Lisa Schwab wechselt zu Bayer 04 Leverkusen

Von am 8. Mai 2009 – 11.44 Uhr 8 Kommentare

Frauenfußball-Zweitligist Bayer 04 Leverkusen kann einen hochkarätigen Neuzugang vermelden. U20-Nationalspielerin Lisa wechselt zur kommenden Saison von Zweitligist 1. FC Saarbrücken zum Werksverein. Sie erhält einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2011.

„Lisa ist eine Spielerin, deren Entwicklung ich schon seit Jahren verfolgt habe“, freut sich Trainerin Doreen Meier über den gelungenen Transfer-Coup. Von der 19-Jährigen erhofft sich Meier vor allem mehr Variabilität im Offensivspiel der Bayer-Frauen: „Sie ist eine echte Instinktfußballerin, die auf dem Platz nicht lange nachdenkt und immer wieder für kreative Momente sorgt. Sie kann eigentlich auf allen Offensivpositionen eingesetzt werden und verfügt dazu über starke Qualitäten im Abschluss.“

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Schwab hat alle Juniorinnen-Auswahlmannschaften des DFB durchlaufen. Für die U20-Nationalmannschaft kam sie bislang sechs Mal zum Einsatz und erreichte mit dem Team im Dezember 2008 den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Chile. Für die U19-Auswahl des DFB kam sie in 23 Spielen auf neun Treffer und gewann mit der Mannschaft 2007 in Island den Europameister-Titel.

Aufstieg als Ziel
Ende April absolvierte Schwab ihren ersten Lehrgang mit der U23-Nationalmannschaft. Die Stürmerin spielt seit 2005 für den 1. FC Saarbrücken, mit dem sie in der vergangenen Saison das DFB-Pokalfinale in Berlin erreichte. In der laufenden Saison der 2. Frauenfußball-Bundesliga Süd erzielte Schwab bereits 13 Treffer.
 
Für ihre erste Saison hat Schwab ein klares Ziel: „Ich will mit Bayer 04 in die erste Bundesliga aufsteigen.“ Doch vor allem die Rahmenbedingungen haben Schwab gefallen: „Das Gesamtkonzept von Bayer 04 hat mich überzeugt. Hier soll wirklich etwas aufgebaut werden, die Trainingsbedingungen und die medizinische Betreuung sind optimal. Ich bin sicher, dass ich mich in Leverkusen sowohl auf als auch neben dem Platz weiterentwickeln kann.“

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Sonja sagt:

    Sicher eine absolute Verstärkung. Ich finde es gut, dass Leverkusen auf junge Spielerinnen setzt – nach Weber, Linden, Elsig und Hendrich ist Schwab nun schon die fünfte U-Nationalspielerin, die dort unterschrieben hat. Allerdings dürften auch hier die Job-Aussichten entscheidend gewesen sein, Schwab schließt ja bei Bayer ihre Ausbildung ab.

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  • die jojo sagt:

    schade fürn fc saarbrücken noch eine spielerin weg 🙁

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  • Karen sagt:

    Warum Wechsel auf einmal soviele ( auch wens zuzeit nur zweicsind) ins die 2. Liga???? Beide spielen zurzeit doch National!! Also ich Versrehe den Sinn iwie nicht!!

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  • Max Diderot sagt:

    Karen, Deine Frage scheint doch nur rhetorischer Natur zu sein, oder? Sowohl der Artikel als auch Sonjas Post geben doch Auskunft über mögliche Beweggründe. Und da viele Menschen auch in Zukunft gerne und häufig zum Aspirin greifen werden, um die kleinsten Wehwehchen zu lindern, dürfte auch genug Geld in der Stadt am Rhein vorhanden sein, die Strategie des dortigen Männerfußballs auf jene des Frauenteams anzuwenden.

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  • Jarmusch sagt:

    Jetzt wechselt mit Carolin Dej (SG Lütgendortmudn) schon die sechste Junioren-Nationalspielerin zu Bayer 04. Verbunden mit dem Engagement ist eine Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation bei Bayer.
    Erst Weber & Linden, dann Elsig & Hendrich, jüngst Schwab und nun o.g. Dej. Wann ist denn da das Ende der Einkaufstour erreicht?
    Ich denke mal, da werden sich zahlreiche aktuelle Bayer-Spielerinnen nach enttäuschender Saison wohl nach einem neuen Verein umsehen müssen. Vielleicht folgen ja auch einige den bereits abgängigen Windmüller & Fehrenbach zum 1.FC Köln.

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  • Jarmusch sagt:

    Mit Lynn Mester hat Bayer 04 eine weitere Junioren-Nationalspielerin für die kommende Saison verpflichtet.
    Also, eines muss man dem Werksverein ja attestieren. Sie fahren konsequent die Linie mit jungen Leuten. Finde ich persönlich auch ganz gut. Nur ob mit Doreen Meier die richtige Trainerin bereit steht, um die vielen Talente weiterzuentwickeln, wage ich doch zu bezweifeln.
    Aber ich lasse mich da gerne vom Gegenteil überraschen.

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  • Tina sagt:

    Ich finde die Einkaufspolitik auch sehr gut (sieht man ja an Potsdam, Duisburg, München, auch Saarbrücken – die aber auch alle ein paar Jahre brauchten und das Team mit gestandenen Spielerinnen ergänzten bzw. einige sich dazu entwickelten). Allerdings bin ich nicht davon überzeugt, dass das Ziel nächste Saison in die 1.Liga aufzusteigen damit zusammenpasst. Sie werden wohl weiter oben in der Tabelle mitspielen als diese Saison (was nicht anders zu erwarten war, wenn man die Mannschaft des TUS Köln kannte!), aber ich denke, dass Sindelfingen und Köln klar stärker sein werden. Das Ziel sollte besser ausgedrückt werden, nämlich in den nächsten 3 Jahren aufzusteigen.

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  • Sonja sagt:

    @Tina: Nominell ist der Kader eigentlich stärker als in den letzten Jahren beim TuS, und doch war man da erfolgreicher. Da muss man schon Einiges hinterfragen. Sindelfingen sehe ich auch als starken Konkurrenten. Bei Köln muss man die Neuzugänge abwarten und vor allem ist die Frage, wie sich „Hochkaräter“ wie Sonja Fuss in eine Mannschaft integrieren, die bislang Regionalliga gespielt hat.

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