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2009

Steigt ALNO aus dem Frauenfußball aus?

Der vor etwas mehr als einem Jahr abgeschlossene Vertrag des Küchenherstellers ALNO mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Hauptsponsor der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft läuft noch bis zum 31. Dezember 2012. Doch ALNO erwägt einen frühzeitigen Ausstieg.

ALNO-Vorstandschef Jörg Deisel erklärt gegenüber dpa: „Wir überprüfen gerade, ob die ALNO mit ihrem Anspruch, ein technisches Produkt zu machen, im Frauenfußball gut reflektiert wird.“, Er sei unsicher, ob es eine gute Entscheidung seiner Vorgänger gewesen sei, ausgerechnet im Frauenfußball als Sponsor aufzutreten.

Den Euro zweimal umdrehen Derzeit würden mit dem DFB Gespräche über einen möglichen Ausstieg geführt werden. „Es ist aber noch nichts entschieden“, so Deisel. ALNO hat in den vergangenen Jahren regelmäßig Verluste gemacht, die Werke sind nur noch zu 45 Prozent ausgelastet und Schließungen ganzer Standorte sind wahrscheinlich. „Wir haben im Moment viele Baustellen, auf denen wir auch Geld brauchen. Wir sind eben nicht ein Unternehmen wie Siemens oder Mercedes Benz, wo es auf den Euro nicht ankommt.“

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen einen Verlust von 0,9 Millionen Euro vermeldet, ein Jahr zuvor waren es gar 49,5 Millionen Euro. Die Konzernzentrale wird Mitte 2010 von Pfullendorf nach Düsseldorf verlagert.