Frauen-WM 2015: DFB-Elf zieht souverän ins Viertelfinale ein
Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat mit einer souveränen Leistung gegen Schweden das Viertelfinale der Frauenfußball-WM in Kanada reicht. Gegen meist harmlose Schwedinnen stellte die DFB-Elf bereits in der starken ersten Halbzeit die Weichen zum Sieg.
Beim 4:1 (2:0)-Sieg vor 22 486 Zuschauern im Landsdown Stadium von Ottawa erzielten Anja Mittag (24.), Célia Šašić (36. Foulelfmeter, 78.) und die eingewechselte Dzsenifer Marozsán (87.) die Treffer für die deutsche Mannschaft, die nun im Viertelfinale auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Südkorea treffen wird. Für Schweden erzielte Linda Sembrant den Ehrentreffer (82.).
Marozsán zunächst auf der Bank Bundestrainerin Silvia Neid vertraute der Startelf, die zum WM-Auftakt gegen die Elfenbeinküste mit 10:0 gewonnen hatte und ließ somit Dzsenifer Marozsán vorerst auf der Bank. Dem deutschen Spiel tat dies keinen Abbruch, denn schon nach 16 Sekunden verpasst Alex Popp aus aussichtsreicher Position die Führung. Und nur Augenblicke später hatte Simone Laudehr die Führung auf dem Fuß, doch der Pass von Šašić geriet etwas zu lang.
DFB-Elf klar überlegen Schweden kam mit dem aggressiven Pressing der DFB-Elf nicht zurecht und versprühte kaum Gefahr, etwa bei einem abgefälschten Schuss von Sofia Jakobsson (12.). Doch für die Musik sorgten die deutschen Spielerinnen, Laudehr (12.) und Leupolz (13.) ließen jedoch gute Chancen liegen. Doch dann war es soweit: Anja Mittag erkämpfte den Ball, Šašić legte blitzschnell weiter zurück in den Lauf von Mittag, die überlegt zum 1:0 einschob (24.).
Bartusiak fehlt im Viertelfinale Saskia Bartusiak fing sich für ein Foul gegen Jakobsson die zweite Gelbe Karte ein und wird im Viertelfinale pausieren müssen. Nach einem Foul von Amanda Ilestedt an Mittag zeigte Schiedsrichterin Ri Hyang Ok auf den Elfmeterpunkt, Šašić verwertete sicher (36.).
Šašić macht alles klar Mit der Führung im Rücken und der für Melanie Leupolz eingewechselten Dzsenifer Marozsán ließ es die DFB-Elf zunächst ruhiger angehen, schaltete aber später wieder einen Gang hoch. Šašić erzielte per Kopf den dritten deutschen Treffer, Simone Laudehr hatte zuvor den Pfosten getroffen (78.).
Torreiche Schlussphase In der Schlussphase nahmen die deutschen Spielerinnen das Tempo etwas zu früh vom Gas, Linda Sembrant verkürzte per Kopf (82.) und Augenblicke später bewies Nadine Angerer im 1:1 gegen Jakobsson ihre ganze Klasse (84.). Doch Marozsán sorgte dann mit einem Schuss im Fallen für die endgültige Entscheidung 87.).