Martina Moser: ein Gewinn für den SC Freiburg?

Von am 7. August 2007 – 10.28 Uhr 3 Kommentare

moser.jpgVom Berner Bigenthal in den Breisgau – die Schweizer Nationalspielerin Martina Moser hat sich mit ihrem Wechsel in die deutsche Frauenfußball-Bundesliga einen Traum erfüllt.

Noch ist sie durch einen Kreuzbandriss zum Zusehen verdammt, den Termin für ihr Bundesligadebüt hat sich die ehrgeizige 21-Jährige aber schon dick im Kalender angestrichen: 7. Oktober. Doch die Meinungen, ob sie sich beim SC Freiburg durchsetzen kann, sind geteilt.

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„Gegen Bayern München will ich unbedingt mein erstes Bundesligaspiel bestreiten“, sagt sie. Und schnell das Thema SC LUwin.ch abhaken, bei dem sie in ihrer ersten Saison Schweizer Meister und Pokalsieger wurde, ihr bisheriger Karrierehöhepunkt.

Doch zuletzt verließen dort zahlreiche Spielerinnen nach Unstimmigkeiten mit den Verantwortlichen den Verein. „Über Details möchte ich nicht sprechen, aber es war die Hölle“, so Moser. Zuvor hatte sie vier Jahre bei Rot-Schwarz Thun gespielt, bevor sie sich nach einer neuen Herausforderung umsah.

Der sportliche Tiefpunkt war im Februar das Trainingslager in der Türkei. Doch zog sie sich am letzten Tag in einem Test gegen die U-15-Auswahl des FC Luzern wenige Minuten vor Spielende die schwere Verletzung zu. „Ich übersprang einen grätschenden Luzerner, doch bei der Landung verdrehte ich mir das rechte Knie derart unglücklich, dass das Kreuzband riss“.

Vorschusslorbeeren von Sehrig

Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig ist trotz der Verletzung davon überzeugt, dass Moser sein Team verstärken wird. „Sie ist eine laufstarke, dynamische und ehrgeizige Spielerin. Ich beobachte sie schon seit zwei Jahren.“ Bereits in den vergangenen Jahren wollten die Freiburgerinnen Moser verpflichten, doch die Schweizerin lehnte die vorherigen Angebote ab.

Bei der 0:4-Niederlage der Schweiz gegen Deutschland in Ulm im November 2005 wäre Moser in der Schlussminute mit einer Direktabnahme fast ein Treffer gegen Silke Rottenberg gelungen, in ihren elf Länderspielen war sie bisher zweimal erfolgreich.

Skepsis bei von Siebenthal

Etwas skeptischer beurteilt die Schweizer Nationaltrainerin Béatrice von Siebenthal den neuerlichen Wechsel einer Schweizerin ins Ausland. „Vanessa Bürki beispielsweise hat bei Bayern München einen schweren Stand. Im Falle von Martina Moser wird sich weisen, wie sie ihre Verletzung verdaut und ob sie sich danach bei Freiburg durchsetzen kann.“

Aufgrund der geographischen Nähe zur Schweiz hat es in Freiburg bereits Tradition, dass Schweizerinnen im Team stehen. 2004 bestritt Monica di Fonzo neun Spiele, mit Torhüterin Marisa Brunner steht eine weitere aktuell im Team, die bei der  Wahl zur Torhüterin der Saison den zweiten Platz belegte.

Im Alter von zehn Jahren begann Moser angespornt vom Vater und ihren zwei Brüdern beim FC Biglen mit dem Fußball spielen. ihre Leidenschaft setzt sie seit einem Jahr auch beruflich beim Schweizer Fußballverband (SFV) um.

Botschafterin des Frauenfußballs

Die Integration der Mädchen in Sachen Fußball liegt ihr am Herzen. Als Botschafterin versucht sie den Frauenfußball verstärkt ins Rampenlicht zu rücken. „Normalerweise reichen mir 250 Autogrammkarten für ein Jahr, inzwischen sind schon mehr als 2000 weg“, freut sie sich.

Zweimal in der Woche fährt sie nach Basel, um dann mit Brunner zum Training nach Freiburg zu fahren. Die beiden Bundesligaspieltage vor der Frauenfußball-Weltmeisterschaft gegen Saarbrücken und Duisburg wird sie noch verpassen, doch beim Wiedersehen mit ihrer Nationalmannschaftskollegin Bürki soll dann der lang ersehnte Traum wahr werden.

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Alfred Ostermann Junior sagt:

    Ich möchte gerne autogrammkarten haben wenn es geht verschiedene von allen haben wenn es geht dann gleich 4 mal pro spielerin aber gratis
    ALFRED OSTERMANN JUNIOR
    HAGENMÜLLERGASSE 21 1 2 11
    1030 WIEN

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  • Markus Juchem sagt:

    Hallo Alfred, bitte am Besten einfach mal direkt beim Verein anfragen.

    Hier ist die Kontaktadresse:

    Sport-Club Freiburg
    Schwarzwaldstr. 193
    79117 Freiburg
    e-mail: scf@scfreiburg.com
    Tel. 0761/385510
    Fax 0761/3855150

    Viel Erfolg!

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  • skepsis sagt:

    4x pro spielerin und gratis? um dann bei ebay zu verchecken???????

    (0) 0 Gesamt – 0 hoch – 0 runter
Bundesliga 2019/20
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