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2015

Bayern baut Tabellenführung aus, Sand auf Rang zwei

Der FC Bayern München hat am siebten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga seine Tabellenführung weiter ausgebaut. Dabei feierten die Münchenerinnen einen knappen Sieg beim 1. FFC Frankfurt. Neuer Tabellenzweiter ist der SC Sand.

Die Bundesliga-Tabelle mutet nach dem siebten Spieltag schon etwas kurios an: Während die Tabellenführung des seit über einem Jahr in der Liga ungeschlagenen FC Bayern wenig verwundert, tun dies die neuen Verfolger durchaus: Vorjahres-Aufsteiger SC Sand liegt – zumindest bis morgen Abend – auf Rang zwei, die SGS Essen auf Rang drei. Punktgleich zwar mit den beiden genannten zwar, aber dennoch erst auf dem vierten Rang folgt Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt.

Glücklicher Sieg für München Dabei wäre für die Frankfurterinnen im Heimspiel gegen den FC Bayern München deutlich mehr drin gewesen. Der FFC gab vor 4760 Zuschauern über weite Strecken den Ton an, war aber in der letzten Konsequenz nicht zwingend genug. Am Ende gewann der FC Bayern mit 1:0 (1:0). Der Siegtreffer fiel bereits in der 22. Minute und aus Sicht der Gäste eher überraschend, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte der FFC in seinen Aktionen den besseren Eindruck gemacht. Zunächst traf Leonie Maier lediglich den Pfosten, den Nachschuss konnte Desirée Schumann im Frankfurter Tor parieren, aber nicht festhalten, und dann war Gina Lewandowski zur Stelle und drückte den Ball über die Linie.

Ergebniskrise beim FFC Auch in der Folge erarbeiteten sich die Frankfurterinnen Feldvorteile, doch wirkliche Gefahr strahlte der Gastgeber am Sechzehnmeterraum nicht aus. Auch Schüsse aus der zweiten Reihe brachten keinen Erfolg. Die Münchenerinnen standen hinten sicher, erarbeiteten sich nach vorne aber vergleichsweise wenig Möglichkeiten. Beste Chance hatte Vivianne Miedema in der 67. Minute. Die Niederländerin traf allerdings nur die Latte. FFC-Trainer Colin Bell, haderte nach dem Schlusspfiff mit dem Ergebnis. „Wir waren ganz klar die bessere Mannschaft. Ich kann meiner Mannschaft nur den Vorwurf machen, dass wir einmal nicht aufgepasst haben und nicht die zwingende Aktion vor dem Tor hatten.“ Die Frankfurterinnen haben aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt geholt. „Wir haben eine Ergebniskrise“, so Bell. „Mir fehlt auch der Zug zum Tor. Mit dem Abgang von Célia [Sasic] ist der abhanden gekommen.“

Sand gewinnt gegen Werder Dank eines deutlichen 3:0 (1:0)-Heimsiegs gegen den SV Werder Bremen liegt der SC Sand nun auf dem zweiten Tabellenrang. Vor 825 Zuschauern brachte Jovana Damnjanović den SC in der 20. Minute in Führung. Nach dem Seitenwechsel schraubten Julia Zirnstein (58.) und Angela Migliazza (77.) das Ergebnis in die Höhe. Trotz (oder gerade wegen) des ungewohnten Tabellenplatzes trat SC-Trainer Alexander Fischinger nach der Partie auf die Euphoriebremse: „Mir sind die 13 Punkte aus sieben Spielen wichtiger.“

Potsdam schießt sich aus der Krise Nach der Niederlage ist der SV Werder Bremen auf den vorletzten Tabellenrang abgerutscht. Ausschlaggebend dafür war ein 3:0 (0:0)-Erfolg des 1. FFC Turbine Potsdam bei der TSG 1899 Hoffenheim. Die Potsdamerinnen, die bis dato auf einem Abstiegsrang gelegen hatten, kletterten auf den achten Tabellenrang. Zur Halbzeit stand es noch 0:0, nach dem Seitenwechsel beendeten die Potsdamerinnen ihre Negativserie. Patricia Hanebeck brachte Turbine in der 47. Minute in Führung. Marina Makanza legte in der 75. Minute das 2:0 nach, und Viktoria Schwalm traf in der 81. Minute zum 3:0-Endstand.

Jena trifft in der Nachspielzeit Zur einzigen Punkteteilung des Tages kam es beim Spiel zwischen dem FF USV Jena und dem SC Freiburg. Nach 90 Minuten stand es 1:1 (0:0). Hasret Kayikci brachte die Freiburgerinnen in der 78. Minute in Führung. Dank eines Treffers von Amber Hearn kam der USV in der Nachspielzeit noch zum Ausgleich. „Das war ein intensiv geführtes Bundesligaspiel mit guten Szenen. Wir können sehr zufrieden mit sein, da wir auch nach dem Rückstand nicht den Mut verloren und an uns geglaubt haben“, resümierte Trainer USV-Trainer Daniel Kraus.

„Wölfinnen“ am Montag in Leverkusen Die letzte Partie des siebten Spieltags findet am Montagabend zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem VfL Wolfsburg statt. Sollte der VfL seiner Favoritenrolle gerecht werden, würde er auf den zweiten Rang klettern. Bereits am Samstag gewann die SGS Essen gegen den 1. FC Köln mit 3:2 .