So lief die Saison bisher: FC Bayern München
Trotz personellen Umbruchs, Abgängen und der Verletzung zahlreicher Stammspielerinnen hatten vor der Saison viele den FC Bayern München als einen der Geheimfavoriten in der Allianz Frauen-Bundesliga auf dem Zettel. Und sie sollten Recht behalten.
„Wir wollen die Lücke weitgehend verkleinern“, so das Credo von Bayern-Trainer Thomas Wörle vor der Saison. Eine Zielsetzung, die im bisherigen Saisonverlauf perfekt umgesetzt wurde.
Denn nach 13. Spieltagen liegt der FC Bayern München in der Tabelle auf Platz 2, nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter VfL Wolfsburg, aber auch zwei Punkte vor dem 1. FFC Turbine Potsdam und gar fünf Punkte vor dem 1. FFC Frankfurt.
Schnell gefunden Bereits beim 1:1 zum Saisonauftakt gegen den 1. FFC Frankfurt deuteten die Münchnerinnen ihr Potenzial an. Schnell wuchs der international bunt zusammengewürfelte Kader, angeführt von Nationalspielerin Melanie Behringer als neuer Leitwölfin, zu einer schlagkräftigen Einheit zusammen, an der sich die Gegner gleich reihenweise die Zähne ausbissen.
Top-Ergebnisse Bis heute ist es in der Liga keinem Team gelungen, dem FC Bayern München eine Niederlage beizubringen. Dabei gelang der Wörle-Elf das Kunststück, sich auswärts bei allen Topteams schadlos zu halten. Erst ergatterten die Münchnerinnen ein Remis beim VfL Wolfsburg, dann gelangen ihn beim 1. FFC Turbine Potsdam (1:0) und beim 1. FFC Frankfurt (2:1) wertvolle Auswärtssiege gegen direkten Konkurrenten um eine Top-Platzierung in der Liga.
Aus im DFB-Pokal Einzige Dämpfer einer ansonsten bisher nahezu perfekten Saison waren die unnötigen Punktverluste bei der SGS Essen sowie kurz vor Weihnachten das Aus im DFB-Pokal beim 1. FFC Frankfurt, bei denen Bayern München das vorhandene Potenzial gegen einem gegenüber dem Bundesligaspiel deutlich verbesserten Gegner nicht vollständig abrufen konnte.
Taktisch immer gut eingestellt Der bisherige Erfolg hat viele Gesichter: Taktisch waren die Münchnerinnen auf jeden ihrer Gegner von Trainer Thomas Wörle und seinem Trainerteam optimal vorbereitet, mit einer gesunden Mischung aus geschicktem Understatement und realistischer Einschätzung verstand er es auch, die Bodenhaftung seiner Spielerinnen zu wahren. Personell erwiesen sich zudem alle Neuverpflichtungen als Volltreffer.
Bärenstarke Neuverpflichtungen Angefangen von den bärenstarken Torhüterinnen Tinja-Riikka Korpela und Manuela Zinsberger über die umsichtige Abwehrspielerin Caroline Abbé und das immer besser funktionierende Mittelfeld-Duo aus Melanie Behringer und Melanie Leupolz bis hin zur jugendlich unbekümmerten Offensivpower von Vivianne Miedema, Eunice Beckmann, Katie Stengel und Mana Iwabuchi.
Optionen wachsen Sie alle trugen dazu bei, die zehn Abgänge schnell vergessen zu machen und zudem die Ausfälle von so wichtigen Spielerinnen wie Lena Lotzen, Leonie Maier, Laura Feiersinger oder Carina Wenninger eindrucksvoll zu kompensieren, die nach und nach in den Kader zurückdrängen und somit den Handlungsspielraum von Wörle für den restlichen Saisonverlauf erweitern werden.
Auf Champions-League-Kurs Zudem wurde bis Saisonende für das offensive Mittelfeld die Isländerin Dagný Bryjnarsdóttir verpflichtet. Leicht dürfte es für die Konkurrenz aus Potsdam und Frankfurt in den verbleibenden Spielen also nicht werden, an den Bayern noch einmal vorbeizuziehen. Ein Champions-League-Startplatz für die kommenden Saison ist für den FC Bayern München keine Utopie.