Die englische Profiliga ist komplett

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In der Vorbereitung der  englischen Profiliga, die im kommenden Jahr beginnen soll, läuft nicht alles reibungslos. Doch nun ist ein wichtiger Schritt getan: Der englische Fußballverband (FA) hat die acht Mannschaften bekannt gegeben, die mit ihrer Bewerbung um einen Superleague-Platz erfolgreich waren. Auch zwei Zweitligisten sind dabei.

Zum Beginn der neuen Profiliga, die sich eher am US-amerikanischen System orientiert, denn am traditionellen in Europa, erhalten die folgenden derzeitigen Erstligisten Lizenzen für zwei Spielzeiten: Arsenal LFC, Birmingham City LFC, Bristol Academy WFC, Chelsea LFC, Doncaster Rover Belles sowie Everton LFC. Außerdem dabei sein werden die beiden momentanen Zweitligisten Lincoln LFC sowie Liverpool LFC.

Prominente Absagen
Ursprünglich hatten sich zum Ende der Bewerbungsfrist am 18. Dezember 2009 16 Mannschaften um die acht Ligaplätze beworben. Etwas überraschend wurde dem derzeitigen Tabellenführer, Sunderland WFC, schon vor einigen Wochen eine Absage erteilt. Aus finanziellen Gründen musste der frisch gebackene Ligapokalsieger, Leeds Carnegie, seine Bewerbung zurück ziehen. Ebenfalls vorzeitig aus dem Rennen war Newcastle United, sodass am Ende noch aus 13 Bewerbungen ausgewählt wurde. Dabei mussten die Vereine insbesondere zur vier Kriterien ausführlich Stellung nehmen: Finanzmanagement, Marketing, Infrastruktur/Spielanlangen, Spielerinnen/Betreuer. „Wir sind erfreut über die Qualität der Bewerbungen, die wir erhalten haben und freuen uns darauf, mit den acht Vereinen die Vorbereitung der Saisoneröffnung im kommenden Jahr anzugehen. Wir wollen eine spannende, solide Liga von hohem Niveau aufbauen“, so Kelly Simmons von der FA.

Unterrepräsentierter Norden
„Mit unserer bei der Europameisterschaft so erfolgreichen Nationalmannschaft ist es wichtig, dass wir eine konkurrenzfähige, gut strukturierte und finanziell tragfähige Liga auf internationalem Top-Niveau haben. Wir wollen sicher stellen, dass unsere Talente hier Fußball spielen können, ohne nach Möglichkeiten im Ausland suchen zu müssen“, kommentiert FA-Geschäftsführer Ian Watmore.

Weniger gut sind jedoch die Möglichkeiten der Spielerinnen in Nordengland. Die Auswahl der acht Mannschaften überrascht kaum. Mit Arsenal, Everton und Chelsea wurden die derzeitigen Top-Teams erwartungsgemäß aufgenommen – durch das Duell zwischen Everton und Liverpool, sowie Arsenal und Chelsea sind außerdem packende Lokalderbys garantiert. Aufgrund der Absagen an Newcastle und Sunderland bleibt jedoch der Norden unberücksichtigt.

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Nora Kruselaaseespoonman Neueste Kommentartoren
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spoonman
spoonman

Interessant ist, dass die Saison nach dem Kalenderjahr gespielt wird, d.h. sie fängt im März an und endet im Herbst. Wahrscheinlich will man die Sommerpause des Männerfußalls nutzen, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu generieren. Der Nachteil ist allerdings, dass der Meister dann erst fast ein Jahr später im Europacup spielen kann.

Laut englischer Wikipedia soll es eine Halbprofi-Liga werden. Mindestens 4 Spielerinnen pro Club müssen jährlich über 20.000 Pfund verdienen.

https://en.wikipedia.org/wiki/FA_Women%27s_Super_League

spoonman
spoonman

Wie eng sind eigentlich die Teams von Liverpool, Arsenal, Everton und Chelsea mit den „gleichnamigen“ Männerclubs verbunden? Haben die von sich aus Frauenfußballabteilungen gegründet, haben sie bestehende Frauen-Clubs übernommen, oder gibt es nur eine lose Kooperation?

Außerdem fällt auf, dass Manchester United der einzige große Name aus dem Männerfußball ist, der in der Women’s Super League NICHT vertreten ist.

laasee
laasee

The relationship with the parent club is very strange. Several years ago Fulham were the first English club to go fully professional but the owner Mohammed al-Fayed did not understand how the sexist thing works in football. He was told by the FA that they were going to have a full professional league. The FA basically lied and so he stopped the finance and the club has gone backwards…….currently in place 11 of the second league and most likely to be relegated. It was equally bad with Charlton after the mens team was relegated from the Premier League – they… Weiterlesen »