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2009

Rückschlag für den FCR 2001 Duisburg

Psychologisch betrachtet war das 2:2 (0:1) des FCR 2001 Duisburg im Nachholspiel der Frauenfußball-Bundesliga beim VfL Wolfsburg sicherlich ein Rückschlag. Denn die Konkurrenz aus München, Frankfurt und Potsdam dürfte den späten Ausgleich der Wolfsburgerin Navina Omilade und den Ausrutscher der Duisburgerinnen mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben. Doch vorentscheidenden Charakter im Kampf um die deutsche Meisterschaft hat das Ergebnis nicht.

Mit einer Energieleistung hatten Inka Grings (59.) und Linda Bresonik (72.) den 0:1-Rückstand durch Martina Müller (21.) in ein 2:1 umgewandelt, ehe sich Omilade mit einem verwandelten Elfmeter nach Foul an Müller kurz vor Schluss noch als Spielverderberin erwies (89.).

So hätte sich der FCR 2001 Duisburg den Start aus der Winterpause sicherlich nicht vorgestellt, die zwei verlorenen Punkte auch ein Tribut an die zahlreichen verletzten Stammspielerinnen wie Annike Krahn, Fatmire Bajramaj oder Simone Laudehr.

Schlüsselspiel gegen Bayern München Es war schon vorher zu erwarten, dass in der umformierten Duisburger Elf nicht von Beginn an alle Zahnrädchen perfekt ineinander greifen würden. Und auch der belgische Neuzugang Femke Maes wird sicherlich ein paar Spiele brauchen, um eine optimale Bindung an das Team zu finden. Da gilt es, eine bessere Abstimmung zu erreichen, Laufwege zu optimieren und insgesamt ein harmonischeres Zusammenspiel zu erzielen.

Doch noch wichtiger als das Spiel in Wolfsburg ist für die Duisburgerinnen das Gastspiel von Spitzenreiter FC Bayern München am kommenden Sonntag. Denn eine Niederlage würde das Team im Meisterrennen weit zurückwerfen. In den nächsten Tagen wird in den Trainingseinheiten eifrig an einer größeren Feinabstimmung und hinter den Kulissen an einer ausgefeilten Taktik gearbeitet werden. Viel Zeit bleibt nicht, um sich auf eines der wichtigsten Saisonspiele vorzubereiten.

Vom Jäger zum Gejagten Allerdings bleibt abzuwarten, ob der FC Bayern München noch einmal so einen furiosen Start hinlegen kann wie zu Saisonbeginn. Damals gewannen die Münchenerinnen zum Auftakt mit 3:0 beim 1. FFC Turbine Potsdam, ein Sieg, der das Team von Trainer Günther Wörle beflügelte und durch die gesamte Hinserie trug. Doch die psychologische Ausgangsposition hat sich geändert, aus dem Jäger vom Saisonbeginn ist nun ein Gejagter geworden. Die anderen Teams werden nun vor allem gegen die Bayern mit besonderer Motivation zu Werke gehen, die mentale Stärke der jungen Bayern-Spielerinnen wird auf eine harte Probe gestellt werden.

Der schwächelnde 1. FFC Frankfurt hat zudem mit der Verpflichtung von Nadine Angerer und Ariane Hingst versucht, ein Signal der Stärke zu setzen, in der Hinrunde müde Topspielerinnen wie Birgit Prinz oder Kerstin Garefrekes dürften die Winterpause genutzt haben und frisch gestärkt und motiviert die Rückrunde bestreiten. Das Gastspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam am kommenden Sonntag ist für den Triple-Sieger bereits ein Schlüsselspiel mit Signalwirkung für den weiteren Saisonverlauf.

Super-Sonntag am 15. Februar Und auch den 1. FFC Turbine Potsdam sollte man weiter auf dem Zettel der Titelanwärter haben, wie der trotz der Niederlage eindrucksvolle Auftritt beim Spitzenreiter in München vor Jahresfrist belegte. Eine Turbine-Elf in Topform dürfte in der Rückrunde noch für manches Team zum Stolperstein werden, bei Bayern München wird man erleichtert sein, die beiden Spiele gegen die Potsdamerinnen bereits hinter sich gebracht zu haben. Das Team von Trainer Bernd Schröder wird womöglich im Kampf um die Meisterschaft Zünglein an der Waage spielen.

Der kommende Super-Sonntag mit den Spielen Duisburg gegen Bayern und Turbine gegen Frankfurt wird wichtige Erkenntnisse liefern. Kann Duisburg den Bayern-Höhenflug stoppen? Startet Frankfurt in Potsdam zur großen Aufholjagd? Für reichlich Spannung ist gesorgt!

Schlagwörter: 1. Bundesliga • FCR 2001 Duisburg • VfL Wolfsburg