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2007

Silvia Neid: „Der Favoritenkreis ist ziemlich groß“

Mit dem Leistungstest in Köln ist in der vergangenen Woche für die deutsche Mannschaft die Vorbereitung für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft in China in die nächste Phase gegangen. Bundestrainerin Silvia Neid (Bild) zog ein positives Gesamtfazit, das allerdings durch die Verletzung von Isabell Bachor getrübt wurde.

Neid freut sich: „Die Spielerinnen sind motiviert und konzentriert an das Projekt WM 2007 rangegangen.“ Doch neben der eigenen Mannschaft hat Neid eine Menge anderer Teams auf der Rechnung, wenn es um die Vergabe des WM-Titels geht.

Im Interview mit der DFB-Website bekräftige die Bundestrainerin noch einmal die Zielsetzung. „Natürlich wollen wir den Titel holen. Wir gehören sicherlich zum Favoritenkreis, doch der ist ziemlich groß.“ Neben den üblichen Verdächtigen USA, Norwegen, Schweden, Brasilien und Gastgeber China glaubt sie, dass diesmal auch Teams wie Nordkorea oder Afrikameister Nigeria ein Wörtchen um den Titel mitreden werden.

„Der Spielplan hat es in sich“, so Neid, die bei Erreichen des Viertelfinales mit ihrem Team bereits auf eines der starken Teams aus den USA, Schweden, Nordkorea oder Nigeria treffen wird.

Optimale Rahmenbedingungen in der WM-Vorbereitung

Neid freut sich über die vom DFB geschaffenen Rahmenbedingungen. „Ich kann im Vorfeld der WM neun Wochen mit der Mannschaft zusammenarbeiten, um sie bestmöglich auf die WM vorzubereiten.“

Und sie verspricht, dass ihre Mannschaft alles daran setzen wird, den Titel erneut nach Deutschland zu holen. Unter Druck sieht sie ihre Elf nicht. „Das Turnier 2003 hat mit dem 2007 nichts mehr zu tun, das ist jetzt eine neue Herausforderung. Wir haben eine andere Mannschaft, wir treffen auf andere Gegner, die ganze Situation ist eine andere.“

Der Frauenfußball habe sich in allen Bereichen enorm weiter entwickelt. „Er ist schneller, athletischer geworden. Die Weltspitze rückt immer mehr zusammen. Entsprechend müssen die Spielerinnen einen höheren Aufwand betreiben.“

Wachsende Professionalisierung nötig

Neid freut sich über die positive Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland, fordert aber eine zunehmende Professionalisierung. „Dem Frauenfußball kann deshalb nichts Besseres passieren, als dass große Vereine wie Bayern München oder der Hamburger SV ihre Frauen-Abteilungen fördern.“

Eine WM-Ausrichtung 2011 würde nach Meinung von Neid die „Massen mobilisieren“. Der Mädchen- und Frauenfußball würde dadurch sogar „einen Boom erleben“. Neid hofft, dass sie dann selber noch am Ruder ist. „Mein Vertrag läuft noch bis 2009. Aber es wäre selbstverständlich eine tolle Sache, ein solches Turnier als Trainerin zu begleiten.“

Schlagwörter: A-Nationalmannschaft • DFB • Frauenfußball • Silvia Neid