen, für Jena betrieben Sabine Treml (81.) und Ivonne Hartmann (87.) Ergebniskosmetik.

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