DFB-Pokal: Bielefeld wirft Duisburg raus

Von am 8. Oktober 2017 – 19.07 Uhr 30 Kommentare

In der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals setzten sich fast alle Favoriten durch – mit einer Ausnahme. Der MSV Duisburg verlor überraschend bei Arminia Bielefeld.

Offizielles Logo des DFB-Pokals der Frauen

Offizielles Logo des DFB-Pokals der Frauen © DFB

Zweitligist Arminia Bielefeld sorgte mit einem 2:1 (0:0)-Erfolg gegen den Erstligisten für die einzige Überraschung der Runde. Ein Eigentor von Rieke Dieckmann (61.) brachte die Gastgeberinnen in Führung. Sarah Grünheid erhöhte gar auf 2:0 (73.). Eshly Bakker gelang für den Erstligisten nur noch der Anschlusstreffer (86.).

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2. Hauptrunde DFB-Pokal, Ergebnisse

SV Alberweiler – FC Bayern München 0:3
TSV Limmer – SV Werder Bremen 1:6
1. FC Riegelsberg – SC Sand 0:13
1. FC Neubrandenburg – SGS Essen 0:10
FSV Babelsberg 74 – SV Meppen 0:9
TSV Crailsheim – 1. FC Köln 0:2
Arminia Bielefeld – MSV Duisburg 2:1
Magdeburger FFC – FF USV Jena 0:3
FSV Gütersloh 2009 – 1. FFC Turbine Potsdam 0:6
1. FC Union Berlin – VfL Wolfsburg 0:6
SV Henstedt-Ulzburg – BV Cloppenburg 2:6
1. FFC Niederkirchen – TSG 1899 Hoffenheim – 1:3
Bayer 04 Leverkusen – 1. FFC Frankfurt 0:6
TSV SCHOTT Mainz – SC Freiburg 0:8
1. FC Saarbrücken – Borussia Mönchengladbach 4:1
Hegauer FC – VfL Sindelfingen Ladies 0:2

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

30 Kommentare »

  • Pauline Leon sagt:

    @enthusio:
    vielen dank für die bewegten bilder aus neubrandenburg. immer aus der richtigen hälfte und auch in schönem hd. besser als die filmchen, die der dfb so präsentiert. aber aus dem dfb-pokal hält er sich ja offensichtlich ganz raus…

    @wisser: wenn sonst niemand was zu sagen hat!? schade. kann mensch den potsdam-fans aber nicht vorwerfen.

    @alle: zum allgemeinen zustand des fussballs paßt ein artikel aus der wz vom 7.oktober (die zuschauerzahlen der gestrigen 2.runde sprechen für sich)
    es geht um eine nicht näher bezeichnete studie der uni wuppertal zur nutzung von kommunalen sportanlagen, in düsseldorf(?).
    diese behauptet, das „fussball offenbar bei frauen und mädchen an attraktivität einbüßt“. 2010 spielten 3283 im verein, 2017 sind es nur noch 2612 weibliche mitglieder, bei gleichgebliebenen 45 vereinen.
    relevante zahlen scheint es beim american football zu geben, „mit einem steigenden anteil von mädchen, die allerdings als cheerleaderinnen auftreten“ … der rest ist geistige kombinationsarbeit, wer will.

    das wars! allen verletzten wünsche ich gute und baldige besserung und ich freue mich auf die dritte runde des dfb-pokals.

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  • balea sagt:

    @pauline

    Könntest Du so nett sein und einen Link zu der Studie einstellen (oder dem Artikel)? Danke!

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  • enthusio sagt:

    @balea:

    Ich vermute, dass folgender Artikel gemeint ist:
    https://www.wz.de/lokales/duesseldorf/fussball-stagniert-hockey-holt-auf-vor-allem-bei-maedchen-1.2531020

    Diese Studie der Uni Wuppertal bzgl. der Analyse der Mitgliederentwicklung in einzelnen Sportarten bezieht sich ausschließlich auf die Stadt Düsseldorf. Die Ergebnisse können daher nicht verallgemeinert werden.

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  • FFFan sagt:

    @ Pauline:
    „besser als die filmchen, die der dfb so präsentiert. aber aus dem dfb-pokal hält er sich ja offensichtlich ganz raus… “

    Von wegen! Hier die Highlights der 2.Pokalrunde:

    Teil 1: https://tv.dfb.de/video/highlights-der-2-runde-teil-1/19461/

    Teil 2: https://tv.dfb.de/video/highlights-der-2-runde-teil-2/19463/

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  • FrankE sagt:

    Nachtrag zu Gütersloh vs. Turbine
    Die Atmosphäre war toll, angefangen mit dem herzlichen Empfang durch die FSV Anhänger, dem freundlichen und entspannten Ordnungsdienst, dem langen Tresen mit Kuchen und Kaffee bis zur Stadionsprecherin die bei den Mannschaftsaufstellungen die Turbinefans mitnahm fühlte man sich sehr willkommen. Danke dafür.
    Die Leistung der Unparteiischen war unterirdisch. Die Abseitsentscheidungen schienen eher durch würfeln als durch beobachten zustande zu kommen. Glücklicherweise war das Spiel sehr einseitig, deshalb nahmen die Turbinefans krasseste Fehlentscheidungen schnell nur noch mit Humor, aber das eine oder andere Tor fiel durch die Winkefreudigkeit der Linienricherinnen eben nicht.
    Auf mich machte der FSV einen deutlich schwächeren Eindruck als Werder sechs Tage vorher. Schon beim Aufwärmen fiel mir auf, dass einige Güterloherinnen nicht austrainiert wirkten und ab der zweiten Halbzeit plagten sich dann auch immer mehr von ihnen mit Krämpfen.
    Die Innenverteidigung mit Ilestedt und Kiwic könnte auch in der Autostadt eine Alternative sein, ich bin sehr gespannt ob sich Matthias Rudolph für Ilestedt/Elsig oder Ilestedt/Kiwic entscheidet.

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  • holly sagt:

    pauline, diese Studie ist nicht so neu bzw die Werte in Bayern zum beispiel hat sich iin den letzten sieben jahren jedes 4 team den Spielbetrieb eingestellt.
    Im Norden sind die Zahlen ähnlich. In Schleswig Holstein hat man nicht mal mehr genung Mannschaften für die Landesliga gefunden. Da wird jetzt im Herbst in drei regioanlen Vorrunden gespielt und im Frühjahr dann die Meisterschaft von den Qualifizierten der Vorunde ausgespielt. Das sind für die guten Spielerinnen verschenkte Monate da man im Moment nur gegen Gegner spielt die nicht konkurenzfähig sind. Was haben die Mädchen davon wenn sie zwar jedes Spiel zweistellig gewinnen aber immer noch nicht gefordert werden.
    Da muss der DFB und vor allem die Landesverbände viel mehr tun.

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  • Fan2 sagt:

    Da ich ja noch nicht so lange hier bin: Ist @GG ein Satiriker (ernstgemeinte Frage)?

    @alle: Die zweite Runde des DFB-Pokals scheint wie jedes Jahr wieder einmal eine Runde unter dem Motto „Testspiele der Großen“ gewesen zu sein. Genau ein Team, MSV Duisburg ist gescheitert, allerdings gegen den 3. der zweiten Liga, was jetzt keine überaus große Überraschung war. Auch die Siege von Meppen und Sindelfingen gegen Babelsberg (Landesliga) und Hegau (Oberligist) fallen in die Kategorie Testspiel. Einzig die Spiele Crailsheim-Köln oder Saarbrücken-Gladbach ließen so etwas wie Spannung erwarten.

    Insofern kann ich es nicht nachvollziehen, wie hier von Seiten der Potsdamer und der Wolfsburger Spielanalysen vorgenommen werden, als hätte man gerade ein CL-Spiel hinter sich oder zumindest ein BL-Spiel gegen einen ernstzunehmenden Gegner. Bei Gütersloh ist das ja noch ansatzweise zu verstehen, schließlich sind die vom Leistungsniveau nicht ganz so weit weg von der BL, dass aber auch von Wolfsburg solche Töne kommen, ist doch schon ganz großes Kino. Ein halbwegs brauchbares Spiel gegen den 4. der Regionalliga, im deutschen Vereinsranking damit irgendwo zwischen 50 und 60 angesiedelt, soll hier reichen, um eine N11-Nominierung zu rechtfertigen. Gehts noch?

    Zumal die Leistungen von Freiburg, Potsdam oder Frankfurt da doch deutlich überzeugender waren als die von Wolfsburg.

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  • bale sagt:

    ich hoffe ja,das cloppenburg aufsteigt,also frau bresonik mach den Mädels dampf,aber wenn die Gütersloher so ein sympathischer Gastgeber sind dann eben auch die.

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  • Marolin sagt:

    Hier noch einige Anmerkungen zur Partie Saarbrücken gegen Gladbach:
    Bei bestem Fußballwetter sahen die Zuschauer eine sehr gute Partie. Begeisternder Offensivfußball mit schönen Toren und vielen Torraumszenen auf beiden Seiten. Die Partie war lange Zeit offen, mit dem Halbzeitpfiff ging Saarbrücken durch einen Fernschuss von Chiara Klein in Führung. Nach der Halbzeit weiterhin offenes Spiel. Nach dem 2:0 Vorteile für Saarbrücken, Gladbach aber weiterhin gefährlich. Die weiteren Tore fielen alle kurz vor Schluss. Die Zuschauer sahen insgesamt ein schönes Spiel mit gefälligen Kombinationen und einem verdienten Sieger. Das Ergebnis fiel etwas zu hoch aus, denn auch Mönchengladbach wusste durchaus zu gefallen. Das Saisonziel eingleisige 2. Liga sollte für beide Mannschaften kein Problem sein.
    Bemerkenswert war ferner, dass in beiden Mannschaften ganz überwiegend „Eigengewächse“ auf dem Platz standen. Kurios auch, dass am Vormittag die B-Juniorinnen beider Mannschaften ein Meisterschaftsspiel in der Bundesligastaffel gegeneinander austrugen (Endstand 3:4). Für den Nachwuchs ist also weiterhin gesorgt.
    Kleine Randnotiz:
    Nachdem ich vorige Woche der Linda-Dallmann-Show in Sand beiwohnen konnte, habe ich nunmehr innerhalb von 8 Tagen alle 3 Dallmann-Schwestern bewundern können.

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  • SCF Klausi sagt:

    Die Freiburger Frauen scheinen nun auch gefallen am Tore schießen gefunden zu haben.Zieht man die drei Eigentore der Mainzerinnen ab,sind wettbewerbsübergreifend 12 Tore in zwei Spielen auch nicht alltäglich.

    Hier gibt es die Tore des Spiels zu sehen :

    https://www.scfreiburg.com/videoscfr/mit-acht-toren-ins-achtelfinale

    Dilettantisch war jedoch die Berichterstattung zum Spiel.Einen vernünftigen Liveticker gab es nicht,im Ticker auf Facebook wurden falsche Torschützinnen angegeben und die Medien veröffentlichten teilweise das falsche Ergebnis.Peinlicher geht es nicht mehr.

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