Abstiegskrimi zwischen Essen und Saarbrücken

Von am 1. Mai 2010 – 20.38 Uhr

Am vorletzten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga kommt es zu einem hochbrisanten Duell im Kampf gegen den Abstieg. Denn beide Teams haben die Chance, möglicherweise bereits vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern.

Sollte der SC Freiburg (12 Punkte) sein Spiel beim FCR 2001 Duisburg erwartungsgemäß verlieren, würde der SG Essen-Schönebeck (15) im Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken (13) schon ein Remis zum Verbleib in der Liga reichen, die Gäste könnten sich mit einem Dreier aller Abstiegssorgen entledigen, wie ein Blick auf die Tabelle der Frauenfußball-Bundesliga zeigt.

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Auf beiden Seiten versprüht man vor dem Duell Optimismus. Essens Geschäftsführer Willi Wissing ist sich trotz der verpatzten Saison sicher, dass seine Elf am Ende noch einmal mit dem Schrecken davon kommt. „So weit wird es nicht kommen“, so Wissing, der guter Dinge ist, bereits an diesem Spieltag alles klar zu machen. „Weil wir in den vergangenen beiden Spielen wirklich gut aufgetreten sind und nur vergessen haben die Dinger rein zu machen.“

Doch auch beim 1. FC Saarbrücken ist man guter Dinge, mit einem Erfolg „Am Hallo“ die Dinge zum Positiven wenden zu können. „Meine Mannschaft muss begreifen, dass wir einen Matchball haben, den wir nur noch verwandeln müssen“, so Trainer Stephan Fröhlich.

Doch zuletzt konnte seine Mannschaft nicht überzeugen und kassierte eine herbe Niederlage im Heimspiel gegen Duisburg. „Der Erfolg kommt aber nicht von alleine. Wir müssen viel konzentrierter arbeiten als gegen Duisburg, dann bin ich zuversichtlich, dass wir in Essen gewinnen.“

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.