DFB-Pokal: Wolfsburg und Sand im Finale

Von am 16. April 2017 – 17.51 Uhr 56 Kommentare

Der VfL Wolfsburg und der SC Sand haben wie schon im Vorjahr das Finale im DFB-Pokal erreicht. Die Wolfsburgerinnen rangen den SC Freiburg erst in der Verlängerung nieder. Sand machte mit Bayer 04 Leverkusen hingegen kurzen Prozess.

Der VfL Wolfsburg setzte sich vor 1.225 Zuschauern im Möslestadion mit 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung durch – vor allem dank der etwas größeren Cleverness und dem nötigen Quäntchen Glück. Hasret Kayikci brachte Freiburg mit einem direkten Freistoß in Führung (19.). Doch ab der zweiten Halbzeit übernahm Wolfsburg immer mehr das Kommando.

Jubel des VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg bejubelt den neuerlichen Einzug ins DFB-Pokalfinale © foto2press / Oliver Zimmermann

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Joker Pajor sticht, Petermann im Pech

Caroline Graham Hansens Tor (53.) machte die Verlängerung perfekt, in der die eingewechselte Eva Pajor Wolfsburg in Front brachte (96.). In der  zweiten Hälfte der Verlängerung drückte Freiburg noch einmal aufs Tempo, doch Lena Petermann hatte Pech, als sie Minuten vor dem Ende nur den Pfosten traf.

Sand ohne Mühe

Im zweiten Halbfinale setzte sich der SC Sand mühelos mit 4:0 (3:0) bei Bayer 04 Leverkusen durch. Nina Burger (10.), Verena Aschauer (16.) und Jovana Damnjanovic (35.) sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Burger mit ihrem zweiten Treffer sorgte für den Endstand (62.). Das Finale wird am 27. Mai im RheinEnergieStadion von Köln ausgetragen.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

56 Kommentare »

  • Fan sagt:

    @Shane,
    wenn es ein schlechtes Endresultat gewesen wäre dann hätte die betreffende Schiedsrichteranwärterin auch keine SR-Lizenz bekommen.

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  • Detlef sagt:

    @Fan,
    Ich dachte eigentlich, daß meine Metapher mit dem Flugzeug deutlich genug war!!!
    Es kann nicht jeder Schiri werden, genauso wie nicht jeder Pilot werden kann!!!
    Also Respekt, wenn Du diese Tätigkeit ausüben konntest /durftest!!!

    Gegen meine Gewohnheit habe ich mir gestern das Spiel von Schalke gegen Ajax angesehen!
    In der heißen Phase des Spiels schlug ein Schalker den Ball erzürnt mit der Hand weg, und bekam dafür den Regeln entsprechend Gelb!!!
    Auch alle taktischen Fouls wurden mit Gelb bestraft!!!

    Das Ballwegschlagen von Alex Popp hat Frau Söder gesehen, und sie lediglich verwarnt!!!
    Warum hat sie die Regeln nicht angewendet???
    In der heißen Phase der Verlängerung hatte Popp den Ball nochmal mit einem Wutausbruch weggeschlagen, allerdings in Richtung Eckfahne, somit keine Spielverzögerung!!!

    Als männlicher Schiri müsstest Du ja ungefähr einen Einblick haben, wie viele weibliche Schiris es gibt!!!
    Durch das verordnete Frauen-Monopol zumindest in den Ligen Eins und Zwei, (U17?) braucht es also eine gewisse Mindestanzahl plus Reserve, die vorhanden sein müssen!!!

    Ich bestreite, daß alle eingesetzten weiblichen Schiris auch die nötige Qualifikation haben, von der nötigen Erfahrung mal ganz zu schweigen!!!
    Da wird bestimmt das eine oder andere Auge zugedrückt, um die nötige Anzahl zusammen zu bringen!!!

    Einige der sehr jungen Schiri Frauen sehen so aus, als ob sie gerade erst ihr Konfirmationskleid ausgezogen haben, bevor sie in die Schiri Klamotten geschlüpft sind!!!
    Woher soll denn da die Erfahrung kommen???

    (1)
  • FrankE sagt:

    Hey Fan, Deine hohe Meinung über die Schiri-Prüfung in allen Ehren, aber ich kann Deine Ausführen gar nicht bestätigen, ich habe meine Lizenz in den 90ern gemacht. Bei meinem Verband (nicht Bayern) wurde lange nicht so ein Aufwand getrieben wie Du ihn beschrieben hast. Da waren es ein Samstag mit fünf Stunden Unterricht, ein Sonntag mit zwei Stunden für Fragen und Wiederholungen, dann Prüfung und anschließend gab´s die Lizenzen. „Sehr intensiv und qualitativ ausgezeichnet und ziemlich zeitaufwendig“ war es bei uns also nicht und es haben 90 % die Lizenz erhalten. Da ging es um Masse, nicht um Qualität, die kam erst mit wachsender Erfahrung.

    Was die Qualität der Schiris bei den Frauen anbetrifft werde ich jetzt vermutlich provozieren: Ich habe mal einem Bezirksligaspieler darauf hingewiesen, wenn er Schiris auf Topniveau wünsche müsse er auf Topniveau spielen. In der Kreisklasse pfeifen eben Kreisklasseschiris. Wo der Stellenwert des Frauenfussballs verglichen zum Männerfussball liegt wissen wir doch alle aus leidvoller Erfahrung und die guten weiblichen Schiris pfeiffen auch lieber Männer oder hat jemand kürzlich Bibiana Steinhaus beim Pfeiffen einer Frauenpartie gesehen?

    Wo ich Dir recht gebe: Jeder der sich hinstellt und über Schiris motzt sollte tatsächlich mal selbst versuchen eine Partie zu leiten. Ich zumindest muss mindestens genauso oft über die Blindheit von Spielern aufstöhnen wie über die Blindheit der Schiris. Sind eben beides Menschen.

    (10)
  • adipreissler sagt:

    Auf der Suche nach Erklärungen für das Niveau der Schiedsrichterinnen in den oberen Klassen habe ich mir auch mal die Zahlen angeschaut.

    Demnach stehen beim DFB (2015) knapp 70.000 Schiedsrichtern gut 2.500 Schiedsrichterinnen gegenüber.

    Für die Männerbundesliga steht also eine etwas größere Zahl (gut 28x soviele) zur Auswahl als für die Frauenbundesliga.

    In der U17-Bundesliga sind die Schiedsrichterinnen oft nur 1-2 Jahre älter als die Spielerinnen, was nicht heißt, dass sie deshalb schlecht sind. In dieser Liga dürfen auch Männer mit der Fahne winken, nur nicht Hauptschiedsrichter sein.

    https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/51926-SR2015.pdf

    (5)
  • Fan sagt:

    @FrankE,
    wie die Ausbildung der Schiris in den anderen Landesverbänden ist weis ich nicht. In Bayern ist sie sehr intensiv und zeitaufwendig, sowie von der Qualität sehr gut. Ich habe bis vor 10 Jahren Schiedsrichteranwärter in meinem Heimatverein noch auf die Prüfungsfragen vorbereitet.
    @Detlef,
    das mit dem Flieger und Piloten hab ich schon kapiert und mich darüber köstlichämüsiert welche Vergleiche manche Leute heutzutage machen.Du schreibst in einem Satz Frau Söder hat Popp ledeiglich verwarnt, verwarnt nach Regel bedeutet Gelbe Karte, ich glaube du meintest eher sie hat Popp ermahnt,oder….?
    Bei den Zahlen der aktiven Schiris hat @adipreissler die Antwort gegeben. Aber warum das Verhältnis in der Relation so unterschiedlich ist, ist zurückzuführen dass es bei den männlichen SR auch mehr sein müssen da es ja mehrere Spiele zu leiten gibt. So muß ein 1. und 2.Bundesligaschiedsrichter auch Spiele in der 3. Liga und Regionalliga leiten, sowie manchmal auch noch tiefer. Das sind sogenannte Pflichaufgaben. Ich habe z.B. Manfred Amerell ( leider schon verstorben ) sogar in der Bezirksliga als Bundesliga-SR erlebt.Ob dies heute noch so vom DFB oder BFV praktiziert wird kann ich nicht mit 100 %iger Sicherheit behaupten da ich seit 3 Jahren nicht mehr aus altersgründen aktiv bin.In einem anderen Satz widersprichst du dir etwas selbst, wenn du einerseits behauptest dass du bestreitest dass Sie die nötige Qualifikation mitbringen und auf der anderen Seite keine Erfahrung haben. Die nötige Qualifikation haben Alle, sonst hätten Sie keine Lizenz.Die Erfahrung können Sie noch nicht haben, die kommt mit der Zeit.
    Du behauptest dass da das ein oder andere Auge zugedrückt wird unm die nötige Anzahl zu erreichen. Ich frage dich kannst du diese Behauptung irgendwie belegen? Wenn das so wäre dann wäre dies nicht in Ordnung.Das mit dem Konfirmationskleid ist auch gut. Dass diese jungen SR-Innen keine Erfahrung haben können ist doch normal oder hast du zu nach deiner Berufsausbildung schon viel Erfahrung gehabt? Die jungen SR werden im ersten Jahr wo Sie selbstständig ihre Spiele leiten von ihren Ausbildern begleitet. Ein altes Sprichwort heisst doch „ein Gelernter ist noch nicht vom Himmel gefallen“. Dass die jungen SR-/ Innen noch Fehler machen ist menschlich und wie schon gesagt die nötige Erfahrung kommt mit der Zeit und den Anzahl der Spielen welche Sie leiten.

    (5)
  • Fan sagt:

    @adipreissler,
    danke für die Zahlen welche du recherchiert hast. Dass das Verhältnis zahlenmäßig so groß und unterschiedlich ist, ist auch der Tatsache geschuldet dass in den Männerligen mehr Spiele zu leiten sind und die BL-Schiris nicht nur in der 1. und 2. BL sondern bis hinunter in unter Klassen spiele leiten, in den unteren Klassen müssen sogenannte Pflichtspiele geleitet werden. Ein Beispiel hab ich selbst erlebt welches ich oben in meinem Beitrag an @Detlef beschrieben habe. Ich geb aber zu dass die schon einige Jahre ( etwa 10 )her ist und ob dies heute noch so vom DFB oder BFV praktiziert wird kann ich nicht mit 100 %iger Sicherheit behaupten da ich seit 3 Jahren nicht mehr aus altersgründen aktiv bin.Ich bin absolut dafür dass auch Männer wie in anderen ausländischen Verbänden auch Spiele der 1. Bundesliga der Frauen leiten dürfen, ich verstehe hier auch nicht warum der DFB das nicht erlaubt? Es gibt auch Sportarten wie z.B. Volleyball wo männer Frauenspiele umgekehrt leiten.

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  • balea sagt:

    Man kann also Schiri in unteren Klassen werden, wenn man nicht mal einen Jahresurlaub „opfert“. Für die zweite Liga braucht man dann den ganzen Jahresurlaub und für die erste Liga zwei Jahresurlaube?
    Sollen das allen Ernstes Kategorien sein, die man an die Schiris für den Profifrauenfussball anlegt? Eine komplett lächerliche Argumentation. Die Damen Schiris werden mit Sicherheit eine ordentliche „Aufswandsentschädigung“ bekommen, die brauchen keine Beamtinnen zu sein. Wie man hier auf der einen Seite Fan von einem Klub ist, der absolut professionelle europäische Spitzenklasse darstellt (auch finanziell) und auf der anderen Seite desaströse Schirientscheidungen damit gutheisst, dass die Damen ja nicht mehr – um es überspitzt zu formulieren – Zeit aufwenden könnten, als ein Kassenwart des regionalen Kaninchenzüchtervereins ist ja wohl kaum noch zu toppen.
    Aber solange es dem eigenen Verein nutzt, dürfen die Damen Profis den Kaninchenzüchtern wohl gern die Ohren lang ziehen…

    (-7)
  • holly sagt:

    @balea, ganz richtig. egal ob nun männlich oder weiblich. wenn man rechtzeitig mit dem Schiedsrichtern anfängt hat man mit 18 locker seinen Führerschein mit dem pfeifen finanziert. Dazu muss man noch nicht einmal hochklassig pfeifen.
    Wie bei vielen im Leben bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis.
    DA sich ja kaum noch jemand für das pfeifen entscheidet, wird schon Schiedsrichtern Geld gezahlt damit sie den Verein wechseln.
    In den Landesverbänden bekommen Vereine Punkte abgezogen oder sie müssen Strafgelder bezahlen bei nicht erfüllen der Schiedsrichter Quote. Also so zusagen Ablösesummen für Schiedsrichter.
    Von den höheren Aufwandszahlungen bei der Landesliga und dann aufwärts wollen wir mal garnicht reden

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  • adipreissler sagt:

    Als Schiedsrichter wird man – wie die Expertinnen oben erläutert haben – in der Tat schnell reich.

    In der 2. Frauen-Bundesliga z.B. kann man direkt 75 EUR einsacken, natürlich steuerpflichtig. In der 2. Männer-Bundesliga ist es sogar noch mehr: 2000 EUR. Das sind übrigens etwa 27x soviel wie bei den Frauen, etspricht damit etwa dem Verhältnis der Pfeif-Berechtigen.

    Leicht zu finden sind zu sämtlichen Spielklassen die Aufwandsentschädigungen von den Landesverbänden und vom DFB, nur von einer Klasse nicht: der 1. Frauen-Bundesliga.

    https://www.vermoegenmagazin.de/schiedsrichter-gehalt-bundesliga/

    https://fvn.de/104-0-Schiedsrichterspesen.html

    https://www.dfb.de/verbandsservice/publikationen/dfb-schiedsrichter-zeitung/

    (6)
  • Detlef sagt:

    @adipreissler,
    Vielen Dank für Deine Recherchen zu dem Thema Schiri Entlohnung!!!
    Wie der Volksmund so treffend sagt „was nix kostet, daß ist auch nix“!!!

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  • FFFan sagt:

    @ adipreissler:
    „Leicht zu finden sind zu sämtlichen Spielklassen die Aufwandsentschädigungen von den Landesverbänden und vom DFB, nur von einer Klasse nicht: der 1. Frauen-Bundesliga.“

    Ich habe mal von 180 Euro pro Einsatz (Assistentinnen die Hälfte) gehört, das ist aber schon ein oder zwei Jahre her.

    (3)
  • balea sagt:

    Es war nicht die Rede von „reich“ werden – aber die Kritik an der Darstellung, dass es schon ein fast unzumutbares Opfer sei, mal ein paar Wochen Schulung im Jahr zu machen, um eine Lizenz zu bekommen bleibt.

    Eine Frau Söder ist FIFA Schiri. Die bekommen per se offenbar ein 5 stelliges Grundgehalt und geschätzt eine Entschädgung wie in der 3. Männerliga. Bei Frau Söder vielleicht 10.000 Euro von der Fifa, dann noch 750 pro Spiel (bei 20 Spielen = 15.000 Euro). Für geschätzte 2000 mtl brutto darf man jedes zweite Wochendende schon mal irgendwohin fahren und 2 Stunden lang eine professionelle Arbeit abliefern. Als NEBENVERDIENST bei einer Tätigkeit, von der man unterstellen darf, dass sie gerne und freiwillig getan wird… Es soll Spielerinnen geben, die nicht so viel einstreichen.
    Sollten diese Spesen nicht ausreichen, um ein halbwegs akzeptables Schiri Niveau zu bekommen, muss der DFB eben mehr Geld in die Hand nehmen.

    (-3)
  • Zaunreiter sagt:

    Vielen Dank für eure Arbeit und Mühen in der Recherche um Informationen.

    Wenn ich das lese und interpretiere, haben wir noch einen weiten Weg vor uns beim Thema „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Auch im Schiedsrichterwesen.

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  • adipreissler sagt:

    @Zaunreiter
    Ich fürchte, Dir unterläuft da ein fundamentaler Denkfehler.
    Demnach müßte ein Schiedsrichter in der Kreisliga ja die gleiche Aufwandsentschädigung (kein Lohn, es ist ja keine Arbeit) erhalten wie der Kollege in der 1. Bundesliga. Das wäre wohl wenig zielführend.

    (1)
  • Zaunreiter sagt:

    Okay, adipreissler!

    Dann formuliere ich das anders:

    Gleiche „Aufwandsentschädigung“ für Männer und Frauen in den jeweiligen Ligen (Bundesliga, 2. Liga, Regionalliga, etc.)

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  • adipreissler sagt:

    @Zaunreiter
    Mir wäre jetzt nicht bekannt, dass Männer und Frauen nicht die gleiche Aufwandsentschädigung in der gleichen Liga bekämen.
    Ein Schiedsrichter bekommt ebenso wie eine Schiedsrichterin z.B. 2000 EUR für die Leitung eines Männer-Zweitligaspiels.
    Es gibt lediglich eine 100%-Frauenquote in 1. + 2. Frauen-Bundesliga, von Seiten der schiedsrichternden Männer habe ich deswegen aber noch keine großen Klagen wegen Diskriminierung vernommen, kommt vielleicht noch.

    (0)