„Duschen für 111 Euro“ – eine Meldung und ihre Geschichte
„Duschen für 111 Euro“ überschreibt die „Berliner Morgenpost“ heute scheinbar witzig und originell einen Beitrag über die Hintergründe der Internet-Versteigerung eines 15-minütigen Einsatzes in der österreichischen Frauenfußball-Bundesliga ( Womensoccer.de berichtete ).
Dem zuständigen Redakteur haben bei rund 30 Grad Außentemperatur anscheinend die Hormone die Fantasie beflügelt. Denn vom „erhofften gemeinsamen Duschen“ mit den Spielerinnen des ASK Erlaa ist in der auf dem Bericht basierenden Agenturmeldung des Sportinformationsdienstes (sid) nichts zu lesen. Wie auch sonst die Hintergründe ganz anders aussehen, wie Womensoccer.de nicht ganz zufällig weiß.
Denn wir selbst von Womensoccer.de haben bei der ungewöhnlichen Auktion mitgesteigert und gewonnen. Natürlich war uns von vornherein bewusst ( die Kriterien waren in der Auktion ausführlich beschrieben ), dass kein männliches Wesen gegen den Ball würde kicken können. Es tut uns sehr Leid, dass wir der „Berliner Morgenpost“ diese Illusion rauben und dem Artikel den Boden unter den Füßen wegziehen müssen.
Ganz im Gegenteil – Womensoccer.de möchte dieses unvergessliche Erlebnis („Spiel des Lebens“) einem Mädchen aus dem SOS-Kinderdorf in Wien schenken und hat deswegen bereits Kontakt aufgenommen. Dass die 111 Euro zudem einem wohltätigen Zweck zufließen, nämlich dem Tierschutzverein, hat der Autor geflissentlich unterschlagen.
Ein einziger Anruf bei Erlaa-Trainer Thomas Rauch hätte Klarheit gebracht. „Für uns wird noch nicht so viel getan. Da müssen wir Aktionen bringen, um auf uns aufmerksam zu machen“, sagt Rauch über die Versteigerung. Aufmerksamkeit ja, doch die hätte er sich wohl ein wenig anders vorgestellt.
Wir werden Euch natürlich auf dem Laufenden halten, was aus unserer Patenschaft wird…