Johanna Elsig verlängert, Lisa Schmitz kommt

Von am 15. April 2015 – 18.11 Uhr 48 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Turbine Potsdam hat den Vertrag mit Abwehrspielerin Johanna Elsig um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2017 verlängert. Darüber hinaus wurde ein neue Torhüterin für die kommende Saison verpflichtet.

„Ich fühle mich bei Turbine sehr wohl. Es passt menschlich“, begründet Elsig ihren Entschluss. „Da mir Trainer Schröder auch die nötige Spielpraxis gibt, wäre ein Wechsel quatsch.“

Schröder: „Auf hohem Niveau“
Schröder erklärt: „Wir sind sehr froh über Spielerinnen, die zwei Jahre bei uns gespielt haben und noch Entwicklungschancen haben“, so der Coach. „Johanna hat nach der Winterpause auf hohem Niveau gespielt. Wir sind ehrlich: Es wäre schwer gewesen, einen geeigneten Ersatz für sie in dieser Verfassung zu finden.“

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Johanna Elsig

Johanna Elsig bleibt zwei weitere Jahre in Potsdam © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Schmitz statt Sarholz
Am kommenden Sonntag empfängt der 1. FFC Turbine Potsdam im Karl-Liebknecht-Stadion Bayer 04 Leverkusen. Im Tor der Gäste wird dabei Lisa Schmitz stehen, die vor wenigen Tagen in Potsdam einen Zweijahresvertrag ab der kommenden Saison unterschrieb und den Konkurrenzkampf im Tor mit der Chinesin Wang Fei anheizen soll, während Anna Sarholz in den Planungen des Vereins offenbar keine Rolle mehr spielt.

Schmitz träumt von Titeln
„Es ist für mich eine große Herausforderung, für Turbine Potsdam zu spielen und ich freue mich über die Gelegenheit, in den kommenden Jahren um Titel zu spielen“, so die 22-Jährige über ihren Wechsel nach Potsdam. „Ich möchte die großen Ziele, die Turbine hat, mitverfolgen und freue mich auf die bevorstehenden Aufgaben.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

48 Kommentare »

  • balea sagt:

    …“aus pädagogischer Sicht“ bekommt sie keinen neuen Vertrag. Genau sowas in der Richtung habe ich vor einiger Zeit vermutet, als das Thema hier erstmals aufkam. Sie hat bislang bloss eine abgebrochene Ausbildung und eine treue Fanschar – das reicht für die Zukunft noch nicht aus…

    Feifel ist zurückhaltend, aber sehr freundlich. Auf mich wirkte er im TzA Gespräch sehr symphatisch.

    @tpfn – wieso Abschiedsspiel? Sarholz geht doch nicht in Rente?

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  • dummkopf sagt:

    Ich sehe ja vollkommen ein, dass man aus tiefer Religiosität, aus Gründen der Gruppendisziplin, oder weil man sich für sich selber oft vielleicht vergeblich die schützende väterliche Hand gewünscht hat, die Worte des Herrn sehr subjektiv interpretiert, und gerne auch extreme Rückschlüsse daraus zieht.

    Ich frage mich aber schon, welcher „normale“ Mensch solches Geschwurbsel „Neben sportlichen Gründen wird der Vertrag also auch aus pädagogischer Sicht nicht verlängert“ nicht peinlich findet. Solche Aussprüche geheim zu halten statt weiterzugeben wäre vielleicht eher angebracht; das hatte man eigentlich auf der Pressestelle schon richtig gemacht.

    Andererseits bin ich gespannt, ob nun nicht jemand vorschlägt, dem Herrn den Schröderitzer Preis für pädagogisch besonders wertvolle Verdienste um Frauenfusballtorhüterinnen zu verleihen.

    Und als dummkopf bin ich natürlich immer ganz besonders daran interessiert, aus intelligenten und pädagogisch wertvollen Begründungen dazuzulernen, wie eben warum Anonma in Frankfurt nicht spielen durfte, oder Anonma zenittechnisch wechseln sollte und sarholz pädagogisch wechseln musste.

    Ich befürchte daher, dass ich eine derjenigen Personen bin, die durch den Abgang des Herrn am härtesten getroffen werden, so unwahscheinlich sich das auch anhören mag.

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  • dummkopf sagt:

    Zur Verabschiedung von Fr Bieneck von der Pressestelle kann ich nur vermuten, dass da nächstes Jahr ein Zweikampf um den offenen Platz stattfinden wird.
    Nur um Frau Bienecks Gesicht nicht zu verlieren wurde allerdings noch keine weitere Meldung herausgegeben, sondern man wartet, bis sie einen neuen Club gefunden und einen neuen Vertrag unterschrieben hat.
    Man munkelt allerdings, dass sie unzufrieden war, weil mit ihr so wenig gesprochen wurde, sie pädagogisch wo anders besser weiterkommt, bzw es ihr unter der schützenden Hand etwas an Sonnenlicht gefehlt hat.
    Und wer das jetzt peinliches Geschwurbsel findet, dem sei versichert, dass es hauptsächlich leider nicht originär von mir erfunden wurde, sondern weitgehend nur aus weiteren Quellen zitiert wurde.

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  • tpfn sagt:

    @Georg

    „Jetzt macht Schröder noch einen auf Pädagoge ? Sorry solangsam glaube ich das Sarholz schon früher hätte gehen müssen (von sich aus )“

    Ausbildungsvereine aber auch Fußball-Trainer ganz allgemein müssen natürlich auch psychologische und vor allem im Jugendbereich, pädagogische Aufgaben wahrnehmen. Motivation der Spieler/innen, Förderung des Teamgeistes und die Erziehung zu fairem Verhalten etc. gehören zB dazu.

    Seit ihrem CL-Sieg 2010 als 17jährige und der folgenden DFB-Geschichte, standen bei Sarholz pädagogische Aufgaben im Vordergrund.

    Ein interessanter Artikel hierzu

    https://fansoccer.de/6739/interview-mit-anna-felicitas-sarholz-felixich-will-morgens-noch-in-den-spiegel-schauen-konnen/

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  • Georg sagt:

    @tpfn okay ich habe es begriffen …wenn es nach dir geht steht bald ein Denkmal von seiner Unfehlbarkeit am Luftschiffhafen.

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  • tpfn sagt:

    @dummkopf
    „Und als dummkopf bin ich natürlich immer ganz besonders daran interessiert, aus intelligenten und pädagogisch wertvollen Begründungen dazuzulernen, wie eben warum Anonma in Frankfurt nicht spielen durfte“

    Auch wenn ich dir das mit der Bereitschaft zum Dazulernen mittlerweile nicht mehr ganz abnehme, möchte ich dennoch nichts unversucht lassen.

    Dass Anonma in Frankfurt nicht spielen durfte da sie nach den Natiolehrgängen/-abstellungen als Einzige und dass scheinbar unentschuldigt nicht zum Trainingsstart erschienen ist, wird dir ja bekannt sein.

    Wenn nun neben dem sportlichen Aspekt auch der psychologisch- und pädagogische Auftrag eines Ausbildungsvereins ernst genommen werden soll, wie z.B Förderung des Teamgeistes oder Erziehung zu fairem Verhalten, ist das unentschuldigte Fernbleiben einer Spielerin als unfair gegenüber ihren Teamkolleginnen anzusehen und der Förderung des Teamgeistes völlig abträgig.

    Welche Maßnahme dann getroffen wird um sowas künftig zu vermeiden, auch hinsichtlich anderer Spielerinnen die sich dieses Fehlverhalten nicht zum Vorbild nehmen sollen, ist dann Aufgabe des Trainers in Abhängigkeit von seinen pädagogischen Kenntnissen.

    Schröder war scheinbar der Auffassung, dass die wirksamste Maßnahme nicht zB der 3tägige Trainingsentzug ist, der von Turbine-Spielerinnen eventuell sogar als Prämie aufgefasst werden könnte, sondern das „Bankdrücken“ in einem Ligaspiel.

    Diese Maßnahme ist in Ausbildungsvereinen nicht unüblich, das haben wir ja diese Saison auch bei der SGS Essen erleben dürfen, wo kurzer Hand deren Käpitänin Lisa Weiss, aus ganz ähnlichen Gründen, beim Spiel gegen den USV Jena die Bank drücken durfte.

    Turbines Misserfolg gegen Frankfurt, ist mE nicht auf diese Maßnahme zurückzuführen und selbst wenn, steht`s auf einem ganz anderen Blatt.

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  • balea sagt:

    @tpfn
    Ich verstehe nicht, warum du dir soviel Zeit nimmst…

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  • Ralligen sagt:

    Wäre doch schön wenn Frau Neid die Nachfolgerin eines doch in die Jahre gekommenen Trainers in Potsdam werden würde,hätte so was von Ironie des Schicksals.Frau Neid würde wenigstens dieses lächerliche Torwart-Wechsle -Dich-Spiel beenden.Was noch für eine Verpflichtung spricht, wäre das eine super
    tolle Persönlichkeit wie Frau Sarholz entsorgt wurde.Turbine ist genauso wie jeder stinknormale Konzern in Deutschland.Wünsche Frau Sarholz alles Gute auf ihrem weiteren Weg und einen Wertschätzenden Arbeitgeber.

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