Turbine Potsdam holt erneut DFB-Hallenpokal
Meister 1. FFC Turbine Potsdam hat in Magdeburg zum dritten Mal in Folge den DFB-Hallenpokal gewonnen. Im Finale setzte sich das Team von Trainer Bernd Schröder vor 4 341 Zuschauern souverän gegen Vizemeister FC Bayern München durch. Turbine stellte am Ende auch die beste Spielerin des Turniers.
Tore von Stefanie Draws (6.), Nadine Keßler (7.) und Fatmire Bajramaj (11.) sorgten für den 3:0-Sieg gegen die Münchnerinnen und den dritten Hallentitel nach 2008 und 2009, der ohne Punktverlust und mit einem Torverhältnis von 22:3 in überzeugender Manier unter Dach und Fach gebracht wurde.
Bajramaj wurde zudem zur besten Spielerin des Turniers gekürt. Torschützenkönigin wurde Alexandra Popp (FCR 2001 Duisburg), Kathrin Längert (FC Bayern München) wurde zur besten Torhüterin des Turniers ausgezeichnet. „Wir haben als Team stark gearbeitet und sind vielleicht bereits etwas weiter als die Konkurrenz“, so Bajramaj. Turbine-Trainer Bernd Schröder erklärte: „Wir haben eine ausgeglichene Mannschaft und sind topfit, weil wir schon viel gearbeitet haben, das macht in der Summe aus, dass wir so gut gespielt haben. Darauf können wir aufbauen.“
Spannendes Halbfinals Im Halbfinale hatten Potsdam und München viel Mühe gehabt, Turbine bezwang Überraschungsteam 1. FC Saarbrücken mit 2:1, die Bayern setzten sich erst nach Neunmeterschießen mit 8:7 gegen den FF USV Jena durch, nachdem es nach regulärer Spielzeit 2:2 gestanden hatte. Schon im Viertelfinale hatte das Team von Trainer Günther Wörle das Neunmeterschießen benötigt, um den 1. FFC Frankfurt mit 9:8 in die Schranken zu verweisen, zuvor hatte es 1:1 gestanden.
Erneuter Viertelfinal-K.o. für Duisburg Für UEFA-Pokal-Sieger FCR 2001 Duisburg kam trotz Bestbesetzung wie schon im Vorjahr das Aus im Viertelfinale. Nachdem man die eigene Vorrundengruppe noch ungeschlagen auf Platz 1 beendet hatte, schieden die Löwinnen mit 3:5 gegen den 1.FC Saarbrücken aus – im Vorjahr war man frühzeitig an der SG Essen-Schönebeck gescheitert. „Man kann nicht zufrieden sein, wenn wir mit einer so starken Mannschaft, gespickt mit Welt- und Europameisterinnen, schon im Viertelfinale gegen einen Aufsteiger ausscheiden“, so ein enttäuschter Vereinsvorsitzender Guido Lutz. Trainerin Martina Voss-Tecklenburg ordnete für Sonntag gar ein Sondertraining an.
DFB-Hallenpokal seit 1994 Der DFB-Hallenpokal wird seit 1994 mit allen zwölf Frauenfußball-Bundesligisten ausgetragen. Seine Premiere feierte das Turnier in Koblenz, wo es bis 1996 stattfand, weitere Austragungsorte waren Frankfurt, Dessau und Bonn. In der ehemaligen Hauptstadt war man von 2000 bis 2008 zu Gast, dann folgte der Wechsel nach Magdeburg, um mit einer größeren Halle dem wachsenden Zuschauerinteresse Rechnung zu tragen.