Vorschau: China – Norwegen

Von am 22. September 2007 – 21.39 Uhr 4 Kommentare

Ingvild StenslandDen zweiten Viertelfinal-Tag eröffnen morgen um 11 Uhr (Aufzeichnung bei Eurosport ab 17.05 Uhr oder im norwegischen Fernsehen live) Gastgeber China und Norwegen. Eine Partie, die aus deutscher Sicht besonders interessant ist, wird der morgige Sieger doch am Mittwoch um 14 Uhr (live bei ARD und Eurosport) der Halbfinal-Gegner der deutschen Mannschaft sein.

Nach zwei Viertelfinal-Niederlagen in Folge wollen die Gastgeberinnen endlich wieder die Runde der letzten Vier erreichen und bauen dabei nach bisher eher durchwachsenen Vorstellungen vor allem auf ihren Heimvorteil. Norwegen als wohl überzeugendstes Team der Vorrunde möchte seine Titelambitionen unterstreichen und bei der DFB-Elf Eindruck hinterlassen.

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China:

Die Mannschaft der schwedischen Trainerin Marika Domanski-Lyfors ist die einzige, die sich mit negativer Tordifferenz für das Viertelfinale qualifiziert hat. Dabei waren die Chinesinnen am Donnerstag bis zur letzten Minute darauf angewiesen, dass die Däninnen im Parellelspiel gegen Brasilien nicht durch ein spätes Tor noch drei Punkte einfahren würden.

Nur mit viel Glück und wenig überzeugenden Vorstellungen erreichte man die K.O.-Runde. Auf ein ordentliches 3:2 gegen allerdings recht harmlose Däninnen folgte eine klare 0:4-Niederlage gegen Brasilien und ein mühsam erkämpftes 2:0 gegen Neuseeland.

Besonders ärgerlich war dabei für den Asienmeister die Tatsache, dass keine der beiden Top-Stürmerinnen, Han Duan und Ma Xiaoxu, bisher zu einem Torerfolg kam. Beide hatten gegen die Neuseeländerinnen hochkarätige Chancen, agierten im Abschluss aber zu hektisch.

Sie und auch der Rest der Mannschaft werden sich gewaltig steigern müssen, um umzusetzen, was sich Domanski-Lyfors vorgenommen hat: „Ich habe in meiner Zeit als schwedische Nationaltrainerin viele Länderspiele gegen die Norwegerinnen bestritten und kenne daher das Team sehr gut. Daher weiß ich ganz genau, wie wir vorgehen müssen, um Norwegen zu schlagen.“

Norwegen:

Nach zehn Toren in drei Spielen – die zweitmeisten hinter Deutschland (13) – kann Norwegens Trainer Bjarne Berntsen mit seiner Offensive mehr als zufrieden sein. Sieben der zehn Tore fielen gegen überforderte Ghanaerinnen, doch auch gegen die starken Gegner aus Kanada und Australien traf eine, der es zu gelingen scheint, die alte Schwäche Norwegens, die Chancenverwertung, auszumerzen: Ragnhild Gulbrandsen.

Auf sie wird es auch morgen entscheidend ankommen, wenn im dritten Anlauf endlich ein Sieg gegen einen WM-Gastgeber gelingen soll. 1991 gegen China (0:4) und 2003 gegen die USA (0:1) blieb den Norwegerinnen dies verwehrt. Immerhin die Statistik des direkten Duells gegen China spricht klar für die Berntsen-Elf. In 21 Spielen gab es 11 Siege, drei Unentschieden und sieben Niederlagen.

Bis auf Lene Mykjåland, die sich mit Magenproblemen herumschlägt und sicherheitshalber von Zimmerpartnerin Guro Knutsen getrennt wurde, stehen Bjarne Berntsen alle Spielerinnen zur Verfügung. Melissa Wiik könnte Mykjålands Position wie bereits gegen Kanada und Australien übernehmen. Solveig Gulbrandsen hatte gegen Ghana einen Schlag gegen das Knie bekommen und trainierte mit einer dicken Bandage. Nach dem Abschlusstraining gab die medizinische Abteilung grünes Licht.

Top-Torjägerin Ragnhild Gulbrandsen gibt sich jedenfalls Mühe, bei allen Vorschusslorbeeren, mit denen ihre Mannschaft in die K.O.-Runde geht, die Favoritenrolle von sich zu weisen: „Bis jetzt war Australien der schwerste Gegner, gegen den wir spielen mussten. Aber wir wissen, dass wir im Viertelfinale auf ein anderes Kaliber treffen werden. Es wird deutlich schwerer, denn man kommt dem Finale näher und in diesem Stadium des Turniers gibt es nur noch starke Gegner, die bereit sind, alles zu geben.“

Info: Das Spiel wird live vom norwegischen Sender NRK 1 übertragen. Diesen könnt ihr hier empfangen.

Mein Tipp: 4:0 für Norwegen
Tipp von Markus: 2:0 für Norwegen

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4 Kommentare »

  • Rainer sagt:

    @Katja: VIELEN DANK! Du hast meinen Vormittag gerettet. In Schweden überträgt heute Vormittag nicht TV4, sondern TV4SPORT, den ich nicht bekomme. Jetzt schaue ich NRK!.

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  • Katja Öhlschläger sagt:

    Zur Halbzeit steht es 1:0 für Norwegen. China dominierte die Anfangsphase, ohne allerdings Kapital daraus schlagen zu können. In der 32. Minute bestrafte dann Isabell Herlovsen bei ihrem ersten WM-Spiel von Beginn eine Unaufmerksamkeit von Wang Kun mit dem Führungstreffer.

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  • Markus Juchem sagt:

    Norwegen gewinnt mit 1:0 gegen China durch ein Tor von Isabell Herlovsen und ist somit Deutschlands Halbfinalgegner am kommenden Mittwoch. Die Norwegerinnen taten sich allerdings schwer, doch die Chnesinnen scheiterten an ihrer mangelnden Chancenverwertung.

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  • Rainer sagt:

    Klasse! Isabell ist in meiner Heimatstadt Mönchengladbach geboren. Bente Nordby strahlte grosse Sicherheit aus. Es war ein Arbeitssieg. Der norwegische Coach meinte nach dem Spiel, Deutschland sei klarer Favorit, aber ganz chancenlos sei man nicht.

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