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2008

2. Bundesliga Süd: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jena und Sindelfingen

Nicht minder spannend als im Norden hat sich der Kampf um den Aufstieg in die 1. Frauenfußball-Bundesliga in der 2. Bundesliga Süd zugespitzt. Der VfL Sindelfingen wittert nach den beiden Punktverlusten von Spitzenreiter USV Jena am vergangenen Wochenende wieder Morgenluft.

Nur noch einen Punkt Rückstand haben die auf Platz 2 liegenden Sindelfingerinnen und am 22. und letzten Spieltag empfängt das Team den Tabellenführer Jena zum voraussichtlich großen Aufstiegsfinale. Doch vorher wartet am Pfingstmontag noch eine andere Hürde.

Denn um 14 Uhr geht es im Floschenstadion gegen den starken TuS Köln rrh., der mit dem 1:1 gegen den USV Jena für Jubel im Lager des Sindelfinger Teams sorgte, jetzt aber auch dem Verfolger das Leben schwer machen könnte. Denn die Kölnerinnen haben nach einer durchwachsenen Hinrunde ihre Form gefunden und blieben zuletzt fünf Spiele ungeschlagen.

Drei Punkte gegen Köln Pflicht Das Spiel gegen die Kölnerinnen dürfte ein Schlüsselspiel werden, denn auch hier müssen drei Punkte her, will man in Schlagweite des Spitzenreiters bleiben, der bei zwei Heimspielen in Folge gegen TuS Niederkirchen und den SC Sand vor lösbaren Aufgaben steht. Doch in Sindelfingen ist man optimistisch, diese Aufgabe zu meistern.

Spielplan und Tabelle 2. Bundesliga Süd

„Der 2:0-Sieg in München hat gezeigt, dass meine Mannschaft immer dann, wenn es darauf ankommt, noch ein paar Prozent zulegen kann“, blickt Sindelfingens Trainer Dietmar Sehrig voller Optimismus auf die Partie. In München sicherten die U19-Nationalspielerinnen Eve Chandraratne (26.) und Kim Kulig (63.) den hart erkämpften Erfolg. „Wir wurden endlich mal wieder richtig gefordert und mussten alles geben“, so Sehrig, „das war ein echtes Kampfspiel“.

Noch drei Spieltage sind zu bestreiten, mit drei Siegen könnte man den Aufstieg in Liga Eins perfekt machen. Bis auf die angeschlagenen Laura Grab und Maren Heller kann Sindelfingen personell aus dem Vollen schöpfen.

Jena will nicht auf Sindelfingen schauen In Jena weiß man, dass es ab sofort gilt, keine Punkte mehr zu verschenken. „Fehler können wir uns nach dem Remis in Köln nicht mehr leisten“, so Trainerin Heidi Vater. Doch ebenso wie Sindelfingen können auch die Thüringerinnen den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen.

„Wir müssen uns auf unser Programm konzentrieren und momentan nicht nach Sindelfingen schauen.“ Der TuS Niederkirchen sollte nach der deutlichen 0:4-Niederlage beim SC Sand trotz zuletzt guter Form kein Stolperstein werden.

Gewinnen die Sindelfingerinnen gegen Köln, dürfte der Weg für ein packendes Aufstiegsendspiel am letzten Spieltag frei sein.