Turbine Potsdam holt erneut DFB-Hallenpokal

Von am 23. Januar 2010 – 17.01 Uhr 29 Kommentare

Meister 1. FFC Turbine Potsdam hat in Magdeburg zum dritten Mal in Folge den DFB-Hallenpokal gewonnen. Im Finale setzte sich das Team von Trainer Bernd Schröder vor 4 341 Zuschauern souverän gegen Vizemeister FC Bayern München durch. Turbine stellte am Ende auch die beste Spielerin des Turniers.

Tore von Stefanie Draws (6.), Nadine Keßler (7.) und Fatmire Bajramaj (11.) sorgten für den 3:0-Sieg gegen die Münchnerinnen und den dritten Hallentitel nach 2008 und 2009, der ohne Punktverlust und mit einem Torverhältnis von 22:3 in überzeugender Manier unter Dach und Fach gebracht wurde.

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Bajramaj wurde zudem zur besten Spielerin des Turniers gekürt. Torschützenkönigin wurde Alexandra Popp (FCR 2001 Duisburg), Kathrin Längert (FC Bayern München) wurde zur besten Torhüterin des Turniers ausgezeichnet. „Wir haben als Team stark gearbeitet und sind vielleicht bereits etwas weiter als die Konkurrenz“, so Bajramaj. Turbine-Trainer Bernd Schröder erklärte: „Wir haben eine ausgeglichene Mannschaft und sind topfit, weil wir schon viel gearbeitet haben, das macht in der Summe aus, dass wir so gut gespielt haben. Darauf können wir aufbauen.“

Spannendes Halbfinals
Im Halbfinale hatten Potsdam und München viel Mühe gehabt, Turbine bezwang Überraschungsteam  1. FC Saarbrücken mit 2:1, die Bayern setzten sich erst nach Neunmeterschießen mit 8:7 gegen den FF USV Jena durch, nachdem es nach regulärer Spielzeit 2:2 gestanden hatte. Schon im Viertelfinale hatte das Team von Trainer Günther Wörle das Neunmeterschießen benötigt, um den 1. FFC Frankfurt mit 9:8 in die Schranken zu verweisen, zuvor hatte es 1:1 gestanden.

Erneuter Viertelfinal-K.o. für Duisburg
Für UEFA-Pokal-Sieger FCR 2001 Duisburg kam trotz Bestbesetzung wie schon im Vorjahr das Aus im Viertelfinale. Nachdem man die eigene Vorrundengruppe noch ungeschlagen auf Platz 1 beendet hatte, schieden die Löwinnen mit 3:5 gegen den 1.FC Saarbrücken aus – im Vorjahr war man frühzeitig an der SG Essen-Schönebeck gescheitert. „Man kann nicht zufrieden sein, wenn wir mit einer so starken Mannschaft, gespickt mit Welt- und Europameisterinnen, schon im Viertelfinale gegen einen Aufsteiger ausscheiden“, so ein enttäuschter Vereinsvorsitzender Guido Lutz. Trainerin Martina Voss-Tecklenburg ordnete für Sonntag gar ein Sondertraining an.

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DFB-Hallenpokal seit 1994
Der DFB-Hallenpokal wird seit 1994 mit allen zwölf Frauenfußball-Bundesligisten ausgetragen. Seine Premiere feierte das Turnier in Koblenz, wo es bis 1996 stattfand, weitere Austragungsorte waren Frankfurt, Dessau und Bonn. In der ehemaligen Hauptstadt war man von 2000 bis 2008 zu Gast, dann folgte der Wechsel nach Magdeburg, um mit einer größeren Halle dem wachsenden Zuschauerinteresse Rechnung zu tragen.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

29 Kommentare »

  • Dirk sagt:

    @Mini

    Du hast es offensichtlich wirklich nicht verstanden…

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  • Peter sagt:

    Ich bin wirklich traurig über das, was ich hier so lese. Vielleicht bin ich auch nicht wirklich auf der Höhe der Wirklichkeit, aber bisher dachte ich immer, dass es beim FF noch so eine Art heile Welt gibt. Scheinbar habe ich da bisher auf eine entfernten Wolke gelebt.
    Ich selber komme aus den Niederungen des FF, aus den untersten Spielklassen. Dort ist für meine Begriffe ein gehöriger Unterschied zwischen MF und FF zu spüren. Wo es an den Wochenenden beim MF reihenweise Beleidigungen unter der Gürtellinie bis hin zu blutigen Schlägereien kommt, geht es beim FF fast kuschelig zu.
    Und ich dachte bisher, dies zieht sich bis in die FBuli durch. Aber scheinbar ziehen dort jetzt auch so langsam die ahnungsbefreiten „Fans“ ein und provozieren sogar schon Spielerinnen von Angesicht zu Angesicht. Traurig und Armselig nenne ich das.
    Die Reaktion von Mandy Islacker (wenn es denn wirklich und wortwörtlich so war) ist zwar auch nicht gerade Ladylike, aber ich sags euch, ich kann sie verstehen, gerade wenn es so ist, wie ihr hier schreibt, dass die Bayernfrauen egal wo sie erscheinen ausgepfiffen und ausgebuht werden.
    Man sagt ja gerne mal: Neid muss man sich hart erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt! Aber dieser Neid ist bei den Bayernfrauen doch absolut fehl am Platze. Dort ist alles hart erarbeitet, nichts erkauft wie in der Männerabteilung. Ich habe größten Respekt vor den Mädels und dem gesamten Team, die noch lange nicht auf dem Niveau sind (sportlich wie wirtschaftlich), wie TP FCR oder FFC F.

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  • Stefan sagt:

    was ihr euch alle so aufregt…

    das war doch nur ein nicht ernstgemeintes „auf wiedersehen“…ihr regt euch auf als wäre sie bis aufs übelste beleidigt worden..

    ich kann mir vorstellen,dass das nicht bösgemeint war…wie vieles was man im stadion so loslässt..
    da muss man drüberstehen als spieler/in!!!!!!

    das mit den Buh-Rufen war nicht in ordnung…aber es steht hier auch nicht drin dass da Mini mitgemacht hat…

    „Humor ist wenn man trotzdem lacht“ – nehmt nicht immer alles so verdammt ernst,ey…

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  • Dirk sagt:

    das nicht ernst gemeinte „Auf Wiedersehen“ war nichts weiter als Häme und Spott, und das braucht kein Mensch…

    Also verständlich, wenn man sich darüber aufregt. Und auch kein Wunder, dass nicht alle Spieler und Spielerinnen sich eine engen Umgang mit Fans wünschen. Vor Allem, wenn man sich anschaut, was da zum Teil für Leute rumrennen…

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  • Stefan sagt:

    ich denke,dass thema könnte man trotzdem mal beenden..wir waren nicht dabei also können wir nciht richtig drüber urteilen..

    das hängt im grunde doch davon ab wie man es gesagt hat (tonfall..etc)…und keiner von uns war da…und kann das nachvollziehen..

    also… PUNKT!!!

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  • Dirk sagt:

    man kann es sich aber lebhaft vorstellen 🙂

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Dirk

    > man kann es sich aber lebhaft vorstellen 🙂

    Dann könnte man aber auch urteilen, Du hättest eine schmutzige Phantasie… 😉

    Manchmal könnte man meinen, dass derartige Tendenzen, wenn sie an Schärfe in den nächsten Jahren zunehmen, haben wir irgendwann auch Hooligans im FF, und dann ist es mit der teilweisen Idylle und guten Stimmung vorbei!
    Erst Recht, wenn die Aktiven selbst noch die „Stimmung“ anheizen, wie im Beispiel, wo in Aschheim nach ihrem Sieg die HSV-Ladies skandieren „Scheiß Werder Bremen, scheiß St. Pauli!“, wie ich bereits hier schonmal schrieb!

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  • psychio sagt:

    @Schenschtschina Futbolista

    und was die fans des hsv gesungen haben war auch übel die so wurde nicole als neger besungen und auch sonst absolut üble sachen ich stand neben denen

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wie sagt man in solchem Falle oft:Wie der Herr, so dass Gescherr!
    Solche Vorkommnisse sind unserem geliebten Sport einfach unwürdig hoch 18! Leider hat der DFB offenbar keinerlei Sanktionen erlassen – die Rückmeldung, um die ich bei der Anzeige gebeten hatte, blieb jedenfalls aus…

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