U17-WM: Besteht die DFB-Elf den Härtetest gegen Wunschgegner USA?
Am Donnerstagmorgen deutscher Zeit ( live ab 7.00 Uhr auf FIFA.com und im Womensoccer-Liveblogging , Aufzeichnung ab 16.00 Uhr auf Eurosport ) steht die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalmannschaft in Christchurch vor der wohl härtesten Aufgabe bei der Weltmeisterschaft in Neuseeland. Dann das Duell mit der Frauenfußball-Großmacht USA ist so etwas wie das vorweggenommene Endspiel.
Anfang Februar musste die DFB-Elf bei ihrer Neuseeland-Reise beim 2:3 gegen genau diese Amerikanerinnen die bisher einzige Niederlage im Jahr 2008 einstecken. Und die Aufgabe gegen das Team von Trainer Kazbek Tambi, das sich im Turnierverlauf kontinuierlich gesteigert hat, dürfte diesmal mitnichten leichter werden.
USA mit fußballerischen Schwächen? Dennoch glaubt Bundestrainer Ralf Peter trotz der Niederlage Schwächen beim Gegner ausgemacht zu haben . „Wir haben damals gesehen, dass wir ihnen fußballerisch überlegen sind. Daher wird es wichtig sein, dass wir unsere technisch-taktischen Vorteile auf Augenhöhe einbringen, gepaart mit Robustheit und Konsequenz im Zweikampfverhalten.“
Anerkennung für DFB-Team Doch auch sein Gegenüber Tambi glaubt, bei den deutschen Spielerinnen Schwachpunkte entdeckt zu haben. „Wir müssen sie unter Druck setzen, ihr Spiel unterbinden und auch auf einige Konter lauern.“ Für die DFB-Elf hat er aber auch viel Respekt und Anerkennung übrig. „Die deutschen Spielerinnen bringen eine Menge Erfahrung aus der Bundesliga mit. Das ist eine exzellente Mannschaft. Ich glaube, das wird ein großartiges Spiel, denn beide Teams haben sich enorm verbessert.“
Duell der Physis Peter meint über die Stärke des Gegners: „Wir treffen auf eine ausgeglichene und physisch starke Mannschaft.“ US-Mittelfeldspielerin Olivia Klei verspricht einen heißen Tanz. „Es wird ein sehr körperbetontes Spiel werden. Wir haben im Februar gegen sie gespielt und da ging es ganz schön zur Sache.“
USA als Wunschgegner Deutschlands Spielführerin Valeria Kleiner ist davon überzeugt, dass ihr Team diesmal noch besser dagegen halten kann. „Bei dieser Partie hat uns in jedem Bereich – wie etwa der Athletik, der Spielstärke oder dem taktischen Verständnis – ein Tick gefehlt.“ Die USA seien nach der Niederlage von damals „jetzt fast so was wie ein Wunschgegner.“
Aufgepasst auf DiMartino Vor allem auf Stürmerin Vicki DiMartino, bereits vierfache Torschützin im Turnier, wird die DFB-Defensive aufpassen müssen. In jedem WM-Spiel hat die aus einer Fußballfamilie stammende DiMartino bisher einen Treffer erzielt.
Kemme voller Überzeugung Tabea Kemme ist dennoch vom Finaleinzug überzeugt. „Wenn wir unser bestes Spiel zeigen, dann haben die Amerikanerinnen schlechte Karten. Wir sind bei diesem Turnier als Team noch enger zusammen gewachsen und stärker geworden. Ja, wir können es schaffen”, so die Stürmerin vom 1. FFC Turbine Potsdam.