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2009

Deutschland – Frankreich: Spielerinnen in der Einzelkritik

Im zweiten Spiel der Frauenfußball-Europameisterschaft in Finnland gelang der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft ein klarer 5:1-Sieg gegen Frankreich. Womensoccer unterzieht die Spielerinnen einer individuellen Bewertung.

Nadine Angerer Wie gegen Norwegen verlebte die deutsche Nummer Eins auch gegen Frankreich in der ersten Halbzeit einen ruhigen Nachmittag. In den zweiten 45 Minuten musste sie erstmals im Turnier hinter sich greifen. Beim Tor war sie machtlos, sonst war sie der gewohnt sichere Rückhalt.

Bianca Schmidt Zum zweiten Mal in Folge verdrängte die Potsdamer Verteidigerin Kerstin Stegemann aus der Startformation. Ließ auf der rechten Außenbahn zumeist nichts anbrennen, leistete sich aber diesmal anders als gegen Norwegen einige Schnitzer.

Ariane Hingst Ähnlich wie gegen Norwegen war die Frankfurter Innenverteidigerin in der ersten Halbzeit stärker. macht unter dem französischen Druck der zweiten Halbzeit Fehler und wusste sich oft nur mit weiten Bällen nach vorne zu helfen. Sollte noch mit mehr Übersicht agieren.

Annike Krahn Der Duisburger Innenverteidigerin gelang in ihrem 53. Länderspiel mit einem Distanzschuss das vierte Länderspieltor. Spielerisch nicht immer eine Augenweide, doch sie ist meist zur Stelle, wenn es gilt, Fehler kompromisslos auszubügeln.

Babett Peter Löste anders als im Spiel gegen Norwegen ihre Aufgabe nicht immer fehlerfrei. In manchen Aktionen war sie gegen die flinken französischen Stürmerinnen zu zaghaft, wie etwa gegen Elodie Thomis Mitte der zweiten Halbzeit. Dennoch insgesamt eine solide Leistung der Potsdamerin.

Kim Kulig Die Spielerin des Spiels gegen Norwegen musste diesmal nach einer guten Stunde vom Feld. Doch sie bewies erneut eine erstaunliche Präsenz auf ihrer Position im defensiven Mittelfeld. Spielte mit viel Selbstvertrauen, muss aber noch mehr nach hinten arbeiten.

Linda Bresonik Hatte auch diesmal ein wenig Glück, dass ihr Elfmeter wie gegen Norwegen den Weg ins Tor fand. Technisch versiert, ging sie diesmal zumeist mit viel Übersicht zu Werke und zog die Fäden im deutschen Spiel. Wurde anschließend zur Spielerin des Spiels gewählt.

Kerstin Garefrekes Die Frankfurter Mittelfeldspielerin kam, obwohl sehr bemüht, auch gegen Frankreich nie so recht in Schwung. Von den kraftvollen Antritten am rechten Flügel, die sie früher auszeichneten, ist derzeit nur wenig zu sehen. Kann sich nicht so in Szene setzen, wie ihre Mitspielerinnen.

Melanie Behringer Spielte diesmal nur 45 Minuten, gehörte aber eindeutig wieder zu den Stärkeren im Team. Über die linke Seite versuchte sie immer wieder Druck auszuüben. Starke Freistöße und Ecken sorgen immer wieder für Unruhe, ihr gelang der wichtige dritte Treffer. Muss aber noch präziser werden.

Inka Grings Gegen Norwegen wurde ihr ein Kopfballtreffer wegen Abseits noch verwehrt, diesmal drückte sie den Ball über die Linie, nachdem sie zuvor Birgit Prinz den Ball mustergültig aufgelegt hatte. Wirkte noch entschlossener als zum Auftakt und beschäftigte immer wieder die französische Defensive.

Birgit Prinz Sie glänzte unter den Augen ihres Managers Siegfried Dietrich als zweifache Torvorbereiterin. Zögerte vor der Pause zu lange, als sie das 3:0 auf dem Fuß hatte. Schafft mit ihrer Präsenz Räume für ihre Mitspielerinnen, findet aber noch nicht richtig ins Spiel. Ein Tor würde ihr gut tun.

Célia Okoyino da Mbabi War in dem für sie besonderen Spiel nicht so auffällig wie zum Auftakt der EM gegen Norwegen. Kam aber auch zu einem Zeitpunkt ins Spiel, als die Französinnen mehr Spielanteile hatten und die deutsche Elf nicht mehr so zielgerichtet agierte, wie in der ersten Halbzeit.

Saskia Bartusiak Kam für Kim Kulig ins Spiel und fiel bei ihrem EM-Debüt nur einmal besonders auf, als sie sich eine Gelbe Karte einfing. Doch auch für sie war es wie für Da Mbabi schwer, richtig Bindung ans deutsche Spiel zu finden. Vielleicht darf sie gegen Island noch einmal ran.

Simone Laudehr Feierte nach ihrer Knieverletzung ein gelungenes Comeback. Am Anfang hatte sie noch etwas Probleme, später fand sie besser in die Partie und stieß mal über links, mal über rechts nach vorne. In der Schlussminute setzte sie mit einem kraftvollen Schuss den Schlussakkord.

Schlagwörter: A-Nationalmannschaft • Europameisterschaft 2009