Frauen-WM 2015: DFB-Elf als Gruppensieger ins Achtelfinale
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Kanada zum Abschluss der Vorrunde einen Sieg gegen Thailand gefeiert und qualifiziert sich aufgrund des besseren Torverhältnisses als Gruppensieger für das Achtelfinale.
4:0 (1:0) hieß es am Ende für die DFB-Auswahl. Bundestrainerin Silvia Neid veränderte die Startformation im Vergleich zur Partie gegen Norwegen gleich auf sieben Positionen. Neu dabei waren Babett Peter, Bianca Schmidt, Jennifer Cramer, Melanie Leupolz, Melanie Behringer, Lena Lotzen und Sara Däbritz.
Defensivbollwerk Thailand Erwartungsgemäß übernahm die DFB-Elf von Beginn an die Initiative. Die Thailänderinnen wurden in die eigene Hälfte gedrängt, und schon in der dritten Minute hatte Behringer mit einem Schuss von der Strafraumgrenze eine erste gute Möglichkeit. Doch in der Folge taten sich die Deutschen schwer. Bei deutschem Ballbesitz stand Thailand zumeist mit zwei Viererketten am eigenen Strafraum, entsprechend schwer war das Durchkommen für die Deutschen, die aber auch oftmals nicht schnell genug spielten, um Lücken in der thailändischen Defensive zu reißen.
Leupolz trifft zum 1:0 Und so brachte erst eine Standardsituation in der 24. Minute den gewünschten Erfolg. Nach einem Eckball erzielte Leupolz per Kopf das 1:0. Beleben konnte die Führung das Spiel der deutschen Elf allerdings nicht. Die Thailänderinnen kamen zwar ihrerseits kaum über die Mittellinie hinaus, und der Ballbesitz sprach mit knapp 70 Prozent für Deutschland eine deutliche Sprache. Dafür kämpften die Thailänderinnen aber aufopferungsvoll und konnten sich auf ihre gut aufspielende Torhüterin verlassen. In der 45. Minute hätte Dzsenifer Marozsán die Führung verdoppeln können, unterlag jedoch im 1:1-Duell mit Boonsing.
Leistungssteigerung in Hälfte zwei Zur zweiten Halbzeit kamen Lena Petermann und Anja Mittag für Marozsán und Célia Šašić. Und mit den Wechseln bewies Neid den richtigen Riecher: Mit einem Doppelschlag erhöhte Petermann (56., 58.) auf 3:0. Und auch am 4:0 war die Freiburgerin beteiligt: Nach Hereingabe von Mittag konnte Petermann im Fünfmeterraum den Ball noch nicht im Tor unterbringen, dafür landete er vor den Füßen von Däbritz, die nur noch einschieben musste (73.). Bei den Thailänderinnen ließ die Kraft nach dem großen Einsatz der ersten Halbzeit langsam nach, die Deutschen spielten die Partie locker nach Hause.
Norwegen belegt Rang zwei Im Parallelspiel behielt Norwegen erwartungsgemäß die Oberhand gegen die Elfenbeinküste. Der Weltmeister von 1995 besiegte den WM-Neuling mit 3:1. Damit haben Deutschland und Norwegen beide sieben Punkte auf dem Konto. Die DFB-Elf hat allerdings das deutlich bessere Torverhältnis.