DFB-Elf wird Dritter beim Algarve Cup

Von am 11. März 2015 – 15.21 Uhr 18 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat durch einen knappen Erfolg gegen Schweden erstmals Platz 3 beim Algarve Cup belegt. Damit gelang der DFB-Elf die Revanche für die Niederlage gegen die Schwedinnen zu Turnierbeginn. Den Turniersieg holten sich zum 10. Mal die USA.

Anja Mittag (2.) und Alex Popp (52.) erzielten die Treffer beim 2:1 (1:0)-Sieg in Parchal, für die Schwedinnen traf Sofia Jakobsson (63.), die bereits im ersten Duell mit der DFB-Elf zwei Tore erzielt hatte.

Sechs Änderungen in der Startformation
Bundestrainerin Silvia Neid veränderte ihre Anfangsformation gegenüber dem 3:1-Sieg gegen Brasilien auf sechs Positionen. Überraschend hütete erneut Almuth Schult das Tor, Kathy Hendrich und Tabea Kemme kamen als Außenverteidigerinnen zum Einsatz. Lena Goeßling und Sara Däbritz bildeten erstmals die Doppel-Sechs, während Lena Petermann als alleinige Sturmspitze agierte und Anja Mittag im zentralen Mittelfeld agierte.

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Erneut schnelle Führung
Wie schon bei der 2:4-Niederlage eine Woche zuvor, erwischte die deutsche Mannschaft einen Auftakt nach Maß. Eingeleitet von Däbritz und Lira Alushi legte Petermann den Ball zurück auf Mittag, die verwertete zur frühen Führung (3.). Die DFB-Elf hatte die Partie in der Folge im Griff, doch wie schon im ersten Aufeinandertreffen kam Schweden Mitte der ersten Halbzeit besser in die Partie.

Anja Mittag im Zweikampf mit Nilla Fischer

Torschützin Anja Mittag (re.) im Zweikampf mit Nilla Fischer foto2press / Markus Römer

Mittag scheitert knapp
Lotta Schelin hatte bei einem schnell vorgetragenen Konter den Ausgleich auf dem Fuß, übersah aber die noch besser postierte Jakobsson (29.). Mittag hatte die Chance auf einen zweiten Treffer, doch verschoss knapp (36.). Mit Célia Šašić, Dzsenifer Marozsán und Alex Popp ging es in Halbzeit zwei, Babett Peter, Petermann und Simone Laudehr blieben draußen.

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DFB-Elf am Drücker
Deutschland hatte nun wieder mehr Zug im Spiel und belohnte sich schnell, als Popp nach Vorarbeit von Alushi den Ball in den Winkel setzte (52.). Doch wieder brachte eine Zwei-Tore-Führung keine Ruhe ins Spiel, Mittags Kracher an die Latte hätte für die Entscheidung sorgen können (59.).

Jakobsson verkürzt
Stattdessen kam jedoch Schweden zurück in die Partie, als nach Hackenpass von Caroline Seger und Pfostenschuss von Schelin Jakobsson zum 1:2 abstaubte (63.). Und die frühere Bundesligaspielerin hätte fast den Ausgleich erzielt, doch zum Glück für die DFB-Elf verhinderte der Pfosten das 2:2 (67.).

Elfmeter verweigert
Auf der anderen Seite wurde der DFB-Elf ein klarer Elfmeter verweigert, als Therese Sjögran Alex Popp im Strafraum umschubste, zur großen Verwunderung gab es nur Freistoß an der Strafraumgrenze (71.). Popp hatte eine weitere gute Chance (78.), doch auch Schweden ließ nicht locker und kam durch Jenny Hjohlman noch einmal gefährlich vors DFB-Tor (89.). Am Ende blieb es jedoch beim 2:1-Sieg der DFB-Elf und Platz 3.

USA holen Turniersieg
Die USA setzten sich im Finale im Estádio Algarve in Faro mit 2:0 (2:0) gegen Frankreich durch. Julie Johnston (7.) und Christe Press (41.) erzielten die Treffer zum insgesamt zehnten Turniersieg im Süden Portugals.  Frankreich vergab seine beste Chance, als Amandine Henry in der Schlussphase mit einem Foulelfmeter an US-Torhüterin Hope Solo scheiterte (81.).

Alle Platzierungsspiele im Überblick

Finale: Frankreich – USA 0:2
Spiel um Platz 3: Schweden – Deutschland 1:2
Spiel um Platz 5: Norwegen – Dänemark 5:2
Spiel um Platz 7: Brasilien – Schweiz 4:1
Spiel um Platz 9: Japan – Island  2:0
Spiel um Platz 11: Portugal – China 3:3, 5:4 n. E.

Abschlusstabelle

1. USA
2. Frankreich
3. Deutschland
4. Schweden
5. Norwegen
6. Dänemark
7. Brasilien
8. Schweiz
9. Japan
10. Island
11. Portugal
12. China

England gewinnt Cyprus Cup
Den parallel zum Algarve Cup ausgetragenen Cyprus Cup hat unterdessen die englische Mannschaft gewonnen. Die Engländerinnen setzten sich im Finale knapp mit 1:0 gegen Kanada durch. Lianne Sanderson erzielte in der 67. Minute den einzigen Treffer der Partie. Rang drei ging an Mexiko, dass im kleinen Finale mit 3:2 gegen Italien gewann. Den fünften Platz belegt Australien nach einem 6:2 gegen Tschechien. Schottland sicherte sich mit einem 3:1 gegen die Niederlande Rang sieben. Platz neun geht an Finnland (2:1 gegen Südafrika), Rang elf an Südkorea (6:2 gegen Belgien nach Elfmeterschießen).

Istria Cup: Polen siegt
Die polnische Mannschaft hat sich mit einem 2:0-Sieg gegen die Slowakei den Istia Cup in Kroatien gesichert. Rang drei belegt Österreich (2:1 gegen Frankreichs zweite Garde). Die Waliserinnen landeten nach einem 4:2-Sieg (im Elfmeterschießen) gegen Kroatien auf dem fünften Rang. Platz sieben geht an Ungarn (3:1 gegen Rumänien), Platz neun an die Republik Irland (2:1 gegen Costa Rica) und Rang elf an Bosnien und Herzegowina (5:4 gegen Nordirland nach Elfmeterschießen).

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

18 Kommentare »

  • never-rest sagt:

    Die Revanche ist geglückt, es war aber am Ende doch enger als nach der schnellen Führung und dem guten Spiel in der ersten Viertelstunde gedacht. Danch ging der Faden bei der N11 ein bischen verloren. In der 2. Hälfte war es dann ein offenes Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Leider hapert es bei der N11 an der Effektivität beim Torabschluss. Viele gute Ansätze werden immer wieder durch leichte Stockfehler, Ballverluste, Fehlpässe oder harmlose Schüsschen auf`s Tor verspielt. Insgesamt aber eine vielversprechende Vorstellung der N11 im Hinblick auf die WM.

    Däbritz lonnte sich nachdrücklich empfehlen. Leupolz hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Sie kann viel mehr.

    Stark der Auftritt von Alushi, heute sogar als omnipräsente Spielmacherin, und Laudehr. Auch A. Krahn hat mich heute voll überzeugt. Peter und Geoßling zuverlässig, können aber bis zur WM noch deutlich zulegen.

    Tolle Weiterentwicklung von Maroszan, die endlich auch in der Balleroberung und im Zweikampf Qualitäten zeigt, die ich sonst nicht so häufig von ihr gesehen habe. Es könnte ihre WM werden.

    Im Sturm hat SN die Qual der Wahl, wenn auch noch Bremer und Lotzen wieder fit und in Form sind. Letztere wird es aber leider nach so langer Verletzung wohl schwer haben, schnell wieder rein zu kommen, zumal mir heute Petermann gut gefallen hat. Popp bärenstark und schon allein wegen ihrer körperlichen Wucht und dem unwiderstehlichen Kopfballspiel immer für ein Tor gut. Dies gilt auch für Mittag. Sasic für mich in einem kleinen Formtief.

    In der Abwehr hinten rechts sollte es keine Probleme geben, wenn Maier so aufspielt, wie man sie kennt. Dahinter steht mit Hendrich eine gute Alternative mit Potential. Eine ähnlich zuverlässige und gute Abwehrspielerin hinten links wird noch gesucht. Zur Not müsste Maier nach links rücken und rechts Hendrich (B. Schmidt nicht zu vergessen, wenn sie wieder fit ist) verteidigen.

    In der Innenverteidung gibt es, wenn alle wieder dabei sind, auch genug Alternativen für SN. B. Peter ist für mich gesetzt.

    Im Tor brauchen wir uns keine Sorgen machen. Mit Angerer, hoffentlich wieder in alter Form, und Schult ist die N11 top besetzt.

    Ich bin zuversichtlich. Die WM kann kommen. Hoffentlich verletzt sich keine Spielerin mehr bis dahin.

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  • enthusio sagt:

    Zum Finale USA-Frankreich:

    Die US-Girls haben mich in diesem Spiel absolut überzeugt. Sie unterbanden über die gesamte Spielzeit das gewohnte Kombinationsspiel der Französinnen und erstickten jegliche Ansätze durch ihr gutes Stellungsspiel bereits im Keim. Und wenn überhaupt etwas Erwähnenswertes aufs Tor kam, war da eine überragende Hope Solo, die die Bälle von Abily und Delie wie ein Magnet anzog, in der 1. Halbzeit einen knallharten Schuss von Hamraoui reaktionsschnell abwehrte und den Elfmeter von Henry perfekt parierte.

    Frankreich, das ohne Renard und Thomis spielte, kassierte in der 1. Halbzeit ein Kopfballtor von Johnston im Stil einer Abby Wambach (die erst kurz vor Schluss eingewechselt wurde) nach einem Freistoß. Beim 2:0 ließ Christen Press mit einem schönen Sololauf über das halbe Feld die komplette französische Abwehr ganz alt aussehen und schloss mit einem platzierten Flachschuss ab.
    Ich hatte nie den Eindruck, dass der Sieg der Amerikanerinnen jemals in Gefahr graten könnte.
    Silvia Neid wird in diesem Spiel ausreichend Anschauungsmaterial bekommen haben, wie „Les Bleues“ zu schlagen sind.

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  • sylvijaaa sagt:

    Sieht man mal wieder, wie das Ergebnis die Analyse beeinflusst. Frankreich war statistisch gestern genauso überlegen wie vor vier Wochen. Aber wenn man zwei dumme Tore kassiert und einen Elfer verschießt, interessiert das niemanden.

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  • enthusio sagt:

    @sylvijaaa:

    Ich vermute, Du hast das Spiel nicht gesehen, sondern nur irgendwelche Statistiken studiert.
    Bei mir hat nicht das Ergebnis, sondern der Spielverlauf, den ich ja mit eigenen Augen gesehen habe, zu meiner Analyse geführt.
    Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Die USA haben sich super auf den Spielstil der Französinnen eingestellt. Frankreich dagegen hat umgekehrt kein Mittel gegen die starken Amerikanerinnen gefunden und völlig verdient das Endspiel verloren.

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  • kelly sagt:

    gut,das hope solo wieder dabeiist.bitte Mädel benimm dich bis zur wm!!!!!

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  • tpfn sagt:

    Als die Statistik während des Spiels mal eingeblendet wurde, war ich auch extrem überrascht, denn das Spiel machte ganz und garnicht den Eindruck als könnten die Französinnen überhaupt irgendwas reißen.

    Das war ein deutlicher Fingerzeig der Amis, welcher den Französinnen einiges an Selbstbewußtsein geraubt haben wird.

    Am Beispiel der USA kann man deutlich erkennen, dass im athletischen und mentalen Bereich der Schwerpunkt liegen sollte. Turbine sollte sich auch wieder mehr auf diese Bereiche konzentrieren, da waren sie schließlich mal Klassenprimus, dass man damit noch immer brillianteste Techniker alt aussehen lässt, hat die USA auf beeindruckender Weise bewiesen.

    Ich, für meinen Teil, hätte nie mit dieser vorallem auch augenscheinlichen Überlegenheit der Amis gerechnet.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Stimmt, tpfn, die Amis haben absolut nichts, aber auch gar nichts anbrennen lassen, und die Bleurettes waren zahn- und ratlos unterwegs, fanden nie ein Mittel, ihrem Gegner auch nur ein Problem zu bereiten. Die Effizienz des US-Team einzigartig und deren Präsenz auf jedem Fleckchen des Platzes beängstigend.
    Kann man diese Performance konservieren bzw. sogar noch ausbauen (falls das überhaupt geht?), dann wird jeder WM-Gegner ein ähnliches Schicksal erleiden.

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  • Liza sagt:

    @kelly
    Amen, genau das denke ich auch in Bezug auf Hope. Sie einfach zu gut, als dass man bei der WM auf sie verzichten könnte.

    Weiß jemand wieso Renard und Georges nicht gespielt haben?

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  • gerd karl sagt:

    an alle , ich weiss, ihr hasst die deutsche nt, aber wir sollten den artikel über die deutsche mannschaft kommentieren und nicht das spiel frankreich-usa.

    also bitte , die hasser der deutschen nt, turbine potsdam fans und andere, nicht diesen artikel mit franz oder uswnt gelabber zumüllen, danke

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  • labersack sagt:

    Was sollen wir denn zur Nationalmannschaft noch sagen, wenn jede kritische Äusserung als Hasstirade deklariert wird?

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  • balea sagt:

    Als Natio – Hasser und Turbine Fan muss ich schon ganz objektiv sagen: D ist mit viel Glück noch im Mittelfeld angekommen.
    Zuerst gegen Schweden ordentlich Haue bekommen, vollkommen harmlose Chinesinnen (Zweitliga – Niveau) mit 2:0 (wow!) besiegt und sich dann im gegenseitigen Nahkampf gegen die Brasilianerinnen durchgesetzt.
    Ich stimme den englischen Kommentatoren von ESP zu: D hat in den Gruppenspielen nur bestenfalls ca 75% der üblichen Performance gezeigt, Alushi ist über all die Jahre weitgehend die Hoffnungen schuldig geblieben (schlimm ihre Leistung im ersten SWE Spiel – und dann im Interview Sprüche über die zweite HZ raushauen, peinlich und einfach nur zickenhaft…) und Popp hat international schon das Label „Diver“ verpasst bekommen. Hört in D keiner gern, ist aber schlicht eine Tatsache und bevor man sich über eine Marta echauffiert, sollte man erstmal vor der eigenen Haustür kehren.

    Genug Gelabber, sonst ärgern sich noch Leute.

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  • enthusio sagt:

    @Schenschtschina Futbolista:
    „Kann man diese Performance konservieren bzw. sogar noch ausbauen (falls das überhaupt geht?), dann wird jeder WM-Gegner ein ähnliches Schicksal erleiden.“

    In diesem Fall wäre tatsächlich der sportliche Idealzustand erreicht, dass ein Team alle anderen dominieren würde. Das wird aber zum Glück nicht passieren, denn eine solche Performance wird keine Mannschaft der Welt in sieben Spielen hintereinander präsentieren können.

    Was ich aber aus diesem Algarve-Cup mitgenommen habe: es gibt tatsächlich nicht nur e i n e n Titelfavoriten für die WM, schon gar keine Übermannschaft. Die Französinnen sind im Finale auf Normalmaß zurechtgestutzt worden und unsere Mädels haben im ersten Spiel gegen Schweden erfahren, wie schnell ein Spiel kippen kann.

    Ich traue mir momentan eigentlich keinen Tipp zu, wer die WM gewinnen wird, aber ich glaube nach den gezeigten Leistungen in den vier Spielen wirklich, dass wir eine gute Rolle spielen werden und die Olympiaqualifikation diesmal nicht wieder verpassen werden.
    Jetzt muß man aber erst mal abwarten, wer es nach dem Brasilienspiel in den endgültigen Kader schafft und wer verletzungsfrei bleibt.

    @Liza:

    Georges hat auf Anraten ihrer Vereinsärzte auf die Teilnahme am Algarve-Cup verzichtet, Renard hat sich verletzt.

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  • Herr Schulze sagt:

    @gerd-karl
    im obenstehenden Artikel wird zwar das deutsche Spiel schwergewichtet, aber es ist zugleich der einzige auf der Womensoccer-Website, der den Algarve-Cup insgesamt (nebst Cyprus- und Istria-Cup) thematisiert. Dass ein Duell der beiden derzeit wohl stärksten Nationalmannschaften nach einem so nicht zu erwartenden Ausgang ein Debattierbedürfnis nach sich zieht, sollten Sie doch akzeptieren können.

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  • labersack sagt:

    Ich finde, daß der Algarve-Cup für die deutsche N11 optimal verlaufen ist. Gesetzt den Fall wir hätten das 1. Schwedenspiel gewonnen, hätte es ein Endspiel Deutschland – Frankreich gegeben, das ebenso erkenntnisarm gewesen wäre wie das 2.Schwedenspiel. Was mich bei diesem Gedankenspiel schmunzeln lässt ist die Vorstellung, daß die USA ihre unglaubliche Perfomance im kleinen Finale hätten zeigen müssen und da hätte es niemand bemerkenswert gefunden.

    Den optimalen Verlauf für die N11 begründe ich damit, daß nachdem das Kind sofort in den Brunnen gefallen war und der Cupgewinn ziemlich aussichtslos war, unsere Bundestrainerin endlich einmal konsequent experimentiert hat. Alle Feldspielerinnen des Kaders wurden eingesetzt mit angemessenen Spielanteilen. Wann hat es das in den letzten Jahren schon mal gegeben?

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  • gerd karl sagt:

    ach balea, englische kommentatoren bei eurosport sind so eine sache.
    was sagte die co kommentatorin beim 1-0 gegen china von anja mittag, anja mittag is a world class player, recht hat sie.
    und zu the diver wurde nach ihrem 1-0 gegen brasilien gesagt,world class header and world class player.

    allerdings wenn popp zu oft fällt, was macht dann marta, die wenn man sie nur antippt hinfällt, die nt hasser sagen dazu clevernes, ich sage dazu fallsucht.

    wenn deutschlands frauen china 2-0, brasilien 3-1 und schweden mit 2-1 mit 75 % ihrer leistungsfähigkeit wegputzen, dann ist alles gut.

    und für die leute die die spiele der deutschen mannschaft kommentieren, sie die spiele sich aber nicht ansehen, ein hinweis.

    die bundestrainerin hat viel experimentiert, viele spielerinnen getestet, nie in der selben formation spielen lassen, und dafür ist das ergebnis gut.

    als letztes, ich glaube das angerer ihren status als nummer 1 verloren hat, und die erkältung nur vorgeschoben ist.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Dein Enthusiasmus bzgl. unserer Mädels wird Dich nur dann nicht enttäuschen, wenn diese ihre Chancenausbeute nicht deutlichst verbessern und vorallem muss Leupolz ihre Zweikampfdefizite abbauen. Eine sichere Mittelfeldakteurin braucht dieses körperliche Engagement zzgl. ihrer Technik und Spielübersicht!
    Mir ist aufgefallen, dass gerade die Französinnen aus ihren durchweg guten USA-Spielen der jüngsten Vergangenheit nichts gelernt haben, die Amerikanerinnen dafür umso mehr, so gewurmt hat sie ihre eigene Leistung, die sie ja auch zuvor auf die Verliererstraße gebracht hatte.
    Ergo, sollte auch eine BT Neid die richtigen Schlußfolgerungen aus den vielfach Wischiwaschi-AC-Spielen ziehen und an der Taktik feilen – nicht jeder Gegner ist mit identischen Mitteln zu bespielen. Bauchkneipen habe ich vorallem dann, wenn unsere vergleichsweise lahme und leicht zu überlaufende Verteidigung mehrfach die Rücklichter ihrer Gegnerinnen sah. Da aber kaum absehbar ist, dass die Spiele ausschliesslich im Angriff gewonnen werden, sollte man schleunigst was unternehmen, um die Defensive zu stärken. Einzig das Warten und Hoffen auf Bartusiak kann es nicht sein; für sie kommt die WM sowieso zu früh, wenn man die lange Ausfallzeit bedenkt.

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  • sonic sagt:

    Nachdem ich die Kommentare hier gelesen habe und eine qualitativ ansprechende Version vom Finale (https://www.youtube.com/watch?v=Vuq_9c6tZ3g) gefunden habe, habe ich mir heute das Spiel Fra-USA angesehen und muß sagen, daß ich die hier geäußerten Meinungen zur Qualität des Spiels der US-Mädels absolut nicht nachvollziehen kann.

    Das erste Tor fiel früh aus einer Standardsituation heraus. Ein unglücklicher Start für die Französinnen, die aber danach die erste Halbzeit dominierten, das Spiel machten und sich Chancen herausspielen konnten. Nicht viele und keine hundertprozentigen, aber immerhin Chancen. Von den USA war praktisch nichts zu sehen, die sind die 30min nach dem 1:0 kaum mal über die Mittellinie hinausgekommen, sondern haben durch Fehlpässe und mangelhafte Zweikampfstärke eroberte Bälle postwendend verloren. Ein geordnetes Aufbauspiel war nicht zu erkennen bzw. wurde von den Französinnen unterbunden. Alles was den US-Amerikanerinnen einfiel, waren lange Bälle, die keine Abnehmer fanden. Das 2:0 in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte durch eine sehr starke Einzelleistung von Press fiel wie aus dem Nichts. Die letzten Minuten der ersten Hälfte gehörten den USA ohne daß sie eine Chance erspielt hätten.

    In der zweiten Hälfte weitgehend das Gleiche. Frankreich dominierend, weitaus kombinationsstärker, auch unter Druck mit spielerischen Lösungen, mit mehr und besseren Chancen (Was nicht schwer war, da die USA keinen einzigen Schuß auf das frz. Tor bekommen haben und insgesamt in der zweiten Hälfte nur 2-3 Torschüsse abgegeben haben. Genau wie in der 1. Hälfte: zwei Bälle aufs Tor, die waren drin und sonst kein einziger Abschluß). Mitte der zweiten Hz hat Frankreich physisch abgebaut, es gab mehr Unkonzentriertheiten. Gegen Ende Frankreich nach Auswechslungen wieder stärker. Insbesondere über die Außen konnten sich die Französinnen immer wieder durchsetzen und Flanken ins Zentrum schlagen, die allerdings nur selten einen Abnehmer fanden.

    Insgesamt Frankreich von der Spielanlage, den technischen Fertigkeiten und auch im Zweikampfverhalten stärker, aber wie so oft im Abschluß zu ineffizient.

    Die USA effizient im Abschluß, aber insgesamt offensiv erschreckend schwach, kein erkennbarer Spielaufbau (Die paar langen Bälle können es doch nicht gewesen sein!?), zwar physisch stark, aber dennoch schwach in den Zweikämpfen. Wenn man das Spiel gesehen hat, wundert man sich nicht mehr über das 0:0 gegen Island. Das das Spiel positiv bewertet wurde, kann ich mir nur so erklären, daß sie bei der Niederlage gegen Fra im Februar noch schlechter ausgesehen haben und diesmal defensiv etwas besser gestanden haben müssen.

    Was auch noch erwähnt werden sollte, ist, daß Fra auf einige Stammspielerinnen verzichten mußte, während die USA soweit ich das sagen kann in Bestbesetzung aufgelaufen sind.

    Also ein eher glücklicher Sieg der USA.

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  • enthusio sagt:

    @sonic:

    Wenn ich in einem Spiel (und erst recht in einem Finale) zurückliege, muß ich mir was einfallen lassen, das Spiel noch zu drehen. Den aufgrund ihrer überragenden Technik sonst so gefährlichen Französinnen gelang aber diesbezüglich nichts, bestenfalls sehr wenig. Die wenigen nennenswerten Torchancen wurden von der überragenden und fehlerlos haltenden Hope Solo vereitelt. Die Amerikanerinnen haben es – wie keine andere Mannschaft in der letzten Zeit – geschafft, die Französinnen weitgehend vom eigenen Tor fernzuhalten. Außer ein paar Weitschüssen, einer abgerutschten Flanke und dem verschossenen Elfmeter habe ich nichts gesehen, was auf das amerikanische Tor kam. Die US-Girls dagegen, die allerdings in der Tat nach vorne noch weniger zustande brachten, haben ihre wenigen Torchancen perfekt genutzt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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