Frauenfußball-Bundesliga: Niveau steigt, doch Kluft wird größer

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Über eines sind sich die Experten vor der am Samstag mit dem Spiel SC 07 Bad Neuenahr gegen den 1. FFC Frankfurt beginnenden neuen Saison in der Frauenfußball-Bundesliga einig: Der Kreis der potenziellen Spitzenteams neben Triple-Sieger 1. FFC Frankfurt wird größer. 

Doch worüber man öffentlich weniger gerne redet: Das Gefälle in der Liga wächst ebenfalls, das finanzielle Ungleichgewicht steigt, die Topklubs beginnen, sich gegen die aufkommenden Konkurrenz der Zukunft zu positionieren und die besten Spielerinnen bündeln sich in immer weniger Vereinen. Ergebnis: Die Kleineren geraten zunehmend ins Abseits.

Martina Voss, Trainerin von Vizemeister FCR 2001 Duisburg, sagt: „Ich erwarte, dass vier bis sechs Mannschaften oben mitspielen werden. Ich glaube, dass die Liga an Qualität gewonnen hat. Und ich bin froh, dass die Ergebnisse nicht mehr so vorhersehbar sind.“

Doch stimmt das wirklich, abgesehen von den Partien im oberen Tabellendrittel? Turbine Potsdams Trainer Bernd Schröder erklärt: „Einige Mannschaften haben sich geschickt verstärkt, was man schon in der Vorbereitung gesehen hat.“ 

Und auch in Kreisen der Spielerinnen erwartet man eine stärkere Liga: „Ich gehe davon aus, dass die Konkurrenz noch größer wird und es in der Tabelle noch enger zugehen wird“, sagt Fatmire Bajramaj und Frankfurts Topstürmerin Conny Pohlers hofft darauf, dass „jeder jedem“ Punkte klauen kann. Doch die Realität dürfte anders aussehen. 

Aufsteiger ohne Illusionen
„Das ist im Moment für uns noch eine andere Liga“, sagt etwa Trainer Björn Kenter von Aufsteiger Herforder SV Borussia Friedensthal. Der zweite Aufsteiger USV Jena titelte zuletzt eine Pressemeldung fast schon hilferufend „Sportlich erstklassig – wirtschaftlich nur in der zweiten Reihe“. Von der geplanten Verdreifachung des Etats sei man derzeit „noch ein ganzes Stück entfernt“, räumte Vereinsvorsitzender Dr. Schmidt-Röh ein. 

Und Alexander Fischinger, Trainer des SC Freiburg, meint nicht ohne Frust: „Die Klubs, die nicht in die Mannschaft investieren, bleiben auf der Strecke.“ Und ergänzt: „Früher gab’s oben in der Tabelle nur Frankfurt, Potsdam und Duisburg. Dann kam Bayern München dazu. Neuerdings haben Wolfsburg und Hamburg das Profitum eingeführt.“ 

Ernüchterung in Freiburg
Die Chancen seines eigenen Teams, den Abstieg zu verhindern, sieht er nüchtern: „Ich kann nach den Abgängen nicht versprechen, dass es wieder klappt.“ Gleich fünf wichtige Spielerinnen verließen den Verein, gleichwertiger Ersatz ist nicht in Sicht. Aufgrund der stark begrenzten finanziellen Möglichkeiten „bedanken sich Spielerinnen, an denen wir interessiert sind, für das Gespräch sowie den Kaffee und gehen nach Wolfsburg.“ 

Von den 18 Spielerinnen des Olympia-Kaders standen nur drei – Kerstin Stegemann (Herford), Ursula Holl und Célia Okoyino da Mbabi (jeweils Bad Neuenahr) – nicht bei einem der finanzstärkeren Vereine unter Vertrag. Die Verdienstmöglichkeiten treiben die Spielerinnen zu den großen Clubs. 

Zwanziger: „Jeder Klub hat die Chance, den Weg zu gehen“
Dennoch glaubt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger: „Jeder Klub hat die Chance, den Weg zu gehen. Es soll niemand in der Bundesliga glauben, das käme von alleine. Man muss sich das erarbeiten.“ Doch leichter gesagt als getan bei der zunehmenden finanziellen Kluft zwischen den Topvereinen und dem Rest der Liga, der sich bei der Suche nach finanzstarken Investoren schwer tut. 

„Es muss engere Spiele und mehr Spannung geben. Der Letzte muss auch den Ersten schlagen können“, meint Zwanziger. Doch davon ist die Liga weiter entfernt denn je. Er räumt ein, dass die Bundesliga noch lange nicht da ist, „wo wir hinwollen“. Wie der Weg zu einer ausgeglichenen Liga auszusehen hat, darüber hält sich Zwanziger allerdings bedeckt. 

Jones: „Die Großen müssen die Kleinen nähren“
Deutlicher wird Steffi Jones, Präsidentin des Organisationskomitees der Frauenfußball-WM 2011. „Ich wünsche mir, dass die Bundesliga verstärkt gemeinsam das Ziel angeht, für eine ausgeglichenere Liga zu sorgen, als dass jeder einzelne Verein meint, er müsste das Beste herausholen“, so Jones gegenüber Womensoccer.de. Heißt im Klartext? 

„Die Großen müssen die Kleinen nähren, das wäre für die Übergangszeit wichtig. Denn es geht darum, hier etwas zu tun, wovon alle profitieren können. Das Ziel ist, die Medien aufmerksam zu machen und das schaffen wir nur durch attraktive Spiele. Wenn die großen Vereine da nicht mitziehen, können sie irgendwann auch nicht mehr rausholen. Man muss erst einmal dafür sorgen, dass es eine gute, ausgeglichene Bundesliga gibt und dass die Struktur eine ordentliche Basis hat, dann kommt auch das Fernsehen.“ 

Frauenfußball-Landschaft im Umbruch
Dem Frauenfußball steht ein großer Umbruch bevor. „Die Nationalspielerinnen genießen eine großartige Förderung, aber die Bundesliga ist immer noch ein Stiefkind. Auch die anderen Spielerinnen müssen irgendwann beginnen, sich mehr auf den Fußball zu fokussieren. Das geht aber nicht, so lange sie Vollzeit arbeiten müssen.“ Ein Dilemma, das die Konturen der Zukunft bereits deutlich zutage treten lässt. 

„Ich fände es schade, wenn irgendwann die traditionellen Frauenfußball-Vereine verschwinden, weil die großen Vereine kommen. Diese Gefahr besteht“, so Jones. Der Konzentrationsprozess ist bereits in vollem Gang. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Vereine wie Bremen, Hoffenheim, Leverkusen, Schalke oder Mönchengladbach an die Tür zur Bundesliga klopfen werden. Und namhafte Teams von heute in der Versenkung verschwinden werden.

Mein Leben als Hope Solo
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Mein Leben als Hope Solo
  • 340 Seiten - 01.07.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 14.12.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Bernhard
Bernhard

Fischinger hat das Interview erhebliche Probleme bereitet.
Nun meldet der SC Freiburg: Alexander Fischinger tritt zurück

Markus Juchem
Markus Juchem

Danke, Bernhard. Hier noch zusätzlich der Link zum Originalbericht des SC Freiburg:

Susanne
Susanne

@Bernhard:
Beim SC Freiburg – das zeigte auch die Vergangenheit deutlich auf – bekommt man für gewöhnlich erhebliche Probleme wenn man Kritik mehr oder weniger nicht einfach unter den Tisch kehrt. Leider! Schade für das sportliche Team, die können am wenigsten dafür. Aber Hut ab Herr Fischinger, sehr konsequent und aufrichtig! Das BL-Team wird wohl sehr schweren Zeiten entgegen sehen.

Detlef
Detlef

Ich kann dieses Geschwafel bald nicht mehr hören!!! Da bekomme ich richtig WUT im Bauch!!! FAKT ist, wenn das Fernsehen kommt, kommen auch die Sponsoren!!! TURBINE POTSDAM ist der beste Beweis dafür!!! Als man plötzlich öfter im DFB-Pokal-Finale war, und auch im UEFA-Womenscup, immer wieder im TV zu sehen waren, da rannten uns die Sponsoren fast die Türe ein!!! Man munkelte damals sogar, dass Schröder einige potente Sponsoren zurückwies!!! Er hatte ja die Qual der Wahl!!! Und nun, wo sie nicht mehr international spielen, und sich auch 2 Jahre nicht mehr im Olympiastadion blicken ließen, wo selbst im Heim und… Weiterlesen »

viererklette
viererklette

An alle Vorredner, hier auch noch mal ein interessanter Link dazu, was in der Zentrale der Macht zur Zukunft der Bundesliga gedacht wird. Ein außergewöhnlich intensives Interview mit Zwanziger, der das Ziel formuliert bis 2011 die Frauen-Bundesliga in Sachen Aufmerksamkeit auf eine Stufe mit der Dritten Liga zu stellen. Das halte ich für eine sehr, sehr mutige Aussage. Aber es bleibt wahrscheinlich eine Vision! Oder?!

Das Interview erschien am 03.09.2008. Bitte beide Teile lesen.

Fuxi
Fuxi

„Die Großen müssen die Kleinen nähren“ – pardon, aber ist ein DFB-Emblem auf dem Revers eigentlich ein Markenzeichen für nachlassende Denkfähigkeit und chronisches Phrasendreschen? Steffi Jones hatte ja mal Ahnung von Fußball, aber anscheinend darf man in Frankfurt das Hermann-Neuberger-Haus nicht betreten, solange man noch was davon versteht. Wie sonst lässt sich so eine Aussage erklären? Wie schwachsinnig müsste Sigi Dietrich sein, um die Konkurrenz stark zu machen und sein Meister-/Pokalsieger-/UEFA-Cup-Sieger-Abonnement zurückzugeben? Ich möchte mal erleben, dass die mit einem solchen Ansinnen bei den Männern mal an Uli Hoeneß herantreten – Wurst-Uli müsste wegen eines Zwerchfellrisses ins Krankenhaus und würde… Weiterlesen »

Markus Juchem
Markus Juchem

Hallo Fuxi, ich bezweifle auch, dass ein derartiger Vorschlag umsetzbar ist. Aber die Grundidee halte ich nicht für verwerflich. Auf diesem Solidarprinzip fußt ja auch die Männer-Bundesliga, auch wenn das die großen Vereine naturgemäß nur sehr ungerne sehen.

Aber was meinst Du bitte mit „Binden Sie.. ans Bein“? Der Markt wird von Angebot und Nachfrage geregelt, und solange die Nachfrage nach dem Produkt Frauenfußball bzw. Frauenfußball-Bundesliga weiter so gering ist, wird sich daran auch nicht viel ändern.

Fuxi
Fuxi

Dieses Solidarprinzip bei den Männern läuft aber nur über die Mittelverwertung der Gesamteinnahmen für alle drei Bundesligen. Das, was Z+J fordern, müsste, um effektiv zu sein (denn die Ligaeinnahmen für den Frauenbereich sind bekanntlich geringst und bringen bei gravierend anderer Verteilung für hintere Vereine maximal die Kosten eines Trikotsatzes) darüber weit hinaus gehen und sich auch auf die Spielerinnenverteilung auswirken – und da wird keiner dumm genug sein, seine stärkere Position preiszugeben. Auch bei den Männern nicht – Marcell Jansens Wechsel zum HSV beispielsweise war auch kein sozialer Akt, und 8 Mio. € sind auch für ihn noch verdammt viel… Weiterlesen »

Markus Juchem
Markus Juchem

Das ist richtig, aber wenn die Topvereine nicht zur Zentralvermarktung und zum daraus resultierenden Solidarprinzip verdonnert wären, könnten sie natürlich das zig-fache erlösen. Ich denke auch, dass es im Frauenfußball nicht realistisch ist. Die Bundesliga wird sicherlich mit dem Einzug weitere namhafter Vereine in der Zukunft an Qualität und auch an Vermarktungsmöglichkeiten gewinnen. Man kann aber einem Unternehmer nicht vorschreiben, was er mit seinen Rechten zu tun oder zu lassen hat, darauf würde sich niemand einlassen und das mit Recht. Die Bundesliga-Recht sind bisher ja schon im Paket für Nationalmannschaft und DFB-Pokal Männer mit drin und schon jetzt geht ordentliches… Weiterlesen »

Fuxi
Fuxi

Das Problem am Zuzug namhafter Vereine ist, dass diese namhaften Vereine ihre FF-Unterstützung – und gerade bei solchen Großvereinen ist der Bundesliga-FF ein Zuschussgeschäft – gern wieder streichen. Und dann? Es MUSS solche Vereine wie Frankfurt, Turbine, FCR und auch Crailsheim geben, allein um die Balance zu halten und eine relative Planungssicherheit zu garantieren. Und der Haken bei den Namhaften ist, dass die meisten Sponsoren eher um die Männer- als die Frauenteams werben, weil sie da eine höhere Verbreitung haben. Natürlich kann man einem Unternehmer vorschreiben, wie er die Rechte mindestens zu verwerten hat. Die Vertragsgestaltung ist frei, und wenn… Weiterlesen »

Markus Juchem
Markus Juchem

Das mit dem Zuzug der namhaften Vereine mag heute noch so sein, in fünf Jahren wird das in der Frauenfußball-Bundesliga anders aussehen, da bin ich mir sicher. Vereine wie z. B. Crailsheim wird es in der 1. Liga in fünf Jahren wohl nur noch geben, wenn es gelingt, zahlungskräftige und – willige Sponsoren einzubinden. Was schon aufgrund der geographischen Lage schwierig werden dürfte. Du kannst es einem Unternehmer vorschreiben, klar. Aber Du würdest im Fall der Frauenfußball-Bundesliga dann halt keinen Bieter mehr finden. Denkst Du, die Frauenfußball-Bundesliga-Rechte würden sich eigenständig vermarkten lassen? Die 68.000 Euro Erlös pro Verein sind eine… Weiterlesen »

djane
djane

also was die geographische Lage von Crailsheim angeht, lieber Markus, muß ich dir widersprechen. Ich wohne in der Nähe, und es mag sein, das andere die Region als provinziell und „jwd“ abtun. Da aber doch einige Mittelstandsunternehmen in der Region (sei es auf bayerischer oder württembergischer Seite) angesiedelt sind, halte ich die Ausgangslage für gar nicht so schlecht. Zudem nicht wie in Ballungszentren (z. Bsp. Ruhrgebiet) Mitbewerber anderer Sportarten da sind, die um Aufmerksamkeit buhlen könnten. Und wenn die Professionalisierung weiterschreitet (dazu zählt auch, das Spielerinnen nicht bis zu 100km entfert wohnen, weil sie dort einem Beruf nachgehen) und Crailsheim… Weiterlesen »

Markus Juchem
Markus Juchem

Hallo djane, es ist nun aber einmal so, dass es z. B. Crailsheim aufgrund mehrerer Faktoren nicht einfach hat. Und dazu gehört meines Erachtens schon auch die geographische Lage, sprich ein eher geringes Einzugsgebiet von insgesamt etwa 80.000. Obwohl kein großes Ballungszentrum, ist hier die regionale Konkurrenz nicht so niedrig, wie man vielleicht glauben könnte (Männerfußball, Basketball etc.), so dass es nicht einfach ist, neue Zuschauer oder Sponsoren zu gewinnen. Deswegen denke ich, dass es schwierig wird, aber auch nicht unmöglich. Und die Verantwortlich sind ja sehr bemüht, ihrerseits bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, z. B. neues Stadion.

djane
djane

das stimmt, ich hoffe, dass neue Stadion wird zum Aufschwung beitragen. Ich muß gestehen, in den letzten Jahren immer nur wegen der Gegner zu den Heimspielen gegangen zu sein, da der FFC, der FCR, Turbine oder auch Bayern halt momentan doch noch ein anderes Niveau ins Stadion bringen. Die Sache mit den wenigen Zuschauern ist wie die Katze, die sich selbst in den Schwanz beißt: kommen so wenig, weil nicht viele die Spielpartie attraktiv finden oder sind die Spiele oft mau, weil die Spielerinnen nicht das Gefühl haben, gebührend angefeuert zu werden bzw. Feedback von den Fans zu bekommen ?… Weiterlesen »

Detlef
Detlef

Was in fünf oder 10 Jahren sein wird, dass kann wohl keiner sagen!!! Ich warne hier aber nochmal davor, die Beteiligung von „Marken-Teams“ im FF, als das ALLHEILMITTEL anzupreisen!!! Ich bezweifle hier doch etwas die NACHHALTIGKEIT dieses Engagements!!! Leverkusen kauft einfach eine vorhandene Mannschaft auf!!! Schalke hilft Recklinghausen wohl vorerst nur mit Sachspenden (Trikots, Schuhe) aus!!! Am ehesten überzeugt mich da noch Bremen, die wohl gezielt in der Unterklassigkeit beginnen, um erst einmal Erfahrungen im FF sammeln zu können!!! Aber ich stelle die Frage nochmal, WAS passiert, wenn nach der WM 2011, der FF wieder zur Randnotiz im Alltag wird???… Weiterlesen »

djane
djane

in den nicht vorhandenen übermächtigen Großsponsoren sehe ich sogar eine Chance zur nachhaltigeren Ausbildung von Nachwuchstalenten. Bis in der Crailsheimer Ecke „Natio’s“ anheuern, wird es wohl noch eine Weile dauern- es sei denn, sie stammen aus dem eigenen Verein. Das wird auf Dauer bei den Frauen auch nicht anders laufen als bei den Männern- wer z. Bsp nach WOB geht, wird wohl auch ein pekuniäres Interesse haben.
Ond mir Schwobe send sparsam- da wird koi Geld nausgschmisse- was auch bei der Stadionerweiterung zu sehen war, neben ehrenamlichen Helfern gab’s einen soliden Finanzierungsplan, um die Kosten aufzufangen.

Fuxi
Fuxi

Selbst ich (!) als HSV(!!!)-Fan hab was dagegen, wenn sich Retortenclubs wie Bayer Vizekusen bei den Frauen einkaufen. Selbst bei den Fischköppen aus der Verbotenen Stadt sehe ich keine gewachsenen Strukturen (lasst Euch da bitte nicht blenden!) – das ist einfach nur ein Haufen Noch- oder Neu-Bremerinnen, die mit dem Geld der Weserwassertrinker in Gefilde wollen, in die sie es sonst nie schaffen würden, und wer sich mal den grandiosen Erfolg bisheriger Bremer Mannschaften im Frauenfußball ansieht, wird verstehen, was ich meine. Und bevor Einwände kommen: Ja, beim HSV ist das gewachsen, von Anfang an, mit regulärem Spielbetrieb ab 1971… Weiterlesen »

ViolA
ViolA

eine interessante diskussion. steffis vorschlag kann ich zwar nachvollziehen, halte ihn aber genauso wie wohl viele andere für wenig realistisch. positiv wäre es sicher, wenn solche vereine, die keine eigene jugendförderung betreiben dann patenschaften für andere kleinere vereine übernehmen würden. meinetwegen auch die großen vereine im ff wie z.b. der ffc. aber ich denke, dass dies im moment einfach auch finanziell gesehen nicht möglich ist. ansonsten sehe ich durchweg die bemühungen jugendförderung zu betreiben durch fußball-camps – auch rein für mädchen, durch jugendmannschaften, etc. aber das ist etwas, dass muss wachsen. genauso wie die liga an sich. ansonsten wird maßlos… Weiterlesen »

Max Diderot
Max Diderot

Sollte Frau Jones sich tatsächlich so geäußert haben, wie sie im obigen Artikel zitiert wird, dann fände ich die Konklusion ihrer Aussage, die Großen müssen die Kleinen nähren, töricht. Wie soll denn das praktisch vonstatten gehen? Der Meister der Frauenfußball-Bundesliga alimentiert den Tabellenletzten? Oder Bayern München initiiert eine Art Solidaritätsbeitrag? Fußball ist doch eine janusköpfige Angelegenheit – einerseits ideell andererseits merkantil. Und genauso wie kleinere Klubs ihren fußballerischen Jakobspfad erfolgreich bestreiten, müssen die Fußball spielenden Damen ebenso wie alle anderen Sportabteilungen renommierter Vereine um Einfluss und Geld kämpfen. Die feminine Absicht alleine macht doch noch nicht Fußball spielende Frauen für… Weiterlesen »