1. FFC Frankfurt gewinnt Champions League

Von am 14. Mai 2015 – 20.29 Uhr 32 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat die UEFA Women’s Champions League gewonnen. Die Frankfurterinnen setzten sich im Endspiel gegen Paris Saint-Germain durch, wobei der Siegtreffer erst in der Nachspielzeit fiel.

2:1 (1:1) hieß es am Ende für den 1. FFC Frankfurt. Der Siegtreffer gelang der eingewechselten Mandy Islacker. Für die Frankfurterinnen ist es der vierte Sieg in der Königsklasse, wobei die ersten drei Titel noch zu Zeiten des UEFA Women’s Cup geholt wurden.

Frankfurt dominiert
Der 1. FFC Frankfurt startete engagiert ins Spiel und hatte zunächst mehr vom Spiel. Dzsenifer Marozsán hatte in der achten Minute per Freistoß die erste Möglichkeit, PSG-Torhüterin Katarzyna Kiedrzynek war allerdings zur Stelle. Zwei Minuten später klärte die Polin gegen Célia Sasic. Auch in der Folge investierten die Frankfurterinnen mehr, während sich Paris im Spiel nach vorne schwer tat. Klare Chancen waren zunächst aber Mangelware.

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Sasic trifft
In der 32. Minute machte es Sasic dann besser. Nach Vorarbeit von Kerstin Garefrekes traf die Stürmerin zum 1:0 für die Frankfurterinnen. Die hochverdiente Führung hielt aber nur bis zur 40. Minute, dann war Marie-Laure Delie nach einem Eckball ebenfalls per Kopf zur Stelle und traf zum etwas überraschenden Ausgleich.

Die Frankfurterinnen bejubeln den Siegtreffer von Mandy Islacker. © foto2press / Markus Römer

Die Frankfurterinnen bejubeln den Siegtreffer von Mandy Islacker. © foto2press / Markus Römer

Frankfurter Schwächephase
Nach dem Seitenwechsel hatte der FFC in der Anfangsphase die Möglichkeit, wieder in Führung zu gehen, nutzte seine Möglichkeiten allerdings nicht. In der Folge verlor der FFC ein wenig den roten Faden, wenngleich sich in der 61. Minute nochmals eine Großchance auftat; Annike Krahn klärte für PSG allerdings auf der Linie. Trotz Frankfurter Schwächephase konnten die Französinnen selbst weiterhin kaum Möglichkeiten erarbeiten. In der 66. Minute reagierte FFC-Trainer Colin Bell und verstärkte mit der Einwechselung von Mandy Islacker die Offensive.

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Laudehr verletzt
In der 84. Minute verletzte sich Frankfurts Simone Laudehr – ausgerechnet im Zweikampf mit Nationalmannschaftskollegin Annike Krahn – und musste ausgewechselt werden. Die Diagnose ist bislang noch unklar. Die Uhr lief, beide Mannschaften steuerten auf eine Verlängerung zu. In der 87. Minute versuchte es Islacker mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, verfehlte das Tor jedoch. In der Nachspielzeit machte sie es dann besser. Nach Vorarbeit von Marozsán und Kopfball von Garefrekes traf die Stürmerin mit dem linken Außenrist zum entscheidenden 2:1.

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32 Kommentare »

  • Bastieff sagt:

    Zu Simone Laudehr:
    Mit dabei war auch Simone Laudehr, die allerdings nicht das Tanzbein schwingen konnte. Die Nationalspielerin erlitt beim 2:1-Sieg gegen den französischen Vizemeister eine Außenbandzerrung im Knie. Dies ergab eine MRT-Untersuchung am späten Donnerstagabend. Die 28 Jahre alte Mittelfeldspielerin fällt somit auf jeden Fall für den Auftakt des Trainingslagers der DFB-Auswahl in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft vom 6.Juni bis 5.Juli in Kanada aus. Die deutsche Nationalmannschaft reist am Montag für zehn Tage in die Schweiz, wo am 27.Mai der letzte WM-Test gegen den Gastgeber ansteht.

    Quelle:
    https://www.soccerdonna.de/de/frankfurterinnen-feierten-cup-coup-bis-in-den-fruehen-morgen/news/anzeigen_3699.html

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  • Jennifer sagt:

    Meiner Meinung nach ein brutales Foul von Annike Krahn an Simone Laudehr. Bei Krahn habe ich immer Angst um alle Spielerinnen!

    Hier der Bericht von Sport1 zur Verletzung von S. Laudehr:

    https://tinyurl.com/nzerpgj

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  • Johannes sagt:

    Glückwunsch Frankfurt!!!

    Verdient gewonnen da kann man mal sehen was es ausmacht, wenn mal alles hinterfragt wird.
    Die Entwicklung seit der Winterpause ist sehr gut verlaufen und trägt jetzt schon Früchte.Schlüsselspiel war für mich das Pokal Viertelfinale gegen Bayern, als man das System auf Dreierkette umstellte und Bayern so mit den eigenen Waffen schlug.Den Titel in der Bundesliga haben sie quasi in der Hinrunde verspielt auch wenn es am Ende noch mal ganz eng geworden ist.Denke wenn sie nächste Saison direkt so angreifen, kann man von ausgehen das es wieder sehr spannend wird, ich freu mich drauf aber vorher gibts ja zum Glück noch ne WM.Wenn man sieht das dann fast alle mit einem Titel anreisen kann das nur gut sein.

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  • never-rest sagt:

    D. Maroszan scheint den Sprung von einem Riesentalent zu einer Weltklassespielerin endlich zu schaffen. Läuferisch und im Zweikampf stark verbessert, auch die Fitness stimmt, denn sie nimmt sich deutlich weniger Auszeiten. Wenn sie diese Leistung auch bei der WM bestätigen kann, könnte es ihr Turnier werden.

    Als kleines Manko bei ihr sehe ich nur noch, dass sie zu oft komplizierte Lösungen sucht oder riskante lange Pässe schlägt, statt den einfachen kurzen Ball zu spielen. Hier fehlt es bei ihr noch an strategischer Übersicht. Aber das wird mit anderen Mitspielerinnen wie z.B Goeßling und Leupolz sicher auch noch besser.

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  • Stefan sagt:

    Ich verstehe nicht ganz, warum man in den FLJ-Sportpark gegangen ist. Die Alte Försterei von Union wäre in Berlin die deutlich bessere Alternative gewesen…

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  • balea sagt:

    @Stefan
    Das Stadion An der Alten Försterei (kurz: Alte Försterei oder AF) ist mit einem Fassungsvermögen von 21.717 Zuschauerplätzen bei Bundesligaspielen das größte „reine“ Fußballstadion in Berlin. Seit seiner Einweihung im Jahr 1920 dient es als Heimspielstätte des 1. FC Union Berlin und seiner Vorgängervereine. Das Stadion liegt im Südosten der Hauptstadt im Ortsteil Köpenick und bietet insgesamt 17.910 Steh- und 3.807 Sitzplätze.

    Wikipedia

    Also, knapp 18.000 STEHplätze.

    Dann liegt es vielleicht mehr im Grünen, aber (bes.) für (auswärtige) Besucher ist das anschliessende gastronomische Angebot im Prenzlauer Berg sicher besser als in Köpenick.

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  • Jan sagt:

    Frankfurt hat PSG klasse den Schneid abgekauft! Meinte nicht Clausewitz s.o.ä., man müsse stets über Reserven verfügen? Frankfurt verfügte über die stärkeren!

    Nachdem Mandy Islacker zu ihrem CL-Hattrick Ende März vllt. schon einen ausgeben musste, dürfte sie damit ggf. erneut fällig sein – aber erst wenn das Team den 70er-Hit “Mandy“ zum Besten gegeben hat! 😉

    Warum Mandy Islacker und Peggy Kuznik nicht zur WM berufen werden, gehört fast in die Rubrik “Unterschätzte ‘Paare‘ der Weltgeschichte“. Islacker z.B. als Joker á la Martina Müller?! ; od. Kuznik um Ausfälle in der dt. Abwehr wettzumachen?! (Gehen beide eigtl. zum selben Kosmetik-Salon?) Dass man Lehren aus der WM 2011 zog und mehr jungen Talenten eine Chance in der N11 gibt, ist lobenswert – doch braucht man dabei nicht gleich übers Ziel hinaus zu schießen, oder?

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  • shane sagt:

    @stefan: waere sie nicht. die uefa laesst keine stehplaetze zu. alte foersterei hat nur knapp 4000(!) sitzplaetze. ich glaube da sind wir uns einig, dass das dann doch ein paar zu wenig gewesen waeren.

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  • Alice sagt:

    Glückwunsch an den 1.FFC Frankfurt!! Ich freue mich, dass der Pokal in Deutschland bleibt aber fast noch mehr über drei deutsche Teilnehmer in der nächsten Saison. Das ist angemessen und hoffentlich hauen sich die Topteams (natürlich auch die anderer Nationen) nicht relativ früh gegenseitig raus.

    Ich war dennoch etwas enttäuscht über die Leistung von PSG. So wie sie sich präsentiert haben, wirkt die Niederlage Wolfsburgs gegen diese Mannschaft noch bitterer. Für mich lässt sich das gerade bei so erfahrenen Spielerinnen nicht auf die Drucksituation schieben. Was C. Seger für dieses Team tut ist bemerkenswert.

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  • kelly sagt:

    ja war im Stadion.tolle Stimmung in und um das Stadion.bitte nie wieder mit tartanbahn man ist so weit weg vom spielgeschehen und mich hat es sauer gemacht,das ffc keine ehren runde gelaufen ist,wir alle hinter und neben tor ignoriert bis auf 3 Spielerinnen.psg harmlos ohne den Chef!!!!!!!seger und da gibt es noch eine strake Spielerin,die für Frankreich spielt!!!,die auch nicht dabei war.gegen lyon hätte ffc Frankfurt nicht gewonnen.aber toll,das 3 deutsche teams in uwcl spielen!!

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  • Jan sagt:

    Ist Veronica Boquete eigtl. die 1. span. Spielerin, die die CL gewann?

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  • GG sagt:

    Glückwunsch an den 1. FFC auch von meiner Seite. Einmalige Titel-Chance genutzt, wenngleich auch erst spät.
    Ich schließe mich ohne Abschweife den Ausführungen von @Altwolf an. Präzise beschrieben und analysiert.
    Eine aufgeworfene Frage möchte ich noch beantworten, nämlich jene, warum sich der PSG im Halbfinale gegen die Wölfinnen hat durchsetzen können: Wer sich die Mühe macht und verifiziert, wird auf das mit 0:2 verlorene Hinspiel stoßen. Seinerzeit nicht im Aufgebot – neben der sowieso langzeitverletzten Nadine „Kessi“ Keßler – Lena Goeßling. Gepaart mit dem Abschlußunglück von Caro Hansen ganz zu Beginn des Spiels und der absolut ineffizienten Einwechslung von Julia Simic zur Halbzeit, war in diesem Spiel nichts zu holen. Im Rückspiel war dann nur noch das Schußunglück da – Vanne Bernauers Fernschuß in der 85. Minute – und ein 2:1 Auswärtssieg.
    Der 1. FFC hat die Gunst der Stunde genutzt. Losglück und Gelbsperre für die eminent wichtige C. Seger inklusive. Aber letztlich zählt nur der Titel und der 3. Startplatz in der kommenden Spielrunde.

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