Kreuzbandriss – warum es Frauen häufiger erwischt

Von am 19. August 2009 – 13.06 Uhr

Bei Frauen reißt beim Fußball das Kreuzband im Knie deutlich häufiger als bei Männern. Schuld daran sind eine andere Knieachse und ein weniger stabiles Gelenk. Richtig aufgewärmt, kann man einige Verletzungen vermeiden.

na_alleswas_dunkel_200x62Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelt Steffi M. vom Platz. Die Stürmerin aus Duisburg greift sich immer wieder ans Knie. Im Krankenhaus bekommt sie die befürchtete, niederschmetternde Diagnose: Kreuzbandriss. Eine der der schlimmsten Verletzungen, die man oder besser gesagt „frau“ sich beim Sport überhaupt zuziehen kann.

Anzeige

Mit der Verletzung ist Steffi M. nicht alleine in ihrer Mannschaft. Ihre Stürmerkollegin hat sich dieselbe Verletzung bereits zweimal zugezogen und auch eine Mannschaftskameradin aus dem Mittelfeld fällt bereits die halbe Saison mit dieser Knieverletzung aus.

So gemein das ist, aber Frauen neigen eher zu Knieverletzungen als ihre männlichen Kollegen. Bei Sportlerinnen und besonders bei Fußballerinnen reißt das Kreuzband bis zu zehnmal häufiger als bei den Herren der Schöpfung. Das liegt an einer unterschiedlich gebauten Knieachse und einer niedrigeren Gelenkstabilität.

2/3 der Kreuzbandrisse passieren ohne Fremdeinwirkung
Zwar soll die Zahl der Knieverletzungen insgesamt bei Männern und Frauen fast gleich hoch sein, doch bei den weiblichen Patienten kommen schwere Knieverletzungen, wie eben der Kreuzbandriss, deutlich häufiger vor. Auffallend ist, dass zwei von drei Verletzungen ohne äußere Einwirkung passieren. Besonders anfällig sind die Frauenknie bei Stopps, Drehungen und Landungen mit gestrecktem Knie sowie bei Stürzen nach hinten mit gebeugtem Kniegelenk.

Um zu erklären, warum Frauen-Kreuzbänder schneller reißen, muss man die genauen anatomischen Unterschiede der männlichen und weiblichen Knie anschauen. Kreuzbänder von Frauen sind in der Regel schmaler und können Belastungen schlechter absorbieren. Frauen neigen zusätzlich zu X-Beinen. Darunter leidet die Gelenkstabilität. Als Folge müssen die Kreuzbänder beispielsweise bei Drehungen und Stopp- und Go-Bewegungen öfter eine Belastung auffangen.

Thema für Sportmediziner
Um die Zahl der Kreuzbandverletzungen zu reduzieren, haben sich einige Sportwissenschaftler des Problems angenommen mit dem Ziel, eine präventive Therapie zu entwickeln. Beispielsweise gibt es eine Gruppe norwegischer Sportmediziner, die ein Trainingsprogramm „die Elf“ bei 2.000 Fußballerinnen zwischen 13 und 17 Jahren getestet hat.

Zu dem Training gehören neben einem intensiven Aufwärmprogramm diverse Stabilitäts- und Kräftigungsübungen, unter anderem auf Wackelbrettern und Weichschaummatten. Waren die Trainer entsprechend instruiert, konnte durch das Programm „die Elf“ die Zahl der Knieverletzungen deutlich reduziert werden.

Aus den USA stammt ein anderes Programm, das ohne Hilfsmittel auskommt. Das PEP (Prevent Injuries and Enhance Performance) Programm ist ein 30-minütiges Training, das aus Kräftigungsübungen, Stretching, sportartspezifischen Laufwegen und Richtungswechseln sowie plyometrischen Trainingsanteilen (Reaktivkraftübungen) besteht. Auch dieses Programm ließ die Zahl der Verletzungen der unteren Extremitäten deutlich zurückgehen.

Wichtig ist vor allem, dass die Beinmuskulatur gekräftigt ist und frau gut aufgewärmt in jedes Training geht. Dann ist die Chance höher, dass sie vor dem Kreuzbandriss verschont bleibt.
Die „die Elf“ DVD kann man hier bestellen

Das PEP gibt es kostenlos als Download (englisch) auf www.aclprevent.com

Bundesliga 2019/20
16.08.19 18.30 Uhr 1. FFC Frankfurt 3 Turbine Potsdam 2 17.08.19 13.00 Uhr FF USV Jena 1 TSG Hoffenheim 6 17.08.19 13.00 Uhr SC Freiburg 1 Bayern München 3 18.08.19 14.00 Uhr 1. FC Köln 2 MSV Duisburg 1 18.08.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg 1 SC Sand 0 18.08.19 14.00 Uhr SGS Essen 3 Bayer Leverkusen 1 23.08.19 19.15 Uhr Bayern München 1. FFC Frankfurt 24.08.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim 1. FC Köln 25.08.19 14.00 Uhr MSV Duisburg VfL Wolfsburg 25.08.19 14.00 Uhr SC Sand SGS Essen 25.08.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam FF USV Jena 25.08.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SC Freiburg 13.09.19 19.15 Uhr 1. FC Köln Turbine Potsdam 15.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg TSG Hoffenheim 15.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg SC Sand 15.09.19 14.00 Uhr Bayern München Bayer Leverkusen 15.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt FF USV Jena 15.09.19 14.00 Uhr SGS Essen MSV Duisburg 20.09.19 19.15 Uhr TSG Hoffenheim SGS Essen 21.09.19 13.00 Uhr Turbine Potsdam VfL Wolfsburg 22.09.19 14.00 Uhr SC Sand Bayern München 22.09.19 14.00 Uhr FF USV Jena 1. FC Köln 22.09.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen 1. FFC Frankfurt 22.09.19 14.00 Uhr MSV Duisburg SC Freiburg 27.09.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen SC Sand 28.09.19 13.00 Uhr SGS Essen Turbine Potsdam 29.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt 1. FC Köln 29.09.19 14.00 Uhr Bayern München MSV Duisburg 29.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg TSG Hoffenheim 29.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg FF USV Jena 11.10.19 19.15 Uhr 1. FC Köln VfL Wolfsburg 12.10.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim Bayern München 13.10.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FFC Frankfurt 13.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena SGS Essen 13.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg Bayer Leverkusen 13.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam SC Freiburg 18.10.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen TSG Hoffenheim 20.10.19 14.00 Uhr SC Sand MSV Duisburg 20.10.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt VfL Wolfsburg 20.10.19 14.00 Uhr SC Freiburg FF USV Jena 20.10.19 14.00 Uhr SGS Essen 1. FC Köln 20.10.19 14.00 Uhr Bayern München Turbine Potsdam 27.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena Bayern München 27.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FFC Frankfurt 27.10.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg SGS Essen 27.10.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim SC Sand 27.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam Bayer Leverkusen 27.10.19 14.00 Uhr 1. FC Köln SC Freiburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayern München 1. FC Köln 03.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt SGS Essen 03.11.19 14.00 Uhr SC Freiburg VfL Wolfsburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen FF USV Jena 03.11.19 14.00 Uhr SC Sand Turbine Potsdam 03.11.19 14.00 Uhr MSV Duisburg TSG Hoffenheim 23.11.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg Bayern München 23.11.19 14.00 Uhr SGS Essen SC Freiburg 23.11.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam MSV Duisburg 23.11.19 14.00 Uhr 1. FC Köln Bayer Leverkusen 23.11.19 14.00 Uhr FF USV Jena SC Sand 23.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt TSG Hoffenheim 01.12.19 14.00 Uhr SC Freiburg 1. FFC Frankfurt 01.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen VfL Wolfsburg 01.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim Turbine Potsdam 01.12.19 14.00 Uhr Bayern München SGS Essen 01.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg FF USV Jena 01.12.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim FF USV Jena 08.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam 1. FFC Frankfurt 08.12.19 14.00 Uhr Bayern München SC Freiburg 08.12.19 14.00 Uhr SC Sand VfL Wolfsburg 08.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SGS Essen