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2010

Turbine-Express nicht zu stoppen, Grings macht es spannend

Beide in der Champions League verbliebenen deutschen Vertreter gewannen am Mittwochabend ihre Viertelfinal-Hinspiele. Doch während die Spielerinnen von Meister 1. FFC Turbine Potsdam nach dem klaren 5:0-Erfolg gegen Røa IL in den Genuss eines trainingsfreien Vormittags kamen und bereits für das Halbfinale planen können, wurde der FCR 2001 Duisburg für nachlassende Konzentration bestraft. Ausgerechnet ein Eigentor der treffsicheren Stürmerin Inka Grings sorgte beim 2:1-Sieg gegen Arsenal LFC dafür, dass man ohne Ruhepolster zum Rückspiel nach London reist.

Dabei hatten die Duisburgerinnen in der mit 5 145 Zuschauern nur spärlich besetzten MSV-Arena von Beginn an Druck auf den englischen Meister ausgeübt.

Duisburg: Starker Beginn, nachlassende Konzentration „Wir haben sehr gut angefangen, wir haben die wichtigen Zweikämpfe gewonnen – und wir haben zwei Tore geschossen; dann allerdings ließ die Konzentration etwas nach, das hat mir nicht gefallen“, so das Fazit von Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg. Arsenals Trainerin Laura Harvey räumte ein, dass Duisburg „mit seiner individuellen Klasse mehr Druck gemacht hat. Doch das enge Ergebnis lässt uns alle Chancen im Rückspiel.“

Little im Rückspiel gesperrt Nach einem Handspiel im Strafraum von Kim Little , die nach ihrer zweiten Gelben Karte im Wettbewerb für das Rückspiel gesperrt sein wird, erzielte Inka Grings per Elfmeter die Führung (24.). Weitere gute Torchancen durch Jennifer Oster, Femke Maes und erneut Grings wurden nicht genutzt. Doch nachdem Marina Hegering einen schönen Alleingang zum 2:0 abschloss (49.) schienen die Weichen für ein deutsch-deutsches Duell im Halbfinale gestellt. Duisburg war sich seiner Sache aber nun offenbar zu sicher.

Eigentor von Grings Linda Bresonik musste gegen die einschussbereite Rachel Yankey Kopf und Kragen riskieren, der Gegner fand nun besser in die Partie. Dennoch fiel der Gegentreffer unglücklich: Nach einem Freistoß von Little köpfte Grings den Ball ins eigene Netz (66.). In der Schlussphase drängten die „Löwinnen“ auf einen dritten Treffer – Femke Maes hatte Pech mit einem Heber auf die Latte (82.) – doch ein weiteres Tor wollte nicht mehr gelingen. „Jetzt sind wir gefordert, die Leistung der ersten Stunde in London noch einmal abzurufen“, so Voss-Tecklenburg. Arsenal-Routinier Faye White kündigte jedoch an: „Wir können viel besser spielen, als wir es heute gezeigt haben.“ Das Rückspiel findet bereits am Sonntag, 14. März, 14.00 Uhr, statt.

Turbine mit Anfangsproblemen Gelassen kann sich hingegen Turbine Potsdam auf das Rückspiel gegen Røa IL am 17. März in Oslo vorbereiten. Mit einem Fünf-Tore-Vorsprung im Gepäck steht das Team von Trainer Bernd Schröder mit mehr als einem Bein im Halbfinale. Doch in der Anfangsphase hatte Turbine Mühe ins Spiel zu finden, die mangelnde Spielpraxis war dem Team anzumerken.

Keßler trifft doppelt So verhinderte Turbine-Torhüterin Desiree Schumann bereits in der dritten Minute einen möglichen Rückstand, als sie Elise Thorsnes Flachschuss parierte. Nach dem 1:0 durch Nadine Keßler (20.) aus halblinker Position kam der Turbine-Express vor 1 496 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion aber ins Rollen. Viola Odebrecht erhöhte noch vor der Pause nach Vorarbeit von Fatmire Bajramaj auf 2:0 (43.). Babett Peter (49.), erneut Keßler (69.) und die eingewechselte Japanerin Yuki Nagasato (80.) sorgten für eine perfekte Ausgangsposition.

Røa unzufrieden Schröder meinte nach dem Spiel: „Wir hatten große Probleme, in die Partie zu finden. Desiree Schumann hat uns vor einem Rückstand bewahrt. Danach haben wir die Partie dominiert, das 5:0 ist ein gutes Ergebnis für das Rückspiel.“ Røa-Trainer Geir Nordby meinte: „Es gibt heute einen glücklichen und einen unglücklichen Trainer. Wir können nicht zufrieden sein.“

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