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2010

Der 1. FFC Frankfurt triumphiert in Duisburg

Der 1. FFC Frankfurt hat nach über zwei Jahren wieder ein Bundesligaspiel gegen den FCR 2001 Duisburg gewonnen. Auf eigenem Platz kassierten die Duisburgerinnen die erste Saisonniederlage und mussten sich nach neunzig Minuten dem FFC verdient mit 0:2 geschlagen geben.

Die in der Vergangenheit oft unsicher wirkende FFC-Abwehr hatte den stärksten Sturm der Liga gut im Griff, auch Top-Torschützin Inka Grings konnte im Spiel keine Akzente setzen. Die wiedergenesene Ariane Hingst stand in der Innenverteidigung über die vollen neunzig Minuten auf dem Feld und zeigte mit einem starken Auftritt, warum der FFC sie in den vergangenen Partien so schmerzlich vermisst hatte.

Starkes Spiel von Sara Thunebro „Wir müssen weiter an unserer Konzentration und dem konsequenteren Ausnutzen der sich uns bietenden Torchancen arbeiten“, hatte FFC-Trainer Sven Kahlert vor dem Gastspiel in Duisburg angekündigt. Einen konzentrierten Auftritt legten die Hessinnen hin, an der Chancenverwertung lässt sich noch arbeiten. Gerade die ansonsten sehr agile Conny Pohlers vergab einige weitere Möglichkeiten – entweder frei vor Duisburgs Torhüterin Ursula Holl (44.) oder durch Abbruch laufender Konter.

Dass die Frankfurterinnen mit Führung im Rücken in die Halbzeitpause gehen konnten, hatten sie Sara Thunebro zu verdanken. Die schwedische Nationalspielerin zeigte nicht nur ein starkes Spiel in der Abwehr, sondern hatte auch immer Möglichkeiten, sich auf der linken Außenbahn mit ins Offensivspiel einzubringen. Die 0:1-Führung gelang ihr nach 24 Minuten per Freistoß, und auch am 0:2 durch Dzsenifer Marozsán in der 63. Minute war Thunebro durch ein starkes Solo auf der linken Seite in der Vorbereitung beteiligt.

Duisburg zu harmlos Weit weniger gut war dagegen das Spiel des FCR über außen, was auch Trainerin Martina Voss-Tecklenburg ärgerlich stimmte, denn man könne „erwarten, dass die Mannschaft Ansagen umsetze.“ Ihre klare Ansage hieß, nicht immer durch die Mitte zu spielen, sondern die vorhandenen Stärken über die Außenbahnen zu nutzen.

Nach dem 0:1 zeigte der FCR eine starke Viertelstunde, war im Abschluss jedoch zu schwach und inkonsequent. In den zweiten 45 Minuten gelang den Gastgeberinnen nicht mehr viel. Von „gefühlten 100 Fehlpässen“ sprach die Trainerin, Nationalspielerin Simone Laudehr legte nach: „Wir haben immer die falschen Bälle gespielt.“ Duisburgs Woche der Wahrheit Noch ist für den FCR im Kampf um die Meisterschaft nichts verloren, doch schon in vier Tagen steht das Duell gegen den 1. FFC Turbine Potsdam an. Fahre die Mannschaft dann keine drei Punkte ein, „schauen wir auf den zweiten Platz“, so Voss-Tecklenburg. Sollte es tatsächlich zur zweiten Niederlage in Folge kommen, dürfte auch der Kampf um die Vize-Meisterschaft spannend werden, denn dann wäre plötzlich der 1. FFC Frankfurt wieder im Rennen.

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