Pernille Harder verlängert beim VfL Wolfsburg

Von am 13. Februar 2019 – 12.55 Uhr 33 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat den Vertrag mit seiner Topstürmerin Pernille Harder vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

Pernille Harder bejubelt ihren 1:0-Treffer gegen den SC Freiburg

Pernille Harder bleibt bis 2021 in Wolfsburg © imago / regios 24

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Der bis zum 30. Juni 2020 laufende Vertrag wurde um ein Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Ungestillter Titelhunger

„Ich bin sehr glücklich darüber, meinen Vertrag mit dem VfL Wolfsburg schon jetzt um ein weiteres Jahr verlängert zu haben“, erklärt Pernille Harder. „Es macht mir großen Spaß, Teil dieses Vereins zu sein und mit so vielen tollen Fußballerinnen zusammenzuspielen. Schon jetzt freue ich mich auf die kommenden Jahre und viele weitere Spiele im grün-weißen Trikot. Ich bin davon überzeugt, dass ich mit dem VfL Wolfsburg noch zahlreiche Titel gewinnen und hier auch meine persönlichen Karriereziele erreichen kann!“

Zur Persönlichkeit gereift

VfL Wolfsburgs Sportlicher Leiter Ralf Kellermann freut sich: „Pernille ist nicht nur eine herausragende Spielerin, die mit ihren individuellen Fähigkeiten ebenso wie mit ihren Teamplayer-Qualitäten perfekt zu uns passt. Darüber hinaus ist sie in ihrer Zeit bei uns zu einer weltweit bekannten Persönlichkeit des Frauenfußballs gereift, wie nicht zuletzt die vielen individuellen Auszeichnungen unterstreichen. Ich bin sehr froh, dass sich Pernille schon jetzt für eine weitere Zukunft im VfL-Trikot entschieden hat und ich bin mir sicher, dass wir den eingeschlagenen Erfolgsweg gemeinsam weitergehen werden!“

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

33 Kommentare »

  • Fan2 sagt:

    Ich sehe das nicht so relaxt wie manche hier. Der FF stößt heute in Deutschland auf ein so geringes Interesse wie um die Jahrtausendwende, zumindest in der Liga. Der Schnitt liegt aktuell bei 764 Zuschauern pro Spiel, Tendenz fallend:
    An den Spieltagen 6-13 im Schnitt 641,
    an den Spieltagen 8-13 im Schnitt 621,
    an den Spieltagen 10-13 im Schnitt 612.

    Und das lässt sich nicht bloß alles auf die Witterungsbedingungen schieben. Wir hatten in dieser Saison bereits 18 (!!) Spiele mit weniger als 300 Zuschauern. Der Medianwert liegt sogar gerade mal bei 555 Zuschauern, was darauf hindeutet, dass die Statistik durch einige Ausreißer nach oben durchaus geschönt wird. Pro Spieltag gab es im Schnitt drei Spiele mit weniger als 555 Zuschauern. Das sind Zahlen, die man so zuletzt 2006/2007 hatte. Das heißt, Marketing-mäßig steht der deutsche FF heute wieder so schlecht da wie vor 12 Jahre, womöglich sogar noch schlechter!!
    Deutschland ist wieder FF-Entwicklungsland, man kann es nicht anders beschreiben!

    @enthusio: Dir persönlich würde ich es gönnen, wenn in Essen die große Lawine losgetreten wird, der Verein 5 oder 6 Stammspielerinnen plus den Trainer verlieren würde und Dir so endlich einmal die Augen dafür geöffnet würden, was das große Geld im FF anrichtet, indem es Strukturen zerstört, die über Jahre gewachsen sind und die sich nicht ersetzen lassen. Vielleicht wirst du dann noch einmal deine Position über Klubs wie Wolfsburg überdenken.

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  • Bernd sagt:

    Schade für Dich Fan 2, dass Du Deine Zahlen nicht relaxt sehen kannst. Da stellst Du ernsthaft einen durchschnittlichen Unterschied von neun Zuschauern zwischen den Spieltagen 8-13 und 10-13 fest und meinst gleichzeitig dies kann nicht an den Witterungsbedingungen liegen. Wenn ich nicht wüßte, dass Du das ernst meinst, würde ich denken Du wolltest ein Späßle machen.
    Mit einem Schnitt von nur 238 Zuschauern hat Aufsteiger Mönchengladbach alleine für mehr Zuschauerminus gesorgt, als Deine Statistik aufweist. Gegen Freiburg waren nur 150 Zuschauer da. Mönchengladbach steigt ab und die Zuschauerzahlen werden in der nächsten Saison wieder leicht ansteigen. Wetten dass!?!
    No Drama baby, bleib mal ein wenig relaxter! Du hast mit Deiner merkwürdigen Rechnung zum ersten Spieltag im neuen Jahr, der hauptsächlich aber im alten Jahr stattfand, bereits für Verwirrung gesorgt. Man muss nicht alles schlechtreden und der Frauenfussball wird nicht aussterben. Schwankungen sind normal. Falls die WM in Frankreich für unsere Frauen positiv verläuft kommen auch wieder mehr Zuschauer. Und selbst wenn nicht, es gibt soviel schlimmere Dinge. Durch Zuschauerzahlen lass ich mir den Spaß am Frauenfussball auf jeden Fall nicht vermiesen, ebenso wenig durch Deine Statistiken!

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon/Fan2

    So richtig etwas Neues fällt Dir bei deinen „apokalyptischen“ Wiederholungen bezüglich des FF nicht ein.
    Natürlich muß da auch dein „Lieblingsclub“ in irgendeiner Form auch mitverantwortlich sein.

    Wenn Du die Zuschauerzahlen für richtungsweisend hälst, dann solltest du nicht mit statistischen Durchschnittswerten kommen, sondern erkennen, daß die Problemclubs bezüglich der Zuschauerzahln nicht nur BMG, sondern auch Werder, Bayern und Bayer sind, denn die Zahlen bei WOB, Turbine, Frankfurt, Essen u. Freiburg sind um die 1000 u. mehr relativ stabil. Im, wenn auch enttäuschenden, Durchschnitt liegen Duisburg, Sand und Hoffenheim.

    Wenn du mal einen Besuch in einem Stadion miterleben würdest, dann wüsstest du auch, das sich der größte Teil der Zuschauer beim FF durch Menschen aus den älteren Generationen zusammensetzt und die nehmen nun mal aus meist gesundheitlichen Gründen auf die Witterungsbedingungen Rücksicht.

    Es ist doch auch kein Geheimnis, daß die Vereine für ihre Spiele auch mehr in die Öffentlichkeit gehen müssten und natürlich auch für mehr Komfort in den Stadien sorgen müssten. Wenn man sich nicht darum bemüht, wird man auch niemanden für den FF begeistern.

    Wenn man im FF durch Leistung in die Öffentlichkeit kommen will, muß man heutzutage auch Chancen auf die internationale Bühne haben und deine Kritik über den „Schaden“ des großen Geldes macht offenbar an Deutschlands Grenzen halt und es sind dir die inzwischen überholten „Strukturen“ wichtiger als die Konkurenzfähigkeit nicht nur einzelner Clubs sondern auch der bis jetzt immer noch attraktiven AFBL

    Wenn dir Kommerzionalisierung und Professionalisierung so zuwider sind, warum befasst du dich überhaupt noch mit dem FF ?
    Also entweder fehlt bei dir die entsprechende Konsequenz oder du berauschst dich an deinen destruktiven Beiträgen.

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  • enthusio sagt:

    @Fan2:

    Da hast Du aber wieder einen rausgehauen. 🙂

    Ich kann nicht erkennen, dass Wolfsburg „Strukturen zerstört“.
    Wohl aber bewundere ich, was Ralf Kellermann mit diesem Verein, in dem er 2008 mit seiner Tätigkeit begann, aus kleinen Anfängen heraus erreicht hat.

    https://www.vfl-wolfsburg.de/der-vfl/geschichte/frauen/historie/

    Bei meinem Verein, der SGS Essen würde durch den Weggang einzelner Stammspielerinnen oder gar des Trainers auch keine „Struktur zerstört“, denn Essen lebt seit jeher und entscheidend initiiert durch seinen alten und neuen Trainer Markus Högner von seiner guten Nachwuchsarbeit bzw. der Entwicklung junger Talente.

    Und was die Zuschauerresonanz beim Frauenfussball angeht: ich fahre regelmäßig mit Leuten zu den Spielen, die vorher – wie ich damals – absolut keine Ahnung vom Frauenfussball hatten, aber inzwischen gerne und regelmäßig mit mir Spiele besuchen.
    Die brauchen keine „Südtribünenatmosphäre“, sondern wollen ausschließlich attraktiven Fussball sehen, der ihnen in Essen oder auch beim Pokalfinale in Köln zur Genüge geboten wird.

    Vielleicht kann ich Dich ja auch mal mit drei Menschen aus Deinem Umfeld im Ruhrgebiet bei einem Spiel begrüßen. Nach Wolfsburg möchtest Du ja offensichtlich nicht so gerne kommen …

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  • Rudi sagt:

    Vielleicht interessiert es Jemanden. Die Zuschauerzahlen im Frauenfußball bei anderen Nationen. Schaut euch doch mal die Webseite von Soccerdonna > dann auf „Alle Ligen und Pokalwettbewerbe“ klicken > danach auf die einzelnen Nationen klicken > Besucherzahlen. Da könnt ihr mal vergleichen und werdet feststellen dass es z.B. in Frankreich mit den Zuschauerzahlen schlechter ausschaut als bei uns in der Frauenbundesliga.

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  • SCF Klausi sagt:

    Aktuelle Zuschauerzahlen nach dem 13. Spieltag :

    https://www.fupa.net/liga/1-bundesliga-frauen/zuschauer

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  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Du hast mich auf ein Problem Aufmerksam gemacht, dass ich noch gar nicht so reflektiert habe, dass aber die ganze Situation noch verschärft. In der Tat, ich habe es durchaus wahrgenommen bei meinen Stadiongängen, dass es praktisch kaum Personen im Teenageralter gibt. Es gibt im FF erstaunlicherweise fast gar keine Jugendszene unter den Zuschauern. Das ist beim MF anders.
    Es deckt sich aber auch mit Beobachtungen meinerseits, dass FF an Schulen und Unis immer noch kein wirklich anerkannter Sport ist. Aktiver FF-Fan zu sein ist vielerorts eher ein Grund zur Belustigung denn der Anerkennung.

    Dementsprechend ergibt sich daraus ein weiteres Problem: Es kommen wenig bis keine neuen Fans nach. Ich wette mit sehr großer Sicherheit, dass ich auch hier im Forum der mit Abstand jüngste bin. Und dabei bin ich schon lange dem Teenageralter entwachsen.

    Zu den Zuschauerzahlen: Nun, es gibt Problemclubs, die wird es aber auch in Zukunft geben. Ich glaube kaum, dass die Zuschauerzahlen bei potentiellen Aufstiegskandidaten besser sein werden. Dazu muss man aber auch sagen, dass „Durchschnitt“ bei Duisburg, Hoffenheim und Sand schon sehr euphemistisch formuliert ist. Keiner der 7 Clubs hat mehr als 600 im Schnitt – das war früher maximal bei den letzten 3-4 Clubs so.

    Und was die Topclubs betrifft, kann von Stabilität auch keine Rede sein. Frankfurt und Potsdam haben signifikante Einbrüche zu vermelden (je minus 1000 Zuschauern in den letzten 5-7 Jahren). Wolfsburg stagniert seit 7 Jahren bei ziemlich genau 1700 Zuschauern mit einem Ausreißer nach oben 2014. Und auch in Essen hatte man schon vor 7 Jahren so viele Zuschauer wie heute, auch hier ist der Trend im Vergleich zu den letzten Jahren leicht rückläufig. Lediglich Freiburg hat in den letzten Jahren signifikant zulegen können.

    Das ist die traurige Realität. Das Interesse geht rapide zurück. Und da werden sich irgendwann auch Sponsoren und Eigener Fragen: Warum unterstützen wir den Kram noch?

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  • never-rest sagt:

    WOB ist nicht das Problem im FF, sondern zeigt vielmehr wie es richtig geht, wenn ein Bundesligaverein den FF nicht nur mit viel Geld unterstützt, sondern ein Konzept hat und dieses langfristig umsetzt. Nicht von ungefähr hat WOM mittlerweile eine große Fanbase, wie die Zuschauerzahlen beweisen.

    Bayern München ist für mich das negative Gegenbeispiel. Der aktuelle Zuschauerschnitt von gerade mal 370 ist für die Stadt München und den Traditionsverein ein Desaster. Es reicht eben nicht, wie bei den Männern, die halbe Nationalmannschaft garniert mit ein paar internationalen Stars zusammen zu kaufen. Das große Geld reicht dann zwar für einen Spitzenplatz in der AFBL und ab und zu mal auch für eine Meisterschaft. Aber der katastrohale Zuschauer-Support in München beweist, dass irgend was Grundsätzliches beim FF von Bayern München schiefläuft. Anders als bei WOB scheint mir der FF bei den Bayern nur ein schickes Anhängsel des Clubs ohne emotionale Bindung zu den Fans zu sein.

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  • bale sagt:

    Nein ich sehe das anders es wird einen boom geben ich sehe sehr viele mädels und frauen und familien im stadion und ich wiederhole mich es nervt mich schon dfb kann sich mal den Arsch aufreissen mit marketing und auch grössere präsenz in den medien haben.mein bruder lebt in Köln gegend er weiss nix vom finale in köln .das ist so ein riesiges einzugsgebiet.

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  • Altwolf sagt:

    Wir haben allerdings bezüglich der Zuschauerzahlen noch ein anderes wesentliches Problem, nämlich das der Spielzeit am Sonntag zwischen 11:00 und 14:00 Uhr, da zu dieser Zeit fast alle Amateur-Teams,insbes. Jugend-Teams sowohl im MF als auch im FF selbst auf den Plätzen stehen und dort aktiv o. passiv eingebunden sind. Da der Samstag für den Profi-MF besetzt ist und nur der Sonntag, auch nur z. T. noch für d. FF übrig bleibt, fehlt der ganze Anteil der Aktiven u. meist auch deren Angehörigen als Zuschauer.

    (10) 12 Gesamt – 11 hoch – 1 runter
  • Fan2 sagt:

    @never-rest: Du vergisst, dass man anders als in Wolfsburg in München am Sonntag Nachmittag schon so einige Alternative hat. Die Alternative in Wolfsburg – das wissen wir dank Max Kruse – ist Berlin.
    Zudem: Ja, die Fanbasis mag durchaus groß sein, für den Erfolg könnte es dann durchaus aber mehr sein. Schließlich haben Frankfurt und Potsdam zu Ohren besten Zeiten im Schnitt 2500 Zuschauer ins Stadion bekommen.

    @Altwolf: Das ist dann doch ne etwas simple Erklärung. Schließlich schaffen es die Männer trotz der Konkurrenz auch, die Stadien am Sonntag voll zu bekommen. Und wie die Zuschauerzahlen unter der Woche beim FF aussehen, brauche ich Dir wohl nicht zu erklären.

    (-5) 7 Gesamt – 1 hoch – 6 runter
  • Bernd sagt:

    @ Fan2
    Sehr interessant von dir zu erfahren, dass sich Berlin in Wolfsburg befindet. Noch interessanter wäre zu erfahren warum die Frauen vom VfL Wolfsburg nur die gleiche Alternative haben wie Pokerspieler Kruse. Die Interessen einer Pernille Harder haben mit denen von Max Kruse wohl wenig zu tun.

    Deinen Vergleich mit den Männern halte ich für noch weniger sinnvoll, als der ebenfalls absurde Vergleich der AFBL mit dem Frauenfussball hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=1BJ5GyPH8Ws
    wobei ich es klasse finde, dass es dort auch Frauenfussball gibt.

    (2) 4 Gesamt – 3 hoch – 1 runter
  • Fan2 sagt:

    @enthusio: Lass mich raten, die Leute dürften vermutlich eher im Midlife-Crisis-Alter als im Mittzwanziger-Bereich sein, oder?

    Und ganz ehrlich, so hat man in Potsdam auch mal gedacht. Aber warte erst mal ab, wenn man dann in der nächsten Saison auf einmal gegen den Abstieg spielt und u.U. den Gang in die zweite Liga antreten muss. Jugendarbeit ist immer ne Frage des Geld es, und das ist dann in Essen erstmal nicht mehr vorhanden.
    Und die eigene zweite Mannschaft ist letzter in der zweiten Liga. Damit wird man die Abgänge kaum Aufgaben können.

    Nimm Schüller, Dallmann, Feldkamp, und dann vielleicht noch Klasen und Brüggemann oder Knaak raus, dann wird es ziemlich schnell ziemlich duster bei Essen. Dann bleibt noch Oberdorf, aber viel mehr auch nicht.

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