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2009

Anpfiff zur neuen Bundesligasaison

Am heutigen Sonntag startet die Frauenfußball-Bundesliga in ihre neue Saison. Nach dem gewonnenen EM-Titel der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft hoffen die zwölf Teams auf wachsenden Zuschauerzuspruch, erneut gelten Meister 1. FFC Turbine Potsdam, Vizemeister FC Bayern München, UEFA-Pokalsieger FCR 2001 Duisburg und der 1. FFC Frankfurt zu den Topkandidaten auf den Meistertitel. Doch auch andere Teams verfolgen ambitionierte Ziele.

Potsdam gilt dank überzeugender Neuverpflichtungen erneut als einer der heißesten Titelanwärter. Fatmire Bajramaj kam genauso wie Corina Schröder aus Duisburg und soll im Team von Trainer Bernd Schröder das Kreativspiel im Mittelfeld beleben.

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Hinzu holte man vom 1. FC Saarbrücken Nadine Keßler und Josephine Henning, zwei der viel versprechenden Talente im deutschen Frauenfußball. „Wir haben noch nie eine solch umfangreiche Vorbereitungsphase absolviert“, so Schröder, der allerdings die derzeitige Leistungsfähigkeit seines Teams noch nicht richtig einschätzen kann. „Wir wissen noch nicht wirklich, wo wir stehen“, räumt er ein.

Viele Alternativen Das liegt vor allem daran, dass durch die späte Rückkehr der sechs Europameisterinnen das Team erst einmal in Optimalbesetzung antreten konnte. Während Marie-Louise Bagehorn wegen einer Oberschenkelverletzung passen muss, sind sonst alle Spielerinnen einsatzfähig, wenngleich teilweise noch angeschlagen (Bianca Schmidt, Nadine Keßler) oder etwas ausgelaugt (Babett Peter). „Der Konkurrenzkampf war noch nie so groß“, beschreibt Schröder das für einen Trainer angenehme Luxusproblem, das sein Team auch unter den Bundestrainern zum Favoriten werden lässt.

Verletzungssorgen in München Vizemeister FC Bayern München plagen derzeit ganz andere Sorgen. Anfang der Woche zog sich Stefanie Mirlach einen Außenbandriss und Innenband-Anriss im linken Knie zu und vergrößerte damit die Probleme von Trainer Günther Wörle, der verletzungsbedingt auf Nina Aigner, Sylvie Banecki, Isabell Bachor, Corinna Paukner, Katharina Würmseer, Ivana Rudelic, Viki Schnaderbeck verzichten muss und darüber hinaus Vanessa Bürki (Schweiz) und Carolina Pini (Italien) für WM-Qualifikationsspiele abstellen muss. Die Schweizer Stürmerin hat sich inzwischen ebenfalls verletzt. „Damit werden gegen Essen voraussichtlich U17-Europameisterin Annika Doppler und Österreichs Nationalspielerin Carina Wenninger ihr Anfangsdebüt in der Bundesliga feiern“, so Wörle.

Standortbestimmung Auch beim UEFA-Pokal- und DFB-Pokalsieger FCR 2001 Duisburg ist die personelle Situation angespannt. So fehlen Neuerwerbung Ursula Holl im Tor genauso wie Jennifer Oster, Fehlen werden dem Team auch Femke Maes, die mit der belgischen Nationalmannschaft in Wales in die WM-Qualifikation startet und Lena Wermelt, die sich auf einer Schulabschlussreise befindet. Der Einsatz von Stürmerin Inka Grings war lange fraglich, doch sie sollte zumindest eine Zeitlang spielen können. „Ich bin wirklich sehr gespannt, wie wir in Hamburg auftreten werden“, erklärt Trainerin Martina Voss, deren fünf Europameisterinnen nach dem Turnier in Finnland nur eine kurze Verschnaufpause hatten. Die Saisonziele sind dennoch wieder hoch gesteckt. „Einen Titel wollen wir auf jeden Fall holen, am liebsten die Meisterschaft, weil uns das schon lange nicht mehr gelungen ist“, so Voss.

Frankfurt will wieder mitmischen Der 1. FFC Frankfurt möchte beweisen, dass die vergangene verpatzte Saison nur ein Ausrutscher war . Dafür holten die Frankfurterinnen Nachwuchstalent Dzsenifer Maroszan an den Main, zudem soll die schwedische Nationalverteidigerin Sara Thunebro für mehr Stabilität in der Abwehr sorgen. Im Sturm setzt man die Hoffnungen auf die spanische Nationalstürmerin Laura del Rio, die vom FC Indiana aus den USA nach Deutschland wechselte. „Unsere gesamte Konzentration gilt vom ersten Spieltag an unseren klaren Zielen wieder um die Meisterschaft und den DFB-Pokal mitzuspielen”, gibt Trainer Günter Wegmann die Zielsetzung vor. Doch auch Frankfurt kann man nicht aus dem Vollen schöpfen. Ariane Hingst fehlt genauso wie Conny Pohlers, Sarah Schatton und Svenja Huth.

Viele Transfers und zunehmende Internationalisierung Auch die anderen Bundesligisten blieben auf dem Transfermarkt nicht untätig. Der SC 07 Bad Neuenahr nahm die beiden Südkoreanerinnen Yunhee Cha und Hee-Young Park unter Vertrag, dem 1. FC Saarbrücken gelang in der Verpflichtung der nigerianischen Nationalstürmerin und zweimaligen Fußballerin Afrikas Cynthia Uwak ein echter Coup. Der FF USV Jena verpflichtete nach den guten Erfahrungen der vergangenen Saison einen weitere Afrikanerin, Marlyse Bernadette Ngo Ndoumbouk aus Kamerun soll das Team verstärken.