SC Sand trennt sich von Koutroubis – Kahlert Nachfolger

Von am 10. Dezember 2014 – 19.21 Uhr 23 Kommentare

Der SC Sand, Tabellenzehnter der Allianz Frauen-Bundesliga, hat sich nach der 1:3-Niederlage beim FF USV Jena von Trainer Niko Koutroubis getrennt. Und schnellen Ersatz gefunden: Nachfolger wird Sven Kahlert.

„Der Trainer ist immer das schwächste Glied, aber wir mussten vor dem wichtigen Spiel am Sonntag gegen den Herforder SV ein Zeichen setzen“, so Sands geschäftsführender Manager Gerald Jungmann. Die Spielerinnen scheinen dem Trainer keine Träne hinherher zu weinen. So tweetete Torhüterin Mallori Lofton-Malachi am Nachmittag: „Und tschüss“.

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Erstes Training unter Kahlert
Der Nachfolger des glücklosen Koutroubis ist schon gefunden. Sven Kahlert, 2011 Pokalsieger der Frauen mit dem 1. FFC Frankfurt und danach Trainer beim FCR 2001 Duisburg, hat am Mittwochabend die erste Trainingseinheit geleitet – vor Saisonbeginn hatte er das Traineramt in der Ortenau noch abgelehnt.

Nico Koutroubis

Sands glückloser Trainer Nico Koutroubis musste seinen Platz räumen © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Schnelle Nachfolgeregelung
„Nachdem klar war, dass wir uns von Niko Koutroubis trennen, haben wir sofort bei Sven Kahlert nachgefragt“, erklärte Sands sportlicher Leiter Dieter Wendling. In Sand war bekannt, dass der ehemalige Frankfurter Trainer ohne Anstellung war. „Mit ihm bekommen wir einen Kenner des Frauenfußball“, sagte Gerald Jungmann und Dieter Wendling fügte hinzu: „Jetzt sind alle gefordert. Es gibt kein Wenn und Aber.“

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Abstiegsgipfel gegen Herford
Sowohl Claudia von Lanken als auch Jens Schreier werden Sven Kahlert als Co-Trainer zur Verfügung stehen. Der Sand empfängt am kommenden Sonntag, 14. Dezember, 14 Uhr, am 13. Spieltag der Frauen-Bundesliga in einem richtungsweisenden Spiel den zweiten Aufsteiger Herforder SV.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

23 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @Maxime,
    Ich hatte nix von „überheblich“ geschrieben, sondern von Größenwahn, was mM nicht das selbe ist!!!

    Sand stand auf einem Nichtabstiegsplatz, was veranlasst also den Verein den Trainer zu feuern???
    Von Diskrepanzen mit der Mannschaft war nix zu hören oder zu lesen, so blieb nur der Schluß übrig, daß man WESENTLICH MEHR erwartet hatte!!!

    Ich selbst bin TURBINE-Fan, habe also mit Herford nix zu tun!!!
    Ich kenne allerdings den Mannschaftsbetreuer vom HSV gut, deshalb mein Verweis in diese Richtung!!!

    Ich kenne auch unsere Freunde vom USV Jena, und die hätten sicher ein Auto mit Fahrer bereitgestellt, um den Co ins KH zu fahren!!!

    Ich glaube also weiterhin die Version, daß man erst auf die Verantwortlichen Druck ausüben mußte, bis sie sich auf den Weg machten!!!

    Gerade von so einem kleinen Verein wie Sand hätte ich das niemals erwartet, daß die „Professionalität“ über die Warmherzigkeit siegt!!! 🙁

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „Sand stand auf einem Nichtabstiegsplatz, was veranlasst also den Verein den Trainer zu feuern???“

    Steht doch oben: „Es hat einfach nicht mehr gepasst zwischen Mannschaft und Trainer.“ (Zitat: insider)

    Und es steht nirgends geschrieben, dass man den Trainer nur auf einem Abstiegsplatz „feuern“ darf! 😉

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  • Detlef sagt:

    @FFFan,
    Daß hätte man ja auch so von Vereinsseite kommunizieren können, als man Koutroubis entließ!!!
    Stattdessen schweigen im Walde, und somit sind Spekulationen Tür und Tor geöffnet!!!

    Sand war und ist auf Kurs Klassenerhalt, und da feuert man nicht so einfach den Trainer!!!

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