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2015

DFB-Elf will Weichen für Gruppensieg stellen

Nach dem lockeren 10:0-Aufgalopp gegen die Elfenbeinküste trifft die deutsche Frauenfußball-Nationalelf am Donnerstag (ab 21.45 Uhr live in der ARD und auf Eurosport 2) in ihrem zweiten WM-Spiel auf Norwegen. Die Neuauflage des EURO-Finales von 2013 ist mehr als nur eine Bewährungsprobe, denn es geht bereits um den Gruppensieg. Mit dabei ist dann auch wieder Dzsenifer Marozsán.

Zu groß sind die Leistungsunterschiede in Gruppe B zwischen den Topteams Deutschland und Norwegen sowie den Neulingen Elfenbeinküste und Thailand, so dass ein Punktverlust für die beiden Großen nahezu ausgeschlossen ist. Und so geht es im Landsdown Stadium von Ottawa am Donnerstagabend deutscher Zeit bereits um den Gruppensieg. Der Gruppensieger erhält den Vorteil, weniger reisen zu müssen, erkauft sich diesen aber mit dem Nachteil in der K.-o.-Runde auf die vermeintlich stärkeren Gegner zu treffen.

Gruppensieg als Ziel „Der Gruppensieg ist unser Ziel und dafür ist das kommende Spiel sehr wichtig“, so Bundestrainerin Silvia Neid auf der Pressekonferenz am Tag vor dem Duell mit den Norwegerinnen. „Wir denken von Spiel zu Spiel, dann sehen wir, ob wir Erster oder Zweiter sind. Aber damit befassen wir uns erst, wenn wir das Ergebnis kennen.“

Marozsán fit, Hoffen auf Leupolz In der Neuauflage des EURO-Finales von 2013, als die DFB-Elf Norwegen mit 1:0 bezwang und DFB-Torhüterin Nadine Angerer zwei Elfmeter hielt, wird Neid wieder auf Mittelfeldspielerin Dzsenifer Marozsán bauen können. „Alles ist gut verheilt.“ Und sogar ein Einsatz von Melanie Leupolz, die sich im Spiel gegen die Elfenbeinküste eine Schambeinprellung zuzog, ist nicht ausgeschlossen. „Es sieht gut aus. Sie wird aber nur spielen, wenn sie überhaupt nichts mehr merkt.“

Frisches Selbstvertrauen Mit dem Selbstbewusstsein des hohen Auftaktsieges und der sich entspannenden Personalsituation ist die DFB-Elf hoffnungsvoll, Norwegen bezwingen zu können. „Wir können vielleicht etwas befreiter aufspielen“, so Lena Goeßling, die im Auftaktspiel zu den Stärksten im Team gehörte. „Aber wir wissen, dass es ein ganz anderes Spiel wird.“

Starker Gegner Neid schätzt den Gegner stark ein: „Sie haben sich in den letzten zwei Jahren entwickelt und sind im Spiel nach vorne variabler geworden.“ Dabei wird Neid auch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten feiern, Norwegens Trainer Even Pellerud. „Er war schon Trainer bei Norwegen, als ich noch Spielerin war. Von daher kennen wir uns sehr lange, man mag sich und spricht miteinander. Morgen sind wir aber Gegner und jeder will gewinnen.“

SMS von Merkel Neid freut sich, dass die Frauenfußball-WM in Deutschland auf breites Interesse stößt, wie die über fünf Millionen TV-Zuschauer zu später Stunde im Auftaktspiel belegen. „[Bundeskanzlerin Angela] Merkel hat uns schon eine SMS geschrieben und alle wünschen uns viel Glück. Fünf Millionen Zuschauer ist super, das zeigt, welch fußballbegeistertes Land Deutschland ist.“