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2015

DFB-Elf will mit Rotation in die K.-o.-Runde

Am Montagabend trifft die deutsche Nationalelf in ihrem abschließenden Gruppenspiel bei der Frauenfußball-WM in Kanada auf Thailand (live ab 22 Uhr in ZDF und Eurosport). Mit einem Sieg will die DFB-Elf frisches Selbstvertrauen fürs Achtelfinale tanken und im Optimalfall als Gruppensieger in die K.-o.-Runde einziehen. Dabei dürfte es zu zahlreichen Veränderungen in der Startformation kommen.

„Ich bin hier nicht bei der Mathematik-Olympiade“, hatte DFB-Abwehrspielerin Tabea Kemme bereits am Samstag kundgetan, angesprochen auf die besondere Zahlen-Arithmetik und Vielzahl möglicher Konstellationen, die das FIFA-WM-Reglement bereithält.

Gruppensieger vermeidet Reisestrapazen In der deutschen Gruppe B verspricht ein Gruppensieg zumindest weniger Reisestrapazen, da bis zu einem eventuellen Finale in Vancouver nur in den zwei Autostunden voneinander entfernten Städten Ottawa und Montreal Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale zu spielen wären – mit überschaubarem Reiseaufwand und ohne Wechsel der Zeitzonen.

Nicht auf Norwegen schauen Aktuell hat Tabellenführer Deutschland ein um sechs Tore besseres Torverhältnis gegenüber dem zweitplatzierten Norwegen, dennoch wollte sich auch Bundestrainerin Silvia Neid am Tag vor dem Duell mit Thailand nicht auf Rechenspielchen einlassen. „Für uns ist das gar kein Thema, wie es im Parallelspiel steht, das ist uns erstmal egal“, so Neid auf der Abschlusspressekonferenz.

Kein Team unterschätzen „Wir müssen gegen Thailand ein gutes Spiel nach vorne zeigen und dem Gegner keinen Raum lassen, von daher müssen wir alle sehr gut zusammenarbeiten.“ Die DFB-Elf ist gewarnt, den WM-Neuling aus Asien nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Das Turnier ist sehr ausgeglichen, das zeigen die Ergebnisse der Vorrunde. Thailand hat es verdient, hier dabei zu sein, für uns geht es darum unser Spiel durchzuziehen und einen roten Faden einzuhalten.“

Stark gestiegenes Niveau Auch Melanie Behringer meint: „Die Thailänderinnen sind sehr quirlig, aber wir müssen ihnen unser Spiel aufdrücken. Das Niveau ist sehr deutlich gestiegen, das ist gut für den Frauenfußball. Viele Mannschaften, die wir nicht gut kennen, zeigen gute Leistungen.“

Chancenverwertung verbessern Vor allem an der Chancenverwertung der DFB-Elf haperte es in den Spielen gegen die Elfenbeinküste und Norwegen, zahlreiche Chancen wurden ausgelassen. „Das haben wir angesprochen und das wollen wir gegen Thailand besser machen“, so Behringer.

Einsatz von Laudehr und Popp fraglich Dabei wird die DFB-Elf wohl ohne Simone Laudehr auskommen müssen, die eine leichte Bauchmuskelzerrung plagt. „Sie wird voraussichtlich nicht spielen können“, so Neid. Und auch bei Alex Popp (Kniereizung) wird erst das Abschlusstraining Aufschluss über einen möglichen Einsatz geben.

Leupolz wird spielen Dafür verriet Neid, dass Melanie Leupolz nach überstandener Schambeinprellung nicht nur wieder fit ist, sondern auch in der Aufstellung stehen wird. „Sie wird morgen mitspielen und wir erhoffen uns sehr viel von ihr. Wir wollen in den ersten 15 Minuten sofort wieder im Spiel sein und Thailand zeigen, dass es schwer wird, gegen uns ein Tor zu machen und selbst wollen wir so schnell wie möglich einen Treffer erzielen.“

Rotation in der Startformation Vermutlich wird es nicht nur verletzungsbedingt einige Wechsel in der Startformation geben. „Normalerweise bleibt man gerne mit seinem Team im Spielrhythmus, aber hier ist es nicht normal. Von daher muss man überlegen, was in dem Moment das Beste ist.“