Deutschland erreicht Halbfinale der U17-WM
Die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalmannschaft hat mit einem 3:1 (2:1)-Sieg gegen Kanada das Halbfinale der Weltmeisterschaft in Neuseeland erreicht.
Zwei Tore von Dzsenifer Marozsan und ein Treffer von Lynn Mester bei einem Gegentreffer von Nkem Ezurike sorgten für einen verdienten Erfolg des Teams von Trainer Ralf Peter.
Peter schickte in Wellington die identische Anfangsformation ins Spiel, die zum Auftakt 5:0 gegen Costa Rica gewonnen hatte, also wieder mit Stammtorhüterin Anna Felicitas Sarholz und der zuvor angeschlagenen Turid Knaak.
Schnelle Führung Und wie in den drei WM-Partien zuvor ging das DFB-Team erneut schnell in Führung. Mester setzte mit einem präzisen Pass Marozsan ein, die mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze Kanadas Torhüterin Geneviève Richard keine Chance ließ (4.). Doch die schnellen und athletischen Kanadierinnen hielten dagegen.
Starke Knaak Shelina Zadorsky (6.) und Ezurike (12.) sorgten mit Schüssen aus der zweiten Reihe für erste Ausrufezeichen. Torgefährlicher waren allerdings die DFB-Spielerinnen. Die starke, von einer Knöchelverletzung wieder genesene Knaak setzte perfekt Marozsan in Szene, die mit ihrem Schuss nur um Zentimeter das kanadische Tor verfehlte (18.).
Kanada hält dagegen Eine knappe halbe Stunde war gespielt, da hatte Kanada seine bisher beste Aktion gegen die nicht immer sattelfeste deutsche Verteidigung. Topstürmerin Tiffany Cameron, deren Einsatz wegen einer Verletzung zunächst fraglich war, schoss den Ball nur knapp über das deutsche Tor (29.).
Mesters zweiter Turniertreffer Doch Deutschland konnte die Führung ausbauen: Alexandra Popp traf nur den Pfosten, Mester reagierte jedoch blitzschnell und verwertete den Abpraller aus sieben Metern zur 2:0-Führung (34.). Minuten später hätte Marozsan per Kopf fast schon alles klar machen können, doch der Ball ging knapp vorbei (38.).
Ezurike verkürzt Die DFB-Elf wurde aber noch vor der Pause für ihre gelegentliche Nachlässigkeit in der Hintermannschaft bestraft. Fast mit dem Halbzeitpfiff gelang den Kanadierinnen der Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß von Caroline Szwed von der linken Seite verlängerte Cameron zu Ezurike, die aus kurzer Distanz für Hoffnung bei den Kanadierinnen sorgte (44.).
Kanada engagiert Entsprechend motiviert kam das Team von Trainer Bryan Rosenfeld aus der Kabine und hielt nun in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit noch besser dagegen, kam besser in die Zweikämpfe und stand nicht mehr soweit von den deutschen Gegenspielerinnen entfernt.
Pechvogel Popp Doch das DFB-Team nahm das Heft schnell wieder in die Hand. Eine schöne Aktion über Leonie Maier, Knaak und Tabea Kemme wurde von Kanada unterbunden (53.), ein Kemme-Schuss ging am Tor vorbei (59.). Marozsan bediente kurz darauf per Freistoß Popp, die per Kopf nur den Pfosten traf – bereits zum sechsten Mal Aluminium im Turnier für den Pechvogel aus Duisburg (60.).
Marozsan sorgt für Entscheidung Das DFB-Team versäumte es zunächst, Kapital aus der zunehmenden Überlegenheit zu schlagen, doch eine knappe Viertelstunde vor Schluss war es soweit. Marozsan bekam den Ball 30 Meter vor dem Tor zugespielt, lief ein paar Meter und verwertete dann mit einem platzierten Schuss zur Vorentscheidung – bereits der sechste Turniertreffer der 16-jährigen Spielerin vom 1. FC Saarbrücken (78.).
Lattentreffer von Ignacio Die nun müde wirkenden Kanadierinnen sorgten in der Folge nur noch für wenig Gefahr. Doch in der Nachspielzeit wurde es noch einmal brenzlig, Julia Ignacios fulminanter 20-Meter-Schuss krachte an der Latte.
Im Halbfinale gegen Südkorea oder USA Deutschland trifft nun im Halbfinale am kommenden Donnerstag, 13. November, in Christchurch auf den Sieger der Partie Südkorea gegen USA. Im ersten Viertelfinale setzte sich Nordkorea überraschend klar mit 4:0 gegen Dänemark durch. Nordkoreas Halbfinalgegner wird in der Partie Japan gegen England ermittelt.
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