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2010

Champions League: Duisburg ohne Ando gegen Arsenal

Ein Pralinenseminar als Teambuilding-Maßnahme und verbilligte Tickets im Zoo – UEFA-Pokal-Sieger FCR 2001 Duisburg ließ im Vorfeld nichts unversucht, um sich und seine Fans auf das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Arsenal LFC am Mittwoch, 10. März, 19.30 Uhr, in der MSV-Arena einzustimmen. Doch ein misslicher Fauxpas trübt die Stimmung.

Denn die erst im Winter neu verpflichtete japanische Nationalspielerin Kozue Ando, die sich auch wegen des Reizes international spielen zu können, für einen Wechsel nach Duisburg entschied, darf aller Voraussicht nach in der diesjährigen Champions League gar nicht zum Einsatz kommen.

Fehler aus Unwissenheit „Wir lassen das derzeit noch prüfen, aber wir wollen kein Risiko eingehen, deswegen wird Ando in den Partien gegen Arsenal nicht spielen“, so Duisburgs Vorstandsvorsitzender Guido Lutz gegenüber Womensoccer . Hintergrund: Die internationale Meldefrist wurde nicht eingehalten. „Aus Unwissenheit wurde ein Fehler gemacht, was uns auch sehr leid tut, aber auch bei uns arbeiten nur Menschen.“

Aderlass bei Arsenal Trainerin Martina Voss-Tecklenburg meint in einer Mischung aus Diplomatie und Trotz: „Der Ausfall von Kozue Ando schränkt unsere Handlungsmöglichkeiten ein. So eine Spielerin fehlt nun, wenn es hart auf hart kommt. Aber wir haben bereits die ersten Runden ohne Ando geschafft.“ Auch ohne die Japanerin geht UEFA-Pokal-Sieger Duisburg als Favorit in die beiden Duelle mit dem englischen Meister binnen vier Tagen. Denn der Gegner von der Insel musste zahlreiche Abgänge verkraften und hat an Qualität eingebüßt. Trotz der Abgänge von Kelly Smith, Alex Scott, Karen Carney, Anita Asante und Lianne Sanderson ist man in London vom eigenen Leistungsvermögen überzeugt.

Gegner setzt auf Teamgeist „Unsere größte Stärke ist unser Teamgeist“, so Arsenal-Urgestein Jayne Ludlow . „Allein deswegen gewinnen wir manchmal Spiele, damit kommen andere nicht immer klar.“ Die Zuschauer dürfen sich also auf eine packende Auseinandersetzung freuen, denn der international erfahrene Gegner, UEFA-Pokal-Sieger von 2007, dürfte sich dennoch als harter Prüfstein erweisen, waren doch die Auftritte der Löwinnen in diesem Jahr bisher nicht immer überzeugend. Und die neue Trainerin Laura Harvey ergänzt: „Wir haben auch in diesem Jahr erst eine Niederlage in der Premiere League kassiert und sind wieder nationaler Titelfavorit. Meine Mannschaft zeichnet besonders ihre Ausgeglichenheit auf hohem Niveau aus.“

Die Null soll stehen Voss-Tecklenburg warnt: „Das ist eine ganz starke Mannschaft, die auf europäischem Top-Niveau spielt. Die Spielerinnen sind sehr athletisch und laufstark.“ Zum Rückspiel, das bereits am englischen Muttertag am kommenden Sonntag, 14. März, ausgetragen wird, würde man gerne mit einem Zu-Null-Sieg im Gepäck reisen. Dafür zählt man auch auf zahlreiche Unterstützung des Duisburger Publikums.

5 000er-Marke geknackt Eine Zuschauerzahl wie im vergangenen Jahr beim UEFA-Pokal-Finale in der MSV-Arena ist zwar Utopie – damals kamen über 28 000 – doch immerhin hat der Kartenverkauf in den vergangenen Tagen ein wenig angezogen, so dass inzwischen über Direktverkauf und Sponsorenaktionen mehr als 5 000 Tickets abgesetzt wurden. Und so hofft man in Duisburg, am Spieltag noch die 7 000er-Marke zu knacken. Tickets gibt es noch in ausreichender Stückzahl zu einem günstigen Preis (Sitzplatz 14 Euro, Stehplatz 8 Euro).

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