Algarve Cup: DFB-Elf zieht locker ins Finale ein

Von am 1. März 2010 – 22.13 Uhr 24 Kommentare

Auch der dritte Gegner der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft entpuppte sich beim diesjährigen Algarve Cup als Fallobst. Nach den deutlichen Siegen gegen Dänemark und Finnland kamen auch die Asiatinnen aus China unter die Räder.

Der Welt- und Europameisterschaft durfte sich am Ende über einen 5:0 (3:0)-Sieg freuen und beendet die Gruppenphase mit drei Siegen aus drei Spielen und einem Torverhältnis von 16:0.

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Im Finale am Mittwoch (17.00 Uhr) geht es nun gegen die USA, die dank eines 2:0-Siegs gegen Schweden das Endspiel erreichten.

Neuauflage des Finales von 2006
„Wir freuen uns, dass wir im Finale stehen. Es ist immer schön, ein Endspiel zu erreichen“, so DFB-Trainerin Silvia Neid nach dem ersten Finaleinzug seit 2006. Damals bezwang man die Amerikanerinnen im Elfmeterschießen und gewann zum bisher einzigen Mal den Algarve Cup.

Vier Änderungen in der Startelf
Die auf vier Positionen gegenüber dem Finnland-Spiel veränderte deutsche Mannschaft – Ursula Holl, Célia Okoyino da Mbabi, Fatmire Bajramaj und Sonja Fuss kamen für Nadine Angerer, Inka Grings, Melanie Behringer und Saskia Bartusiak – ging früh in Führung.

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Zwei Treffer von Mittag
Bereits in der zweiten Spielminute fand eine lange Flanke von Kerstin Garefrekes den Weg ins Tor. Anja Mittag erhöhte nach Vorarbeit von Célia Okoyino da Mbabi per Kopf auf 2:0 (15.). Noch vor der Pause schraubte Mittag die Führung der überlegenen Deutschen auf 3:0 (42.).

Erste Länderspieltore für Turbine-Duo
Trotz dreier Wechsel – Alexandra Popp, Melanie Behringer und Inka Grings kamen für Krahn, Garefrekes und Mittag – ließ die DFB-Elf nichts anbrennen. Babett Peter gelang ihr erstes Länderspieltor (75.), Jennifer Zietz sorgte in der Nachspielzeit ebenfalls mit ihrem ersten Treffer im Nationaldress für den Endstand, nachdem zuvor Li Danyang die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (80.).

Finale ohne Krahn
„Ich bin sehr zufrieden mit den Leistungen in der Vorrunde“, so das positive Fazit Neids. Annike Krahn wird im Finale nicht zur Verfügung stehen, da sie wegen Klausuren bereits am Dienstag nach Deutschland zurückfliegt. Nach der 0:1-Niederlage gegen die USA in Augsburg im vergangenen Herbst bekommt die DFB-Elf also frühe Gelegenheit zur Revanche.

Statistik zum Spiel

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • SiggiDitsche sagt:

    @laasee deiner Einschätzung kann ich mich nur anschliessen. Unsere „Bundestrainerin“ hat beim AC immer experimentiert…da ja auch gern von Stammpersonal verzichtet wurde (natürlich nur wg. Verletzungen bzw. Schule/Studium..) auf die Teilnahme. Ich bin mir so ziemlich sicher das wir die Finnlandfahrerinnen fast vollständig auch die nächsten Jahre, mindestens bis zur WM sehen werden. Ihre Quotenaufstellung 5 Spielerinnen Duisburg, Potsdam und Frankfurt plus Einzelspielerinnen wie Celia, Martina, Sonni und Kim wird sich auf wundersame Weise immer „durchsetzen“. Das Beispiel der 40 Monate Inka..Verzicht von @laasee kann durch eine Vielzahl anderer Fehler bei vergangenen Turnieren belegt werden. Ein Klassiker war für mich die Olympiade 2008, mit dem „permanenten“ Einsatz der damaligen Torschützenkönigin der BL Conni Pohlers im gesamten Turnier. Es war leider bei Frau Neid schon immer ein klares Prinzip, zwischen den Turnieren darf jede sich mal zeigen und zum Turnier nehme ich meine „…..“ mit. Weiterhin sind auch schon zu viele sonderbare Parallelen zur Männernatio / Männerschiedsrichter erkennbar, wo man nur froh sein kann das die Medien dieses Fass noch nicht auf gemacht haben. Ja der Spruch mit dem Geld/Charakter scheint zu stimmen….schade

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  • Detlef sagt:

    Also jetzt will ich hier auch mal kräftig mit-rumnölen!!!
    Warum muß konstruktive Kritik, an wem auch immer, immer wieder mit rumnölen, rumjammern, oder rumhacken bezeichnet werden???
    Vielleicht müssen wir hier noch eine diktatorische Zensur einführen, damit ja nix negatives über wen auch immer geschrieben wird???
    Versteht man das unter Diskussion???
    Ich finde es zumindest sehr interessant, wie viele unterschiedliche Meinungen es zu ein und dem selben Thema gibt!!!
    Aber WARUM muß man sich dann hier gegenseitig so runter machen???
    Haben hier vielleicht einige ein Persönlichkeitsproblem???
    @Markus,
    entschuldige bitte, falls ich mich hier im Ton und in der Wortwahl vergriffen haben sollte!!!

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  • djane sagt:

    @laasee, first of all, none of us knows exactely about the differences between Neid and Grings, so I think it wasn’t only Neids mistake that Inka didn’t play for years.
    And in my opinion, Marta’s penalty miss was not only the reason why Germany won the Title in 2007. The german team had a good condition and they really wanted to win this title- so the mental aspect was quite important, and this includes a good coaching from all the persons behind this team.
    Last, but not least, women’s football is still a developing process- we are not perfect, concerning the National Team and the Bundesliga, but I really think that with Neid we are on a good way at the moment. So let’s see what happens tomorrow in the Final(s, U19 is playing against the US as well) 😉

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  • KarlMai sagt:

    > Weiterhin sind auch schon zu viele sonderbare Parallelen zur Männernatio / Männerschiedsrichter erkennbar, wo man nur froh sein kann das die Medien dieses Fass noch nicht auf gemacht haben.

    ?

    Sowas fällt für mich nicht unter „konstruktive Kritik“. Das klingt nach verschwörungstheoretischem Geraune über die finsteren Mächte *gähn*

    Und wenn sowas kommt, dann darf man sich nicht wundern, dass von anderer Seite auch mal der Begriff „Rumnölen“ fällt…

    Der Fairness halber sei es erwähnt, im selben Post gibt es auch Ansätze, die man sachlich diskutieren kann.

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