FFC Frankfurt verpflichtet Yuki Ogimi

Von am 13. August 2015 – 10.34 Uhr 28 Kommentare

Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt hat zum Abschluss seiner Kaderplanung für die neue Saison die japanische Weltmeisterin von 2011, Yuki Ogimi, verpflichtet.

Gut zwei Wochen vor dem Saisonstart in der Allianz Frauen-Bundesliga kann der 1. FFC Frankfurt einen hochkarätigen Neuzugang vermelden: Die japanische Nationalspielerin Yuki Ogimi und der Verein haben sich auf einen bis zum 30. Juni 2017 datierten Vertrag geeinigt.

Internationale Erfahrung
Zuletzt stand die 28-jährige Offensivspielerin beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. In der Frauen-Bundesliga ist die Weltmeisterin von 2011 bereits sehr erfolgreich gewesen: Zwischen 2010 und 2013 schnürte die 124-fache Nationalspielerin ihre Schuhe für den 1. FFC Turbine Potsdam, mit dem sie die UEFA Women’s Champions League 2010 sowie drei Meistertitel in Folge gewann.

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Frankfurt passt besser als Wolfsburg
Ogimi erklärt: „Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen mit dem Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt. Dem VfL Wolfsburg danke ich sehr, dass er diesem Wechsel zustimme. Der VfL ist ein toller Verein mit tollen Leuten und einer prima Mannschaft. Ich glaube aber, dass Frankfurt und der FFC für mich persönlich absolut passend sind.“

Yuiki Ogimi

FFC-Manager Sigi Dietrich freut sich über die Verpflichtung von Yuki Ogimi © 1. FFC Frankfurt

Hochkarätiger Sasic-Ersatz
FFC-Manager Siegfried Dietrich meint: „Wir sind sehr glücklich, dass wir nach dem Abschied von Celia Sasic unsere Kaderplanung für die Saison 2015/16 mit der Verpflichtung von Yuki Ogimi sehr hochkarätig abschließen können. Yuki Ogimi ist eine Top-Offensivspielerin und eine herausragende Persönlichkeit des internationalen Frauenfußballs, die bestens in unser Teamkonzept passt. Der kurzfristige Transfer von Wolfsburg nach Frankfurt ist zwischen beiden Vereinen ausgesprochen einvernehmlich realisiert worden.“

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Absolute Weltklassespielerin
FFC-Cheftrainer Colin Bell sagt: „Es ist eine Riesensache, dass wir in Yuki Ogimi eine absolute Weltklasse-Spielerin verpflichten konnten, die ihre herausragenden Qualitäten bereits in Potsdam, Chelsea und Wolfsburg, vor allem aber in der japanischen Nationalmannschaft unter Beweis gestellt hat. Sie ist eine im Offensivbereich vielseitig einsetzbare Spielerin, die mit ihrer Spielintelligenz, ihrer Laufstärke und ihrer Ballsicherheit exakt die Attribute verkörpert, die unserer Spielphilosophie entsprechen.“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Ich sehe den Wechsel von YUKI ähnlich skeptisch wie waiiy!!!
    Eine Top-Stürmerin sollte eigentlich keine Angst vor starker Konkurrenz haben, es sollte sie eher motivieren!!!

    Aber genau danach sieht es für mich jetzt aus, daß YUKI lieber nach Frankfurt geht, wo sie mittlerweile kaum noch ernsthafte Konkurrenz zu fürchten hat!!!

    Das Jahr in England hat YUKI nicht gut getan, was ja auch Kellermann zugeben mußte!!! 🙁
    Aber auch in Wob kam sie nie über den Status einer zweitklassigen Einwechselspielerin hinaus!!!
    Bei der Verletzungsmisere in der Autostadt hatte sie eigentlich mehr daraus machen müssen!!!

    Auch ich sehe da Parallelen zu JULIA SIMIC, die das „Vakuum“ im MF der Wölfinnen nicht für sich nutzen konnte!!!

    Ich bin sehr gespannt, ob sich YUKI in Frankfurt wieder zu alter Stärke zurückentwickeln kann???
    Es wird ohnehin sehr spannend werden, wie sich Mainhattan mit dem für sie ungewöhnlich hohen Aderlass an Spitzenkräften präsentieren kann!!!

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  • Ralligen sagt:

    @FFFan
    Warum sollte Ramona Bachmann die Runde in Schweden nicht zu Ende spielen,WOB`s größtes Interesse liegt doch wohl darin,das Frau Bachmann kein Spiel bei ihrem jetzigen Arbeitgeber Rosengård in der Königsklasse(Champions-Leaque) absolviert.So wär das für alle eine Win to Win Situation.

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  • Altwolf sagt:

    @waiiy.

    Da würde ich Dir doch gern widersprechen, denn ich denke nicht, dass man hier von einer Niederlage des Trainers u. der Spielerin sprechen sollte.

    Y.Ogimi spielt seit Jahren in einem System, was nicht der WOB-Spielanlage entspricht, nämlich in der Offensive sehr häufig die Positionen zu wechseln und damit auch rel.häufig auf den Außenpositionen zu spielen.
    Nach meiner Einschätzung ist das nicht ihre Position, sondern sie hält sich gern überwiegend im Zentrum auf.
    Dieses „umswitchen“, gepaart mit noch Nachholbedarf aus der Chelsea-Zeit ist ihr offenbar schwer gefallen u. hat nichts damit zu tun, das da irgendwer versagt hat.

    Sie wird sich, wenn, dann auch im zentrumorientierten Spiel des 1.FFC wohler fühlen und dann sicherlich auch überzeugendere Leistungen bringen.

    Man darf dabei auch nicht vergessen, das Yuki unbedingt wieder in der Liga auf hohem Niveau spielen wollte,um noch mit zur WM fahren zu können und da denke ich, hat man sich auf einen Versuch der Zusammenarbeit geeinigt, mit der Option sich vielleicht auch wieder trennen zu können, wenn es nicht so klappen sollte.

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  • dummkopf sagt:

    „Das ist ein Armutszeugnis für den Trainer.“
    sagt der verehrte waiiy hier.

    Da sind wir aber mal froh, dass hier niemand den Trainer von Turbine so hart kritisiert.

    Wenn das für Kellermann schon ein Armutszeugnis wäre – was wäre dann erst die Anhäufung und dauerhafte Fortführung solcher gescheiterten Integrationsversuche mit – gemessen im Vergleich zum Restkader – oft noch stärkeren Spielerinnen, wie sie bei Turbine seit Jahren passiert?

    Wäre der Herr da dann so arm, dass er seit Jahren den multiplen Hungertod gestorben wäre?

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  • Altwolf sagt:

    Zu dem reibungslosen Wechsel von Yuki hat sich R.Kellermann nochmals geäußert und deshalb dem Wechsel zu diesem Zeitpunkt zugestimmt, da sich der Gesundungsverlauf bei A.Popp besser zeigte als erhofft u. sie schon wieder in das Mannschaftstraining einsteigen konnte, wie auch C.Hansen wieder dabei ist. Ferner haben sich die 3 Neuzugänge sehr positiv entwickelt, so daß mit dem Weggang von Y.Ogimi keine große Lücke entsteht.

    Zusätzlich hat er bestätigt, das man sich zum Winter hin um R.Bachmann bemühe. Die sich zwar die Clubs aussuchen u. WOB finanziell nicht mit OL o.PSG mithalten könne, jedoch habe man andere Argumente, die sie überzeugen könnten.

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  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    Auch ich möchte Dir da gern widersprechen!!!
    Kellermann hat YUKI sicher nicht danach verpflichtet, wie sie bei Chelsea gespielt hat, sondern er hatte noch ihre Leistungen bei TURBINE im Hinterkopf!!! 😉

    Und auch bei den Nadeshiko spielt sie dieses häufige „Bäumchen wechsel dich“, mal links- mal rechts- mal dazwischen!!!

    Also wollte er YUKI in ein System einbauen, daß nach Deinen Worten eher starr ist!!!
    Obwohl mM eine Martina Müller oder eine CONNY POHLERS sich auch wenig an feste Positionen hielten!!!
    Beide fühlten sich (ähnlich wie YUKI auch) zwar in der Mitte am Wohlsten, waren aber nicht selten auch auf den Flügeln unterwegs!!! 😉

    Es hätte also rein Systembedingt auch funktionieren können, aber dem war einfach nicht so!!!
    YUKI wirkte in WOB auf mich wie ein Fremdkörper!!!
    Sie bekam auch wenig Anspiele, und sich den Ball an der Mittellinie holen, war auch ihr Ding in Potsdam nicht!!!

    Ich würde zwar nicht so weit wie waiiy gehen, und Kellermann gleich ein Armutszeugnis ausstellen!!!
    Aber ein gewisses Versagen liegt mM nach schon vor, da er nicht in der Lage war, ihr Potential auch nur ansatzweise aus ihr herauszuholen!!!

    Es liegt mir wirklich fern, die plumpen Beleidigungen eines (dem Namen nach) bildungsfernen Individuums kommentieren zu wollen!!!
    Aber ich möchte die langjährigen Leser dieses Blogs wieder daran erinnern, wie viele TURBINE-Fans damals darauf reagiert haben, als Bernd Schröder YUKI zur Spielmacherin hinter den Spitzen machte!!!
    Das Experiment ging furchtbar schief, wurde aber vom Altmeister trotzdem sehr lange weitergeführt!!! 🙁

    Jeder, der uns TURBINE-Fans mangelnde Kritikfähigkeit gegenüber unserem Cheftrainer unterstellt, kann entweder nicht lesen, oder er muß ein echter dummkopf sein!!! 😉

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef.

    Nein, da hast Du mich wohl mißverstanden, bzw. ich habe mich da nicht klar genug ausgedrückt. WOB spielt nach meiner Einschätzung in der Offensive kein „starres“ System und auch wenn Yuki in der N11 möglicherweise auch immer mal wieder die Positionen wechseln sollte, so sind gerade die Außenpositionen nicht die Positionen, wo sie sich mit ihren Stärken, nämlich im 16er mit etwas Platz, zeigen kann.

    Bei ihren Einsätzen in WOB hatte sie ja durchaus vielfache Torchancen, die sie aber leider nicht so nutzte, um sich für e. Startelfplatz aufzudrängen.

    Wenn Yuki ein gutes Jahr ohne wirklichen Leistungsdruck und Trainingsbelastung verbringt, dann mit Defiziten im Fitnesszustand in der Winterpause kommt, sich dann wieder soweit entwickelt, dass Japan sie wieder für die WM nominiert und aufstellt, dann ist von einem „Versagen“ des Trainerteams zu sprechen doch sehr „dick“ aufgetragen.
    Das die Rückrundenzeit in der Liga, zudem Pokalspiele u.CL-Spiele nicht immer ausreichen um im reduzierten Trainingsbetrieb eine neue Spielerin mit den Abläufen und d. Spielsystem vertraut zu machen und sie ins Spiel zu integrieren ist ja nun auch nicht so verwunderlich.

    Sie ist noch nicht in der Verfassung, in der man sie von Turbine her kennt und wir wissen nicht,ob sie diese Fähigkeit wieder erreichen wird. Das Jahr bei Chelsea hat ihr jedenfalls fußballerisch sehr geschadet.

    Jetzt ist nur zu hoffen, das sie diese frühere Form durch die Spielpraxis beim 1.FFC im Verlauf der Saison wieder zurückerlangt – eine Garantie gibt es jedoch dafür nicht.

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  • waiiy sagt:

    @Altwolf: Zu sagen, dass Ogimi nur ein bestimmtes System spielen kann, heißt mit anderen Worten, dass sie doch nicht so eine gute Stürmerin ist, wie man gemeinhin denkt und dass frühere Leistungen bzw. Leistungen in der N11 darauf zurückzuführen sind, dass sie dort genau das System gefunden hat bzw. findet. Das heißt aber auch, dass Kellermann diesen Umstand verkannt hat (was dann ein Fehler bei der Verpflichtung gewesen wäre).

    Ich denke, das es ist aber eher meine Theorie von oben. Dafür spricht, dass Ogimi in Potsdam zwar nur ein System kannte, dort auf auf allen 3 Offensivpositionen gespielt hat und zwar wechselnd innerhalb des Spiels. Sie hat also durchaus diese Spielintelligenz und diese Flexiblität.

    @dummkopf: Eigentlich muss man darauf nicht antworten. Dass aber genau solche Fehler in Potsdam auch vorkommen und kritisiert werden (auch von den eigenen Fans, sieht man an den aktuellen Beispielen Pedersen und Scurich. Und bei Beiden werfe ich genauso dem Verein vor, die oben genannten Fehler gemacht zu haben und den Spielerinnen, dass sie sich keine volle Vorbereitung gegönnt zu haben, um die maximale Leistung abzurufen. Aber ich hatte nicht erwartet, dass Dir diese letzten Beispiele (die lange nicht alle sind) noch präsent sind.

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