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2007

Wählt die beste Torhüterin der Saison!

Wie gestern bereits angekündigt , geht es heute also los mit der Wahl zur Spielerin der Saison! Beginnen wollen wir mit den Torhüterinnen. Womensoccer.de stellt Euch in alphabetischer Reihenfolge die fünf Kandidatinnen vor, die zur Auswahl stehen. Die Umfrage läuft bis Freitag, 29. Juni, 12.00 Uhr.

Nadine Angerer (Turbine Potsdam)

Die Saison 2006/2007 war für Turbine Potsdam eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach einer aus Turbine-Sicht verkorksten Hinrunde steigerte man sich und blieb in der zweiten Saisonhälfte ungeschlagen. Torhüterin Nadine Angerer war eine der Spielerinnen, die im Saisonverlauf noch am ehesten durch ihre Konstanz bestach. So war sie etwa bei der 1:2-Heimspielniederlage gegen Meister 1. FFC Frankfurt die beste Potsdamerin, beim 3:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg präsentierte sie sich ebenfalls in Topform und parierte zudem einen Handelfmeter. Ihre Vertragsverlängerung in Potsdam hatte Signalwirkung, auch vom Prüfungsstress ließ sie sich nicht aus der Ruhe bringen. In der Nationalmannschaft feierte sie im EM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande beim 5:1-Erfolg zudem ein gelungenes Comeback.

Marisa Brunner (SC Freiburg)

Nicht umsonst wurde Freiburgs Torhüterin Marisa Brunner in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal nach 2005 zur Schweizer Fußballerin des Jahres ausgezeichnet. Nach einem holprigen Start gewöhnte sie sich immer besser an das neue Team und die neue Liga. Lange musste sie mit den Breisgauerinnen gegen den Abstieg kämpfen, doch gerade in den wichtigen Spielen zeigte sie ihre besten Leistungen. Etwa beim 4:0-Heimsieg gegen Heike Rheine, als sie beim Stand von 1:0 gegen Dyanne Bito mit einem tollen Reflex den Ausgleich verhinderte. In der zweiten Halbzeit parierte sie sogar noch einen Elfmeter, ein Kunststück, das ihr auch in der Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande noch einmal gelang. Auch menschlich hat die 24-Jährige einen Sprung nach vorne gemacht, wie sie selber meint.

Ursula Holl (1. FFC Frankfurt)

Erst durch die schwere Knieverletzung von Silke Rottenberg wurde Ursula Holl zur zwischenzeitlichen Nummer 1 in Frankfurt. Als Bankdrückerin wurde sie ins kalte Wasser geschmissen und löste die Aufgabe mit Bravour. Ob in der Bundesliga, wo sie etwa beim 1:1-Unentschieden gegen Turbine Potsdam einen platzierten Schuss von Conny Pohlers glänzend parierte, oder dem Highlight des DFB-Pokalfinales, wo sie mit zwei gehalten Elfmetern dem 1. FFC Frankfurt zum sechsten Pokalsieg verhalf – Holl war immer voll auf der Höhe, wenn ihre Leistung gefragt war. Gegen Frankreich und Dänemark kam sie zudem zu ihren ersten beiden Länderspieleinsätzen. Gegen Dänemark zeigte sie in der ersten Halbzeit beim Herauslaufen in einer Eins-gegen-Eins-Szene ihr ganzes Reaktionsvermögen.

Stefanie Löhr (SG Essen-Schönebeck)

Stefanie Löhr von der SG Essen-Schönebeck kann ebenfalls auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Die 27-Jährige, seit 2003 in Diensten der Essenerinnen, wusste mehr als einmal mit ihren Reflexen zu gefallen. Gleich beim überraschenden 3:2-Auftaktsieg gegen Vorjahresmeister Turbine Potsdam bot die Torhüterin eine glänzende Partie. Beim 2:4 in Duisburg sorgte Löhr dafür, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel, als sie etwa einen Schuss von Fatmire Bajramaj sehenswert aus dem Winkel fischte. Ihre beste Partie zeigte Löhr beim torlosen Remis in Hamburg, als sie ein ums andere Mal klarste Torchancen vereitelte und ihre Gegnerinnen mit ihren Paraden schier zur Verzweiflung brachte. Mal klärte sie per Fuß gegen Tanja Vreden, mal holte sie einen Schuss von Silvia Lone Saländer aus der Ecke und auch Anna Blässe scheiterte aus kurzer Distanz an der an diesem Tage unüberwindlichen Torhüterin.

Bianca Weech (Hamburger SV)

Die HSV-Torhüterin gehört zu den Unterschätzten ihrer Zunft. Der 22-Jährigen gelang im Saisonverlauf gleich mehrfach der Beweis ihrer Klasse. So etwa im Heimspiel gegen den FCR 2001 Duisburg zum Abschluss der Hinrunde, als „Weechy“ nicht nur einen Foulelfmeter von Inka Grings parierte, sondern auch sonst einen glänzenden Tag erwischte. Bei der Heimniederlage gegen Bayern München sorgte sie mit ihren glänzenden Paraden vor allem in der Schlussphase dafür, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Beeindruckend war ihre Leistung dann noch einmal im Gastspiel beim Meister 1. FFC Frankfurt. Bei der knappen 1:2-Niederlage brachte Weech die Frankfurter Stürmerinnen vor allem in der ersten Halbzeit mit ihren Reflexen zur Verzweiflung. Bei den beiden Gegentreffern in Halbzeit zwei war sie machtlos.

Wer war die beste Torhüterin der Saison?