U19 will mit Vollgas Richtung Frankreich
Es soll mir bitte niemand als Despektierlichkeit auslegen, aber alles andere als ein klarer Gruppensieg der deutschen U19-Frauenfußball-Nationalmannschaft in der zweiten Runde der EM-Qualifikation, die vom heutigen Donnerstag bis zum nächsten Dienstag im rumänischen Mogosoaia ausgetragen wird, müsste man schon als große Überraschung werten.
Russland (Heute, 11.00 Uhr), Gastgeber Rumänien (Samstag, 11.00 Uhr) und Ungarn (Dienstag, 12.00 Uhr) heißen in der Gruppe 3 die lösbaren Aufgaben für das Team von Trainerin Maren Meinert. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich für die Endrunde der U19-EM, die vom 7. bis 19. Juli in Frankreich ausgetragen wird. „Die Aussichten sind gut“, lässt auch Meinert keine Zweifel an der Zielsetzung offen.
„Wir sind Titelverteidiger und sehr optimistisch, den ersten Platz zu belegen.“ Zwar ließ Ungarn in der ersten Runde dank des besseren Torverhältnisses Schweden hinter sich und Auftaktgegner Russland konnte Italien einen Punkt abtrotzen, doch eine unüberwindliche Hürde sollten diese Teams für die DFB-Elf nicht darstellen.
Wie gut ist Deutschland wirklich? Meinert hofft dennoch, dass die Defensive anders als in der ersten Qualifikationsrunde wenigstens ein bisschen gefordert wird. „Wir hatten keine Gegner, an denen wir uns messen sollten“, so die Weltmeisterin von 2003. 25 Tore in drei Spielen bei null Gegentreffern sind Beleg für die drückende Überlegenheit, mit der die deutschen Spielerinnen den Sprung in die nächste Runde schafften. „Wir möchten also erst noch beweisen, wie gut wir sind“, so die DFB-Trainerin im Wissen darum, dass die Gegner nach und nach stärker werden.
Für die U19-Spielerinnen gilt es zudem, sich in den drei Spielen für die U20-Weltmeisterschaft zu empfehlen, die vom 19. November bis 7. Dezember in Chile stattfinden wird. „Denn neben der U20 möchten wir auch die besten U19-Spielerinnen in den WM-Kader aufnehmen“, sagt Meinert. Die Spielerin mit der meisten Erfahrung im 18-köpfigen Kader ist Lisa Schwab vom DFB-Pokalfinalisten 1. FC Saarbrücken, die bereits 16 Länderspiele bestritt und dabei vier Tore erzielte. Erfolgreichste Torschützin im Aufgebot ist Maxine Mittendorf vom Herforder SV mit sieben Toren.
Sieben Startplätze zu vergeben Insgesamt 24 Mannschaften kämpfen in der zweiten Qualifikationsrunde in sechs Gruppen um sieben freie Plätze neben Gastgeber Frankreich. Neben den sechs Gruppensiegern qualifiziert sich auch der beste Gruppenzweite für die EM. Doch um zu wissen, nach welchen Kriterien dieser bestimmt wird, lohnt ein Blick auf Kapitel 6.09 im offiziellen Regelwerk . Denn in die Wertung gehen nur die Spiele gegen den jeweiligen Gruppensieger und den Gruppendritten ein, das Spiel gegen das schlechteste Team in der Gruppe wird nicht zur Berechnung herangezogen.
In Gruppe 1 treffen Finnland, Österreich, Tschechische Republik und Schweden aufeinander. Island, Belgien, Polen und Vize-Europameister England messen sich in der schweren Gruppe 2. Gruppe 4 setzt sich zusammen aus Dänemark, Schottland, Schweiz und Weißrussland, Gastgeber der Endrunde 2009, Gruppe 5 hat die Teilnehmer Norwegen, Italien, Ukraine und Portugal. In Gruppe 6 kämpfen Republik Irland, Niederlande, Serbien und Spanien um ein EM-Ticket.
UEFA-Gewinnspiel Die UEFA und adidas stiften drei Preise für drei Gewinner, die folgende Frage beantworten können: Welches Team hat die UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen am häufigsten gewonnen? Wer die Antwort nicht weiß, kann auf folgender Seite mit ein wenig suchen fündig werden: http://de.uefa.com/competitions/wunder19/index.html
Wer die richtige Antwort mit seinem Namen, Adresse und Telefonnummer bis am 29. April mit dem Betreff “WU19 Quiz” per Mail an [email protected] schickt, hat die Chance, einen der drei Preise zu gewinnen. Erster Preis ist ein Ball, der vom siegreichen deutschen Europameisterteam 2007 signiert wurde, zweiter Preis ein Ball, unterschrieben von den Spielerinnen des Vize-Europameisters England. Der dritte Preis besteht aus einer Kosmetiktasche und einem kleinen UEFA-Radio.