DFL-Millionen für den deutschen Frauenfußball?

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Nach der umstrittenen Entscheidung, die Vermarktung der Bundesligarechte in die Hände des 2002 in Insolvenz gegangenen Medienunternehmers Leo Kirch zu geben, hat Peter Danckert, SPD-Politiker und Vorsitzender des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, mit einem überraschenden Vorschlag aufhorchen lassen.

Danckert schlägt vor, fünf Prozent des Gesamtbetrages pro Saison, „vielleicht 25 Millionen“, für die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen auszugeben. „Die sind jetzt Weltmeisterinnen und vielleicht eines Tages auch Partner der DFL. Also da sollte auch ein bisschen Geld hinfließen“, so der Vorschlag. Die DFL erhält innerhalb von sechs Jahren insgesamt rund drei Milliarden Euro.

Populistischer Vorschlag in Zeiten der WM-Euphorie oder eine ernst zu nehmende Idee? Eure Meinungen sind gefragt!

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Bartolo
Bartolo

> Populistischer Vorschlag in Zeiten der WM-Euphorie oder eine ernst
> zu nehmende Idee?

Beides 🙂
Das wäre natürlich erst mal toll.
Aber: Wer bekommt die Kohle? Nach welchem Schlüssel?
Wenn das direkt an die Vereine geht und nach einem ähnlichen Schlüssel wie bei den Herren verteilt wird, bekommen wir binnen kurzem ein „Old Firm“ Problem (eigentlich haben wir das ja jetzt schon).
Giesskanne ist auf der anderen Seite auch selten eine gute Methode…

Bartolo
Bartolo

Ups, da habe ich nicht richtig gelesen. Es steht ja da, dass das Geld an die Natio gehen solle.
Keine gute Idee! Da ist der DFB gefragt und die haben genug Geld.

Max Diderot
Max Diderot

Eigentlich ein ganz prima Vorschlag. Dadurch würde die DFL, als Kapitalgesellschaft, nicht nur steuersparende Ausgaben tätigen, wenn sie die Frauennationalmannschaft, deren rechtlicher Träger ja der DFB, also ein eingetrager und gemeinnütziger Verein ist, finanziell unterstützen würde. Zudem könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Die Reputation der DFL würde sich in der Außendarstellung verbessern (zumindest in der meinigen) und das Renommee des Frauenfußballs könnte positiv davon profitieren. Auch wenn eingedenk des Umstandes, und diese Erkenntnis stammt von klügeren Mitmenschen, Geld keine Tore schießt. Bedenklich ist für mich aber, dass es augenblicklich keine rechtliche Grundlage für die (Weiter-) Verteilung dieser… Weiterlesen »

Markus Juchem
Markus Juchem

Danke für Eure Einschätzungen. @Max Die Kritik an Leo Kirch richtet sich ja nicht an die Privatperson, auch dessen unternehmerische Leistungen der Vergangenheit sind unbestritten. Dass aber genau dieser Leo Kirch und seine damalige Kirch Media vor gerade einmal fünf Jahren die Bundesliga fast mit in die Pleite gestürzt hätten, haben viele offenbar schon wieder vergesssen. Während Kirch unbehelligt an neuen Unternehmungen bastelt, wird das Insolvenzverfahren der Kirch Media mit einer Insolvenzmasse von rund 7 Milliarden Euro (in Worten: Sieben Milliarden Euro) noch ca. 10 bis 15 Jahre dauern. Warum? Weil damals Banken immer weiter Kredite in Kirchsche Unternehmungen gepumpt… Weiterlesen »

Bartolo
Bartolo

Nochmal was zur Verteilung der virtuellen Millionen 🙂 @Max: Du schreibst was von „Bildung“. Wenn du darunter die Nachwuchsförderung verstehst: vollkommen d’accord. Wenn ichs mir so überlege, ist das das einzige Feld, in dem man Gelder, die „für den Frauenfussball“ allgemein gedacht sind, sinnvoll einsetzen kann. Indem man nämlich die Vereine beim Aufbau von Fussballschulen unterstützt, so wie es sie im Männerfussball auch schon gibt. Nur über den Nachwuchs gibt es eine wirkliche Förderung. Das Schlimmste, was passieren könnte wäre, dass man damit etablierte Spielerinnen bezahlt. PS: „Old Firm“ bezieht sich ursprünglich auf Celtic Glasgow / Glasgow Rangers, die zusammen… Weiterlesen »

Max Diderot
Max Diderot

Auch wenn wir bis dato nur im kleinen Kreis über den Vorschlag von Herrn Danckert diskutieren, vermutlich werden noch einige Meinungen zu dem Thema eintreffen, finde ich die Diskussion über die Anregungen des Berliner MdB recht interessant. Exakt, Bartolo, den weiten Begriff der Bildung könnte ich mir so, wie von Dir beschrieben, auch vorstellen. Außerdem entspricht dieser Komplex ja auch der Absicht des DFB, und hier insbesondere dessen Präsidenten Dr. Zwanziger, jungen Mädchen und Damen mit einem Migrationshintergrund über den Fußballsport die gesellschaftliche Integration zu erleichtern. Wie nützlich und hilfreich so eine Maßnahme sein kein, erkennen wir ja aktuell an… Weiterlesen »

Detlef
Detlef

Also ich halte nichts davon, diese „Virtuellen Millionen“ in die Frauen-Nationalmannschaft zu pumpen!!! Dafür ist in der Tat der DFB zuständig!!!
Lieber sollte man das Geld dazu verwenden, in den bereits vorhandenen Fußballschulen, auch Mädchen auszubilden, sowohl am Ball, als auch in Mathe, Biologie, Geschichte……!!! In Verbindung mit anderen Geldquellen (DFB, öffentliche Gelder, Sponsoren), könnte somit ein Fundament gelegt werden, damit die FF-Bundesliga spannender und besser wird, und hier können auch die Weltmeisterinnen von morgen und übermorgen heranwachsen!!!
Wie ich schon in einem anderen Beitrag schrieb, Geld ist in diesem Land reichlich vorhanden, man muss es nur sinnvoll einsetzen!!!

David
David

Keine Ahnung war der Kommentar beim ersten Mal (gestern) nicht erschien. Deshalb nochmal: „Zusätzliche Gelder für den Frauenfußball“ sind sicherlich für die meisten der Frauenfußballanhänger eine positive Schlagzeile. Allerdings würde ich dafür plädieren das Geld, sollte es denn fließen, den Vereinen (gestaffelt nach Ligazugehörigkeit) zukommen zu lassen. Die Nationalmannschaft und ihre Spielerinnen erhalten schon jetzt eine gegenüber ihren Mitspielerinnen in den Ligen deutlich gesteigerte Unterstützung seitens des DFB. Ob Leistungszentren oder Zuschüsse für das Training von Nationalspielerinnen im Verein. Der Rest des Frauenfußballs befindet sich jedoch überwiegen noch immer im Bereich des Amateursports. Um langfristig die Klasse des Frauenfußball zu… Weiterlesen »

Max Diderot
Max Diderot

„Keine Ahnung war der Kommentar beim ersten Mal (gestern) nicht erschien.“. David, diese Erfahrung habe ich auch schon mit einigen Beiträgen gemacht, die sich im virtuellen Nichts verflüchtigten. Leider blieb meine Frage, nach dem Warum und Weshalb, bis dato unbeantwortet.

Markus Juchem
Markus Juchem

@Max und David

Tut uns Leid, wenn Kommentare von Euch im virtuellen Nirvana gelandet sind. Wir können das leider technisch nicht nachvollziehen. Bitte schickt uns doch gleich eine Mail, sollte es wieder einmal passieren. Vielleicht finden wir dann doch noch den Grund heraus, woran es liegt.

Max Diderot
Max Diderot

Markus, ich sehe es sportlich. Aber beim letzten Mal, es ging um Katja Öhlschlägers Beitrag zur WM 2011 respektive der Vergabe der selbigen, platzte mir der Kragen und ich schickte der Verfasserin eine Email, die Adresse entnahm ich den Angaben der Autorenrubrik. Dabei gab ich auch an, mit welchem Browser bzw. Add-on ich arbeite.

Katja Öhlschläger
Katja Öhlschläger

Hallo Max,

wie Markus schon sagte, bedauern wir diese Probleme beim Abschicken der Kommentare, haben darauf aber leider keinen Einfluss. Eine Mail hilft da, damit wir Eure Beiträge dann manuell einstellen können.

Auf deinen jetzigen Kommentar hin habe ich meinen Spamordner durchsucht. Leider hat sich Deine E-Mail-Adresse dort verfangen. Ansonsten beantworten wir E-Mails immer umgehend.

Ich werde Deinen Beitrag aber gleich nachträglich im entsprechenden Thema einfügen.

Detlef
Detlef

@Katja & Markus,
von mir sind auch schon einige Beiträge im „NIRVANA“ gelandet, manche auch nur teilweise!!! Ich kann Max also gut verstehen!!!