Stimmen zum WM-Sieg

Von am 30. September 2007 – 16.01 Uhr 1 Kommentar

Womensoccer.de hat die ersten Stimmen zum zweiten WM-Sieg in Folge nach 2003 eingefangen. Bundestrainerin Silvia Neid freute sich: „Ich habe von Anfang an Vertrauen in diese Mannschaft gehabt. Es ist mir egal, ob das heute das schönste Spiel war, wir mussten uns darauf beschränken, das Spiel des Gegners zu zerstören.“

Die Stimmen im Überblick:

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Birgit Prinz: „Ich genieße den Moment und freue mich riesig, aber man kann den Titel nicht mit 2003 verteidigen. Brasilien war ein starker Gegner, aber wir haben die Tore erzielt, deswegen ist der Titel auch verdient.“

Simone Laudehr: „Das 2:0 war entscheidend, das war noch mal ein emotionaler Schub. Wann wird man schon einmal mit 21 Jahren Fußball-Weltmeisterin? Ich wusste, dass wir eine gute Mannschaft haben. Wir haben eine harte Vorbereitung absolviert und alles versucht, aber es war klar, dass es schwer werden würde.“

Renate Lingor: „Ich kann es noch gar nicht fassen. Es war so ein tolles Turnier, wir haben kein Gegentor bekommen. Dann auch noch der gehaltene Elfmeter von Nadine Angerer, alle sind über sich hinausgewachsen, das war unglaublich.“

Silvia Neid: „ Ich hatte von Anfang an Vertrauen zur Mannschaft.  Es war eine tolle Mannschaftsleistung und alle Spielerinnen sind an ihre Grenzen gegangen und haben super füreinander gearbeitet. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit Akzente gesetzt. Als dann Nadine Angerer den Elfer gehalten hat, wurde ich gelassener. Wir sind gut gestanden und haben die Brasilianerinnen oft nach außen gedrängt. Das war auch der Plan. Wir haben sicherlich nach vorne schon besser gespielt aber wir mussten uns darauf beschränken, das Spiel des Gegners kaputt zu machen und es ist mir egal, ob das jetzt das schönste Spiel war.“

Nadine Angerer: „ Ich bin einfach ins Spiel gegangen, ich wollte gewinnen, egal wie. Wir waren alle total heiß auf das Spiel und wir sind zu Recht wieder Weltmeister geworden.“

Dr. Theo Zwanziger (DFB-Präsident): „Da brechen alle Dämme, ich bin Fußballer durch und durch und an dieser Mannschaft hänge ich besonders. Heute haben sie gezeigt, welcher Geist in ihnen gesteckt. Für den deutschen Fußball ist dieser Titel eine großartige Stunde. Die Leistung von Nadine Angerer spricht für sich, wenn man im Turnier ohne Gegentor bleibt. Aber auch die Abwehrreihe hat Großartiges geleistet, da kann man niemanden hervorheben.“

Wolfgang Schäuble (Bundesinnenminister): „Es war ein aufregendes Spiel, wir sind alle etwas erschöpft. Das war wirklich Werbung für den Frauenfußball. Die Brasilianerinnen waren stark, aber die Deutschen hatten eine unglaubliche Torhüterin. Ein tolles Spiel mit viel Einsatz und Laufbereitschaft.“

Marta: „Das ist ein sehr schwerer Moment, um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Der Sieg für Deutschland ist verdient, obwohl wir gut gespielt haben. Wir waren in den ersten 30 Minuten besser, müssen jetzt den Kopf hoch halten und an Olympia denken. Dort wollen wir wieder ins Finale kommen, mit einem hoffentlich anderen Sieger. Wir haben im Laufe des Turniers unseren Rhythmus verloren.“

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • Thomas Bebiolka sagt:

    Faires Spiel in der Fremde!
    Die ich-bin-gastfreunD-Initiative gratuliert herzlich zum WM Titel.
    Eine WM Runde ohne Gegentor…hat es sowas überhaupt schon mal gegeben.
    Ihr seid ein Beispiel für Fairness im Sport…. Wir hätten das passende T-Shirt für euch.

    Mit herzlichen Grüßen
    Thomas Bebiolka

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