Fusion zwischen Eintracht Frankfurt und 1. FFC Frankfurt perfekt

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Eintracht Frankfurt und der 1. FFC Frankfurt planen, ab der Saison 2020/2021 unter der Flagge der Eintracht in der Frauenfußball-Bundesliga anzutreten.

Logo Eintracht Frankfurt/1. FFC Frankfurt
Ab 2020/2021 startet Eintracht Frankfurt in der Frauen-Bundesliga © Eintracht Frankfurt / 1. FFC Frankfurt

In den vergangenen Monaten haben die Gremien der Eintracht Frankfurt Fußball AG einen möglichen Zusammenschluss mit dem 1. FFC Frankfurt intensiv geprüft und nunmehr in der zurückliegenden Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat
den Entschluss gefasst, einen Zusammenschluss mit Wirkung zum Saisonbeginn 2020/21 herbeizuführen.

Neustrukturierung als logischer Schritt

Bereits vor anderthalb Jahren war FFC-Manager Siegfried Dietrich im Auftrag des Vorstands an die Eintracht herangetreten, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten. Aufgrund der gestiegenen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Anforderungen im Zuge der Professionalisierung der Frauenfußball-Bundesliga ist eine Neustrukturierung des Frauenfußball-Traditionsstandorts Frankfurt aus Sicht des FFC notwendig.

Bobic: „Tolles Zeichen“

Fredi Bobic, Sportvorstand der Eintracht Frankfurt AG, sagt: „Als eines der ersten Mitglieder des FFC freut mich diese Entscheidung ungemein. Es ist nicht zuletzt auch ein tolles Zeichen für den Frauenfußballstandort Frankfurt, den wir als Eintracht auf diese Weise gezielt weiterentwickeln möchten. Das rege Zuschauerinteresse und die sehr guten TV-Einschaltquoten für die aktuell laufende Weltmeisterschaft unterstreichen die gestiegene Bedeutung des Frauenfußballs in den vergangenen Jahren.“

Dietrich: „Außerordentlich glücklich“

Siegfried Dietrich, Manager und Vermarkter des 1. FFC Frankfurt sowie seit 2016 auch Lebenslanges Mitglied von Eintracht Frankfurt e.V. sagt: „Der 1. FFC Frankfurt ist außerordentlich glücklich, dass sich die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt mit ihren Gremien dafür entschieden haben, einen gemeinsamen Weg unter einem Dach realisieren zu wollen. Mit dem angedachten Zusammenschluss liegen beide Vereine nicht nur im Trend der Zeit, sondern sie nutzen konsequent den Standort FrankfurtRheinMain, an dem der deutsche und europäische Frauenfußball in den letzten 20 Jahren Geschichte geschrieben hat.“

Verantwortung für den Sportstandort Frankfurt

Axel Hellmann, Vorstandsmitglied von Eintracht Frankfurt, begrüßt das Vorhaben ausdrücklich: „Der 1.FFC Frankfurt ist ein großer Name im deutschen und europäischen Frauenfußball und dieser hat sich in den letzten Jahren sehr stark professionalisiert. Ich habe mich vor mehr als zehn Jahren für die Gründung eines Frauenfußballbereichs bei Eintracht Frankfurt e.V. stark eingesetzt und bin froh, dass wir nun einen weiteren großen Schritt in diesem Bereich machen können. Wir haben als größter und wirtschaftlich starker Klub der Region auch eine Verantwortung für den Sportstandort Frankfurt und wollen den Frauenfußball auf Topniveau erhalten. Insbesondere in der Internationalisierung der Eintracht wird uns dieser Schritt weiterhelfen. Unsere Partner begrüßen diesen Schritt ausdrücklich.“

Eintracht Frankfurt ab 2020/21 in der Frauenfußball-Bundesliga

Verläuft die Eingliederung planmäßig, könnte Eintracht Frankfurt mit der Lizenz des 1. FFC Frankfurt ab der Saison 2020/21 in der Frauenfußball-Bundesliga antreten. Der gesamte Profi-Bereich wäre dann dem Lizenzspielerbereich unter der Gesamtverantwortung von Sportvorstand Fredi Bobic zugeordnet. Für die genaue Eingliederung der weiteren Frauen- und Nachwuchsmannschaften des FFC wird gemeinsam mit den verantwortlichen Personen vom Eintracht Frankfurt e.V. und dem 1. FFC Frankfurt ein Konzept erarbeitet.

Sportdirektor Frauenfußball gesucht

Die operative sportliche Verantwortung soll nach einer Übergangsphase mittelfristig ein eigener für den Frauenfußball zuständiger Sportdirektor übernehmen, bis dahin übernimmt weiter Dietrich als Generalbevollmächtigter für den Frauenfußball der Eintracht Frankfurt Fußball AG auch für die sportlichen Belange im Profi-Frauenfußball die operative Verantwortung.

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mrx
mrx

Die beste Lösung für den nicht jünger werdenden SiDi in einem nicht leichter werdenden Geschäfts-, Sponsoren und Ligaumfeld; von daher Glückwunsch für diesen Deal!

bale.
bale.

Bravo super Idee alle müssen eben sich modernisieren schade das St.pauli da nix tut haben doch riesige Gewinne durch Merchandising und us reisen

ajki
ajki

Geht wohl einfach nicht anders.

Ich verlasse mich FEST darauf, dass das schönste Fußball-Vereinslogo der Welt _*NICHT*_ !! geändert wird. (klar, von mir aus der Vereinsnahme, wenn die Fusion das erfordert – aber auf keinen Fall Bild und Struktur)

Rolex
Rolex

Und wieder stirbt ein reiner Frauenfussballclub.

Mal sehen wie lange sich die restlichen noch halten können bis wir nur noch Anhängsel von Männerprofivereinen in den beiden Bundesligen haben.

NordseeMagazin
NordseeMagazin

Der geldgeile DFB (reichster Sportverband der Welt) lässt die armen Frauen-Vereine so lange verhungern, bis sie von den Kommerz-Männchen geschluckt werden…
Nächster Schritt: Die „Controller“ der Profi(t)-Clubs streichen dann das Geld für die Nachwuchsarbeit und zocken stattdessen am „Transfer-Markt“ rund um den Globus.
So endet der Sport im Frauenfussball und wird zum vulgären Show-Geschäft; siehe England, Spanien, PSG Paris, Bayern München, etc…

Bernd
Bernd

@ Rolex „Und wieder stirbt ein reiner Frauenfussballclub.“ Wer stirbt, ist tot. Bei einer Insolvenz, bei der Spielerinnen und Vereinsmitarbeiter ihre Jobs verlieren, würde ich den Begriff „stirbt“ noch verstehen. Hier würde ich eher von „Wandel“ sprechen. Diesen kann man begrüßen, oder verurteilen. Aus meiner Sicht ist er eher bedauerlich, aber notwendig! Mittelfristig hat ein reiner Frauenfussballverein gegenüber den finanziellen und strukturellen Möglichkeiten eines Bundesligisten der Männer keine Chance. Daher ist dieser Schritt sinnvoll und sichert das Überleben des Frauenfussballbundesligastandorts Frankfurt. Bedauerlich ist der Schritt natürlich auch, allein schon weil damit immer ein Stück Traditin verloren geht. Jedoch ist dieser… Weiterlesen »

Detlef
Detlef

Nachruf Hier stirbt ein weiterer Traditionsverein des deutschen FF nach langer, schwerer und schmerzhafter Erfolglosigkeit, durch eine „Überdosis“ Finanzinjektion!!! Dieser Verein war einmal der „Leuchtturm der Professionalität“ in Deutschland, und wurde als solches von vielen/allen Journalisten, Moderatoren, Kommentatoren und DFB-Experten in den Himmel geschrieben, geredet und gelobt!!! Was ist jetzt noch davon übrig, nachdem der große Geldsegen ausgetrocknet ist, bzw die Budgets von früher heute nur noch Mittelmaß bedeuten!!! Das ist jetzt also die Antwort des großen „Machers“ in Mainhatten, auf die Herausforderungen des globalen Finanzkapitals in Wolfsburg und München!!! Noch nicht lange her, da sagte SiDi mal in einem… Weiterlesen »

Zaunreiter
Zaunreiter

Ich bin noch am überlegen, was ich davon halten soll.

Schnorchel
Schnorchel

Die Mädels der Frankfurter Eintracht werden wohl über diese Nachricht nicht gerade begeistert sein. Denn sportlich gesehen, sind erste und zweite Mannschaft des FFC deutlich besser. Und wer dann im Kader einer fusionierten Frankfurter Mannschaft stehen würde, kann sich wohl jede Eintracht-Spielerin halbwegs ausrechnen. Damit Siggis Projekt aber langfristig überleben und weiter in der Bundesliga bestehen kann, ist die Fusion wohl okay. Bleibt die Frage, ob die Worte von Fredi Bobic wirklich ernst gemeint oder ob es nur hohle Phrasen sind und die Mädels nur mit dem allernötigsten abgespeist werden. Zweifel sind schon angebracht. Denn wenn der Eintracht wirklich so… Weiterlesen »

fußball, F1
fußball, F1

Kann ich nur begrüßen. So wir der Frauenbereich im Fußball gestärkt.

be
be

Ob das eine langfristig gute Entscheidung ist, das werden wir sehen. Man darf nicht vergessen, dass sowohl Frankfurt als auch Potsdam als auch Duisburg als auch Rheine als auch Jena nicht als reine Frauenfußballmannschaften gegründet wurden, sondern als Unterabteilung in bestehenden Sportvereinen. Der Schritt, sich vor etwa 20 Jahren jeweils selbstständig zu machen war damals konsequent und richtig, um dem Sport aus dem Amateurstatus heraus zu bekommen und voran zu bringen. Nun hat SD in Frankfurt am Main aufgrund seines Berufs sehr viel für die Professionalisierung getan zu einer Zeit, wo reine Fußballvereine mit hochklassig spielenden Männermannschaften nur kaum bis… Weiterlesen »

WAC
WAC

Grundsätzlich gesehen hat der FFC keine Chance, eigenständig zu bleiben, wenn denn der Fußball der Frauen irgendwann mal boomen sollte. Dazu fehlt ihnen das Geld und die Infrastruktur. Nur wo ist der Boom? Auch der SC Sand und die SGS Essen sind eigentlich chancenlos, wenn denn wirklich Geld fließen sollte. Aber wo ist das Geld, wo sind die Zuschauer, wo sind die Fernsehübertragungen, wo ist das Interesse der Allgemeinheit? Die beiden Bundesligen haben nur 12+14 Teams, keines aus Hamburg, Berlin, Dortmund, Stuttgart, Leipzig usw. Werder ist gerade abgestiegen, aber immerhin engagiert – ein wenig. Ich sehe zwar Hoffnungen, aber keine… Weiterlesen »

Egidi
Egidi

Es braucht also die Herrenwelt um das „schwache Geschlecht“ zu Emanzipieren?!Traditioneller Chauvinismus!

bale
bale

Ja meine Güte immer dieses negative was heißt Tradition? Schalke=Gazprom. Bvb-Börse so viel dazu und spie Spielerinnen brauchen auch Anerkennung Geld/Arbeit/Modell
Muss ja nicht meine kritische Haltung und die Auseinandersetzung ablegen
So das ist meine Meinung es gibt ja kreis/Bezirk/regionale Ligen, wir haben ja die Wahl

Zaunreiter
Zaunreiter

Also ich als Hesse, der was gegen die „launische Diva vom Main“ hat, bin gegen die Fusion. Einmal wegen des Bildes der Eintracht von sich selbst, dann von ihren borderlinenden Ultra-Fans her und ihrer FF-Abteilung at least. In dieser Großstadt muss man doch in der Lage sein können, 2 Frauenfußballteams auf hohem Niveau haben zu können.
Das die Eintracht im Männerfußball im Rhein-Main-Gebiet alles auffrisst, das ist mir herzlich egal. Aber im FF sollte es doch mehrere Angebote geben.

ajki
ajki

„… muss man doch in der Lage sein können, 2 Frauenfußballteams auf hohem Niveau haben zu können.“ 1. Wenn das für „Frankfurt“ (=kleine Großstadt) gilt (bzw. gelten soll), dann müsste es im Analogieschluss auch für andere „Großstädte“/Ballungszentren gelten. Das ist aber eindeutig nicht der Fall. Mithin war/ist eine große Bevölkerungsmenge rundherum um einen FF-Verein noch nie eine Absicherung dafür gewesen, erfolgreich (Mitgliederanzahl, Fan/“Fan“-Anzahl, Besucheranzahl, Kadergröße/-qualität, Strukturqualität…) eine/n FF-Verein/Abteilung zu betreiben. Damit ist das Argument schon widerlegt. 2. Verfolgt man über die diversen Jahre der Vergangenheit die Zuschauerzahlen, und zwar über alle Klubs, dann ist es völlig eindeutig so, dass der… Weiterlesen »

tarsen
tarsen

@bale.
die Frauen vom FC St. Pauli spielen mittlerweile Regionalliga, bzw bestreiten jetzt die 4. Saison schon in der Regionalliga. Langfristig gesehen, ist der ansporn schon da, irgendwann mal Bundesliga zu spielen. Aber lieber alles in kleinen Schritten und mit viel Geduld.

holly
holly

@tarsen, das ist so nicht ganz richtig. Es gibt bei pauli keine Ambitionen mal BL zu spielen. im gegenteil pauli fährt eher im ff runter wie hoch. es ist nur noch eine frage der zeit wann pauli wieder absteigt.
man will das weiterhin nur auf dem niveau halten. das traurige ist an der ganzen angelegenheit das niemand aus der regionalliga nord sich für die quali zur zweiten bl gemeldet hat.

bale.
bale.

Ja und wieder werden die Frauen nicht gefördert
Schade gerade bei pauli aber vielleicht wollen die mädels selber nicht?keine Ahnung Zuschauer bei Heim und auswärts wären ja eine gute Basis
Sie äußern sich nicht eindeutig weder bei Männern noch bei Frauen um es sich nicht mit den Ultras/selbstdarsteller/Egos (teilweise)zu verscherzen

holly
holly

@bale. in der regionalliga sind eine handvoll fans dabei. das sind angehörige der spielerinnen freunde partner usw.