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2007

Drei Erstligaduelle im Pokal-Achtelfinale

Die Bundesliga macht an diesem Wochenende Pause, denn es stehen die acht Begegnung des DFB-Pokal-Achtelfinals auf dem Plan. Zwei von ihnen, bei denen die Favoritenrolle relativ klar verteilt ist, sind bereits im Gange. Morgen dann stehen drei Erstligaduelle an, das Topspiel findet ab 14 Uhr zwischen dem SC 07 Bad Neuenahr und dem 1. FFC Turbine Potsdam statt. Der VfR Limburg hält das Fähnchen der Oberligisten hoch und empfängt den TuS Köln rrh. Womensoccer.de gibt Euch einen Überblick.

Schon um 14 Uhr am heutigen Samstag wurden die Begegnungen FC Gütersloh gegen Lok Leipzig und Vorjahresfinalist FCR Duisburg gegen Herforder SV angepfiffen. Die Favoriten aus Duisburg und Gütersloh führen etwa eine Viertelstunde vor Schluss bereits deutlich ( siehe Liveticker ).

SC 07 Bad Neuenahr - 1. FFC Turbine Potsdam (14 Uhr):

Der morgige Sonntag hält drei Erstligaduelle bereit, von denen das in der Kurstadt zweifelsohne das sportlich interessanteste sein sollte. “Alles andere als eine Erholungskur” werde der Auswärtsauftritt, heißt es in der Potsdamer Pressemeldung vorausschauend. Zwar gewannen die Potsdamerinnen ihr Ligaspiel klar mit 2:0 gegen die Mannschaft von Trainer Didi Schacht, der vom “Spiel des Jahres” spricht. Doch die Verletztenliste bei den Brandenburgerinnen wird immer länger. Nach Torfrau Nadine Angerer, die nach auskurierter Lungenentzündung hofft, in der nächsten Woche das Training wieder aufnehmen zu können, konnte auch ihre Stellvertreterin Desiree Schumann in dieser Woche wegen einer Armverletzung nicht trainieren. Isabell Kerschowski wird wegen einer Oberschenkelverletzung ebenso fehlen, die Finnin Essi Sainio könnte dadurch zu ihrem ersten Einsatz von Beginn an kommen.

Eher skeptisch blickt man dem Pokalfight beim Gastgeber aus Rheinland-Pfalz entgegen. Das 1:3 auf heimischem Platz gegen Bayern München am vergangenen Sonntag war ernüchternd. Zu harmlos war das Auftreten der Neuenahrerinnen. Trainer Didi Schacht: „Wir müssen uns um hundert Prozent steigern, wenn wir gegen Potsdam gewinnen wollen.”

TSV Crailsheim - Hamburger SV (13 Uhr):

Auch diese beiden Mannschaften standen sich in der laufenden Bundesligasaison bereits gegenüber. 0:0 hieß es Anfang November in Crailsheim. Ein Resultat, das TSV-Trainer Günther Wörle zu folgender Prognose verleitete: “Dann gibt es im Pokal eben ein 4:4 nach Verlängerung!” Zumindest ein Tor, und wenn es im Elfmeterschießen ist, muss diesmal auch fallen. Denn im Pokal gibt es Sieg oder Niederlage, nur mit einem Sieg lebt der Traum vom Pokalfinale in Berlin weiter. “Wenn wir an das Frankfurt-Spiel anknüpfen können, habe ich ein gutes Gefühl”, meint Kapitänin Ramona Treyer .

Die Gäste aus Hamburg müssen ihre erste Mannschaft schon seit einigen Wochen durch Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft aufstocken und erzielen dabei achtbare Resultate. Zuletzt gab es ein 1:1 bei der SG Essen-Schönebeck. Zusätzlich hoffen die Hansestädterinnen in Crailsheim auch auf die Unterstützung ihrer vielen Anhänger im Süden der Republik. Ebenfalls nur unterstützen, nicht aber aktiv eingreifen, kann Juniorennationalspielerin Imke Wübbenhorst, die nach ihrer gelb-roten Karte in der 2. Runde in Wolfsburg gesperrt ist.

FC Bayern München - SC Freiburg (14 Uhr):

Auf dem Papier ist die Ausgangslage klar: die Gastgeber vom FCB stehen mit elf Punkten auf einem starken Tabellenplatz vier, der SC Freiburg ist mit zwei Punkten noch sieglos und Träger der roten Laterne. Dementsprechend überrascht es nicht, dass Trainerin Sissy Raith darauf hinweist, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat und auch dieses Spiel erst gewonnen werden muss. Trotz des Ausfalls von Bianca Eder (Nasenbeinbruch) und Corinna Paukner (Sprunggelenk), die sich im Ligaspiel in Bad Neuenahr verletzten, ist der Optimismus aber groß. Man müsse die Partie konzentriert angehen, doch “wenn wir jedoch an die Leistung gegen Neuenahr anknüpfen können, werden wir bestimmt nicht als Verlierer vom Platz gehen”, meint etwa Stürmerin Nina Aigner.

Zweckoptimismus oder der feste Glaube an die eigenen Fähigkeiten? “Für eine Überraschung sind wir allemal gut”, meint Freiburgs Trainer Thomas Schweizer. Ein Sieg im Pokal könnte für die Liga Auftrieb geben, der der Übungsleiter klare Priorität einräumt: “Das Pokalspiel ist zwar wichtig, aber natürlich nicht so wichtig wie ein Ligaspiel.” Bei seiner Aufstellung will er rotieren, Kristina Kober im Tor einsetzen und Küken Valeria Kleiner in seine Startelf nehmen. Seine Interims-Vorgängerin Katja Bornschein, die eigentlich nach der vergangenen Saison ihre aktive Karriere beendete, wird ebenfalls von Beginn an auflaufen. Ob die seit Wochen verletzte Susanne Hartel wieder mit von der Partie sein kann, ist noch offen.

Frankfurt gegen Spitzenreiter der 2. Liga Nord

Der Deutsche Meister 1. FFC Frankfurt, der unter der Woche das Halbfinale im UEFA-Cup erreichte , setzte seine “englischen Wochen” fort und empfängt den Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord, TeBe Berlin. Der Einsatz der weiterhin angeschlagenen, am Mittwoch gegen Rossiyanka allerdings überragend aufspielenden Birgit Prinz ist fraglich. Die Erstliga-Aufsteigerinnen vom 1. FC Saarbrücken treten außerdem um 11 Uhr bei Holstein Kiel an, und um 14 Uhr versucht der hessische Oberligist VfR Limburg dem Zweitligisten TuS Köln rrh ein Bein zu stellen. Alle Spiele können im Liveticker des DFB verfolgt werden.