Julia Arnold und Amber Hearn verlassen FF USV Jena

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Frauenfußball-Bundesligist FF USV Jena wird in der kommenden Saison ohne Kapitänin Julia Arnold und Stürmerin Amber Hearn auskommen müssen. Die beiden wechseln nach Angaben des Vereins zu einem anderen Bundesligisten.

Laut FF USV Jena wechseln die beiden Spielerinnen zum Erstliga-Aufsteiger 1. FC Köln.

„Wir hätten Julia selbstverständlich gerne gehalten und haben ihr auch ein gutes Angebot unterbreitet“, so Jenas Geschäftsführer Jens Roß zum Wechsel der Kapitänin Arnold, die seit 2006 das Trikot des FF USV Jena trug. „Es ist natürlich sehr gut nachvollziehbar, dass sie nach so langer Zeit in Jena noch einmal den Schritt gehen möchte, sich woanders zu beweisen. Die Gedanken hatte Julia schon in den vergangenen zwei Jahren und nun hatte sie auch ein entsprechendes Angebot vorliegen, dass sie gemeinsam mit Amber den neuen Weg bestreiten kann.“

Kein neuer Vertrag für Hearn

Den gleichen Weg schlägt auch die neuseeländische Nationalstürmerin Amber Hearn ein. „Die Fans des FF USV Jena haben in den sechs Jahren wahrscheinlich nicht ein Spiel von Amber erlebt, bei dem sie nicht mit hundertprozentigem Einsatz auf dem Platz war. Die Leistungsbereitschaft, die sie an den Tag legte, war vorbildhaft und sie hat viele wichtige Tore für uns geschossen“, würdigte Roß die Verdienste der 32-Jährigen.

„Man hat aber in der vergangenen Saison auch gemerkt, dass die jahrelange Mehrfachbelastung – vor allem auch mit den vielen weiten Nationalmannschaftsreisen – nicht spurlos an ihr vorübergegangen sind. Für die neue Saison konnten wir ihr kein Angebot unterbreiten, das ihren Vorstellungen entsprach, sodass sie sich für die Suche nach einem neuen Verein entschieden hatte.“

Julia Arnold in Aktion
Julia Arnold (li.) verlässt nach elf Jahren den FF USV Jena © FF USV Jena/ Jürgen Scheere

Zwei kommen: Knupfer und Pietrangelo verstärken FF USV

Unterdessen bestätigte der FF USV Jena zugleich auch zwei Neuverpflichtungen. Antonia Knupfer vervollständigt den Torhüterinnen-Kader des FF USV. Die gebürtige Schwäbin, Jahrgang 1992, begann ihre Karriere ursprünglich als Stürmerin und empfahl sich über erste Regionalliga-Stationen in Württemberg vor vier Jahren beim damaligen Erstligisten VfL Sindelfingen, für den sie erste Einsätze im Frauenfußball-Oberhaus absolvierte. Nach ihrem Wechsel ins Badische, zum zweifachen DFB-Pokalfinalisten SC Sand, war Knupfer Torhüterin der Ersten Mannschaft und kam darüber hinaus in der zurückliegenden Saison 2016/17 insbesondere für die Bundesligareserve des SCS zu Spielpraxis in der 2. Frauen-Bundesliga.

Ebenso groß ist die gespannte Erwartung bei Jenas Neu-Stürmerin Amelia Pietrangelo: Die 23-jährige Kanadierin erhielt eine Fußballausbildung in ihrer Heimatstadt Laval beim dortigen Club in der W-League sowie in der nordamerikanischen College- und Universitätsfußball-Liga NCAA. Dort spielte sie – unter anderem auch schon mit Jenas Shannon Woeller – für die Rutgers University in New Jersey; gemeinsam mit der Innenverteidigerin und zukünftigen Jenaer Mitspielerin gewann die Offensivspielerin im Jahr 2011 mit der kanadischen U20-Nationalmannschaft die Panamerikanischen Spiele und erhielt dabei obendrein die Auszeichnung als beste Nachwuchsspielerin dieses Jahrgangs.

Wechsel aus der Schweiz

Zuletzt trug sie mit 16 Treffern in 27 Spielen erfolgreich zum Double-Gewinn des FC Neunkirch in der Schweiz bei. Bereits im Mai überzeugte Pietrangelo bei einem Probetraining die Jenaer Verantwortlichen – und erwartet nun eine spannende Herausforderung im blau-weißen Jenaer Trikot, wie die Offensivkraft sagte: „Ich erwarte viele Spiele, die sehr herausfordernd werden. In der Liga spielen viele gestandene Nationalspielerinnen. Aber das ist gut: Ich will mich immer mit den Besten messen.“

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Digger Dunn
Digger Dunn

Die Hammernachricht schlechthin. Sehr, sehr schade, daß mit Julia eine echte Identifikationsfigur den USV verläßt. Sie wird fehlen im Paradies. Trotzdem viel Glück beim neuen Verein! Für den FC Kölle sind Julia und Amber Hearn eine gute Verstärkung. Glaube aber kaum, daß Köln die Liga halten kann. Der FC dürfte der erste Abstiegskandidat sein. Auch für den USV bleibt der Klassenerhalt das oberste Ziel. Zusammen mit Duisburg und Werder Bremen wird man sich wohl um den rettenden Platz 10 streiten. Bleibt zu hoffen, daß das neue kanadische Sturmdoppel zusammen mit Lucie Vonkova die nötigen Tore schießt, um weiter erstklassig zu… Weiterlesen »

JK
JK

Das ist ein sehr interessanter Wechsel.
Wenn ich das richtig interpretiere, gab es die beiden wohl nur im Doppelpack?!
Mich wundert es dennoch ein bisschen, dass es Köln geworden ist…Ich finde, dass die beiden durchaus auch zu etablierten Bundesligaklubs gepasst hätten.
Zum Beispiel Frankfurt, Hoffenheim.
Evtl. auch Bayern oder Potsdam, bei denen ich Arnold einen Stammplatz bzw. viele Einsatzzeiten zutrauen würde; Hearn dann eher als Backup

Brunhilde Sorglos
Brunhilde Sorglos

@JK Mein Tip: Amber Hearn hat für die kommende Saison keinen Vertrag mehr beim USV Jena erhalten. Da ergibt sich die Frage: Welcher, der etablierten Bundesligavereine ist an einer 32-jährigen Stürmerin mit unterdurchschnittlicher Trefferquote interessiert? Da bleibt eigentlich nur ein Aufsteiger übrig. Der MSV Duisburg fällt aus, da der neue Trainer CFP schon alle seine Spezies aus Gütersloh nach Duisburg holt bzw. sich bei der Konkursmasse des FC Neunkirch bedient. Werder Bremens Kader ist eigentlich ganz gut aufgestellt und wird wohl erst mit der neuen Trainerin den Kader punktuell verstärken. Der 1. FC Köln aber, kann nach Aussage von Willi… Weiterlesen »

Aldur
Aldur

Laut eigener Homepage verstärkt sich der FC zusätzlich auch mit den Frankfurter „Abtrünnigen“ Kremer und Nietgen.

https://www.fc-koeln.de/de/fc-info/news/detailseite/details/zugaenge-fuer-die-fc-frauen/

Das ist dann doch schon ’ne Menge BuLi-Erfahrung. Ungeachtet dessen wird Köln wohl mit Jena, Duisburg und Bremen im Abstiegskampf sein. Als sicheren Absteiger sehe ich sie aber angesichts dieser Verstärkungen nicht.

adipreissler
adipreissler
enthusio
enthusio

Julia Arnold und Amber Hearn bekommen mit Ann-Katrin Kremer und Peggy Nietgen weitere gestandene Mitspielerinnen als Neuzugänge an die Seite gestellt. Der FC Kölle tut alles, um nicht sofort wieder abzusteigen und wird womöglich bald weitere Neuzugänge präsentieren.

https://www.fc-koeln.de/fc-info/news/detailseite/details/zugaenge-fuer-die-fc-frauen/

FFFan
FFFan

@ B.S.:
„Leider wird aber dem 1.FC Köln durch diesen Wechsel der sofortige Wiederabstieg nicht erspart bleiben.“

Ist das nicht etwas voreilig? Es bleibt ja nicht bei diesen beiden Neuzugängen. Aus Frankfurt kommen A.Kremer und P.Nietgen zum ‚EffZeh‘ (ob es die beiden auch nur im ‚Doppelpack‘ gab, weiß ich nicht). Und das ist erst der Anfang!

O. Christ
O. Christ

Hearn und Arnold beschweren sich im Interview über unprofessionelles Verhalten des FF USV:
https://jena.tlz.de/web/jena/startseite/detail/-/specific/Eine-der-haertesten-Entscheidungen-Warum-zwei-Urgesteine-des-FF-USV-Jena-den-Ve-1354744275
(Volltext für kleines Geld oder im Google-Cache.)

@ O. Christ
@ O. Christ

@ O. Christ: Hier das Interview ohne Geld im Volltext… mit lieber Verabschiedung von Arnold/Hearn bei den Fans. https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/sport/detail/-/specific/Eine-der-haertesten-Entscheidungen-Warum-zwei-Urgesteine-des-FF-USV-Jena-den-Ve-1343744315 Man/frau sollte aber wissen, daß die Kölner Öffentlichkeitsstelle in der Vergangenheit auch nicht immer die professionellste gewesen ist. framba hatte sich mehrfach darüber beschwert… wahrscheinlich sind mehrere Parteien schuldig (Berater??) und die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte. Es ist zu bezweifeln, daß die Jena-Fans (Hearn vermisst sie ja jetzt schon) sie eines Tages bei ihrer Rückkehr bei Carl Zeiss anfeuern werden. Wahrscheinlich und leider der falsche Verein. Köln tut die Erfahrung aber gut. Ob so viele gestandene Neuzugänge… Weiterlesen »