Frauenfußball-WM 2011 mit 16 Teams

Von am 14. März 2008 – 12.41 Uhr 4 Kommentare

An der FIFA Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Deutschland 2011 werden definitiv 16 Mannschaften teilnehmen. Damit bestätigte die FIFA bei der Sitzung des Exekutivkomitees am Freitag in Zürich die seit der Frauen-WM 1999 in den USA bestehende Größe des Starterfeldes. Den Titel bei den zwei zuvor in China (1991) und Schweden (1995) durchgeführten WM-Endrunden spielten noch zwölf Teams untereinander aus.

Die Exekutive des Weltfußballverbandes zeigte sich zwar sehr erfreut über die bisherige positive Entwicklung des Frauenfußballs, vertrat jedoch die Auffassung, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Ausweitung des Teilnehmerfelds auf 24 Teams dem hohen Niveau abträglich und dem Bild des Frauenfußballs in der Öffentlichkeit nicht förderlich wäre. Zudem sei die diskutierte Idee eines Teilnehmerfeldes von 20 Teams spielplantechnisch und logistisch nicht umsetzbar.

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Steffi Jones, die Präsidentin des OK FIFA WM 2011, kommentiert die Entscheidung wie folgt: „Auch wir sind der Auffassung, dass das Leistungsgefälle bei 24 an einer WM teilnehmenden Mannschaften wohl noch zu groß wäre. Umso mehr wollen wir mit einer stimmungsvollen und atmosphärischen WM in Deutschland nun einen großen Beitrag leisten, den Stellenwert des Frauenfußballs nicht nur hierzulande, sondern weltweit weiter zu steigern. Ich bin ganz sicher, dass wir nach der WM 2011 wieder diskutieren werden über die Aufstockung des Teilnehmerfeldes. Der Mädchen- und Frauenfußball wird auch durch die WM 2011 weiter eine rasante Entwicklung nehmen.“

Zu den Auswirkungen auf die Festlegung der Spielorte stellt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger fest: „Nun gilt es, bei der Gestaltung des Spielplans die aus 16 Teams resultierenden 32 Spiele so zu verteilen, dass wir einerseits eine regional ausgewogene Verteilung darstellen, gleichzeitig aber auch eine wirtschaftlich vernünftige Auslastung für jeden einzelnen Spielort gewährleisten können. Drei bis vier Spiele je Standort scheinen angemessen zu sein. Ich gehe davon aus, dass wir im Herbst des Jahres unsere WM-Standorte präsentieren werden.“

Aus sportlicher Sicht kommentiert Bundestrainerin Silvia Neid: „Ich freue mich sehr darauf, dass wir uns 2011 vor eigenem Publikum mit den wirklich besten Teams der Welt messen werden. Die Zuschauer dürfen sich freuen. Sie werden fantastischen und absolut hochklassigen Fußball erleben.“

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • oliist sagt:

    Eine gute Entscheidung.Wer will schon reihenweise Spiele ala Deuschland-Argentinien(WM 2007,8:0)sehen bzw. als Spielerin bestreiten müssen?
    Bei einer eventuellen Ausweitung 2015 wird der Schwerpunkt höchstwahrscheinlich auf Europa liegen bzw. liegen müssen,da hier unter dem Strich(genau wie bei den Männern)die meisten wettberbsfähigen Teams existieren.Jetzt und in naher Zukunft.
    Nun bin ich nur noch gespannt auf die Verteilung der Spiele auf die einzelnen Orte.Hoffentlich wird hier mit Bedacht entschieden,sonst gibt es am Ende noch mehr Jammerei als Vorfreude. 😉

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  • ViolA sagt:

    ich bin auch sehr erfreut über diese entscheidung und halte sie für richtig. 24 teams wären im moment zuviel auf grund des leistungsgefälles aber ich bin sicher bei der wm 2015 wird das schon wieder ganz anders aussehen. wo da der schwerpunkt liegen wird kann ich persönlich nicht wirklich beurteilen. es sind viele im kommen, es muss aber auch noch viel getan werden. gespannt bin ich vor allem auf die entwicklung des afghanischen teams das es seit erst relativ kurzer zeit gibt. ich wünsche ihm auf jeden fall gutes gelingen und kann mir gut vorstellen, dass sie eines tages auf der größeren bühne zu finden sein werden.
    12 teams hätte ich jedoch auch zuwenig gefunden und so sehe ich 16 wirklich als eine sinnvolle stärke an. immerhin haben die teams auch noch 3 jahre um sich darauf vorzubereiten und natürlich zu qualifizieren. abgesehen von den teilnehmern der letzten wm erwarte ich auf jeden fall, dass die russinnen mit dabei sein werden, die nur auf grund ihrer niederlagen gegen das deutsche team nicht mit haben nach china reisen können. auch italien hat bis jetzt eine für sie starke em-quali hingelegt und könnte mit dabei sein. genauso natürlich frankreich. es bleibt abzuwarten wer das rennen macht und ich freue mich bereits jetzt auf spannende spiele.

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  • oliist sagt:

    @violA
    Ich glaube zu wissen 😉 ,daß 12 Teams nie zur Debatte standen,sondern nur 16,20 oder 24.Sonst wäre das ja auch ein quantitativer Rückschritt(zu 2007) gewesen,der aber sicherlich zu qualitativ hochwertigen Spielen geführt hätte. 🙂

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  • Jens sagt:

    Ich ganz persönlich finde es sehr schade. Denn ich denke gerade wir in Deutschland hätten das Turnier auch größer gestalten können und hätten die WM in viele Stadien und Stadte gebracht. Jetzt wird also nur etwas mehr als die Hälfte in den Genuß kommen. Schade für die Städte die leer ausgehen, aber sich im Vorfeld viel Mühe gegeben haben.

    Der Aspekt mit den unterlegenen Gegnerinnen ist mir schon durchaus bewußt, aber ich hätte mich auch sehr auf talentierte Spielerinnen aus exotischen Ländern gefreut. Damit hätte man dann auch in diesen Ländern für einen Aufschwung sorgen können. Ich halte es da einfach auch sehr mit dem (eigentlich) olympischen Gedanken. Na seis drum, wie gesagt, ich hätte mich serh über 24 Teams gefreut, auf noch mehr tolle Gäste und noch schönere Partys…….

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